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#11 RE: Medikamtente mit fast fünf? von Omi52 30.12.2012 11:33

Hallo Simone,

okay, ich lasse mich gerne belehren, also habe ich das doch missverstanden.
Danke und Entschuldigung, habe halt ich was dazu gelernt.

liebe Grüße

#12 RE: Medikamtente mit fast fünf? von ruth66 31.12.2012 20:21

ADHS-ler sind nicht selten hochbegabt und haben tolle, außergewöhnliche Fähigkeiten. Auch Mozart hat man später anhand seiner Biographie ADHS attestiert. Sie haben oft eine hervorragende Intelligenz, bleiben aber aufgrund ihres Defizites oft hinter ihren eigentlichen Möglichkeiten zurück. Mein SOhn ist glaub ich ganz normal intelligent, ich hoffe nur, dass er die Schule packt.

Liebe Simone, haben Ihre Jungs die Schule ohne Medikamente geschafft?

Viele Grüße

#13 RE: Medikamtente mit fast fünf? von ruth66 31.12.2012 20:28

ach ja, liebe Omi52,

wir haben mit unseren Erzieherinnen großes Glück! Sie sind geschult und gehen sehr gut mit der Problematik um, obwohl es kein integrativer Kiga ist. Gott sei Dank, denn ich kenne viele andere Fälle!

#14 RE: Medikamtente mit fast fünf? von Simone 31.12.2012 23:06

Liebe Ruth66,

mein Großer ist fast 17 und hat im September seine Ausbildung begonnen. Ohne Medis wäre das so nicht möglich gewesen.
Mein Kleiner ist 11 und auch er bekommt Medis. Wer es nicht weiss, würde heute nicht merken, dass er eine ADHS hat. Ohne Medis allerdings sehr wohl

#15 RE: Medikamtente mit fast fünf? von ferrano 06.01.2013 22:30

Hallo,
kann mich Simone nur anschließen, unser Großer ist 12 mit Adhs und leichtem Asperger und nimmt Medis- ohne Medis wäre er wahrscheinlich kaum beschulbar gewesen. Er hatte auch 3 Jahre heilpädagogische Entwicklungstherapie, heute merkt man fast nichts mehr. Medis absetzen ist keine gute Idee.
Wir Eltern waren im Elterntraining und ich habe viel gelesen.

Ich meine, neuro- biologisch kann man die Wirkung der Medis so erklären:
Das Verhalten unserer Kinder bahnt im Gehirn Straßen, desto öfter die Straßen benutzt werden, desto breiter und leichter werden sie zu "befahren". Andere nützliche Straßen werden nicht oft befahren, daher bleiben sie Trampelpfade.
Mit Medis werden die Trampelpfade benützt und besser ausgebaut, das Verhalten der Kinder verbessert sich langfristig, ihr "Repertoire" wird größer.
Das kann der Arzt besser erklären, jedenfalls sollte man sich gut informieren und zu seiner Entscheidung stehen.

Ein Fall aus dem Umkreis:
Die Eltern lasen ihrem Sohn die Nebenwirkungen des Medikaments vor, daher weigerte sich das Kind es zu nehmen.
Sein Verhalten ist weiterhin hochproblematisch, der Rest der Familie geht am Stock.
Das Kind ist für Erziehung, Beziehung kaum erreichbar.
Leider gibt es nicht so viele Möglichkeiten. Die von Simone genannten sind tatsächlich sehr hilfreich, damit das Leben wieder Spaß macht.

Uli

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