Therapie zu Ende - was nun?

23.07.2008 22:01
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#1
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Hallöle alle Miteinander!

Meine Therapeutin für unser Töchting erklärte mir letzten Montag (am Mittwoch gab es Zeugnisse), dass die Therapie beendet werden muss, wir uns nur noch zweimal sehen könnten, denn die KK bezahlt nicht mehr! Klar könne sie noch einmal einen Verlängerungsantrag stellen und sie sieht ja, dass wir (Mama und Tochter) es noch brauchen, aber "die Stunden sind nunmal alle!" Und dann gehe es nur 1mal im Monat und die Stunden sind dann für Mami und Töchting darf mit! Und das, wo jetzt erstmal 6 Wochen Ferien sind und dann beginnt die 4. Klasse und unsere Tochter wird am 23.08.2008 gerademal 9 Jahre alt!!! Wieso denn alle? Wie kann denn die Therapie einfach so beendet werden? Klar läuft es im Augenblick gut, weil wir jede Woche hingefahren sind. Die Therapie ist schon ein fester Bestandteil in unserem Leben! Wieso denn jetzt zwei Jahre Pause? Was sollen wir denn in der Zeit machen? Klar, die Medis bekomme ich vom KJ-Psychologen, und mit dem kann ich mich auch unterhalten. Doch dies ersetzt doch keine Therapie! Der kennt mein Kiddi doch gar nicht! Wieso ist denn mein Kind jetzt plötzlich geheilt? Ich dachte die Chance besteht erst mit der Pupertät?
???

Fragen über Fragen und auch Sörgchenwölkchen am klaren blauen Himmel ankommen!
Was soll ich, kann ich tun? Hat jemand diese Situation schon durch? Kann mir jemand Erfahrungen vermitteln?

Vielen dank für Eure Antworten schon im Voraus!
LG Silka

2008 - es wird kein Stress gemacht!

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24.07.2008 15:13
#2
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hm, wie lang läuft denn die Therapie schon?
also bei uns wird dann immer ein Verlängerungsantrag gestellt.
Aber so ein Verlängerungsantrag braucht ja auch ne Begründung.
Soweit ich weiß stehen für eine Therapieform je nach Störungsbild / -ern immer gewisse Zeit bzw. Stundenanzahl zur verfügung.
Ich höre auch immer öfter das die KK dann irgendwann die rote Karte zeigt.

Wenn es derzeit gut klappt,dann denke positiv und geht gestärkt und wissend nach Hause.
Freut euch über die neu hinzugewonnene Freizeit und nutzt sie sinnvoll.
Denk auch an die Wartelisten, andere Kids brauchen die Therapie auch.
Und ihr könnt ja zu Hause durchaus das "erlernte" weiterführen und anwenden.
Das ist ja eigentlich auch Sinn und Zweck der Therapie, das es dann zu Hause selbstständig angewandt wird.
Es geht nicht gut, weil ihr wöchentlich Therapie habt, nein, es geht euch gut, weil ihr gelernt habt mit dem Störungsbild umzugehen
Sei vorsichtig macht euch nicht zu sehr abhängig von der Therapie / Therapeutin,sie sollte ganz scher nicht Bestandteil eures Lebens sein/werden.
Vertrau dir und vertrau deiner Tochter und versucht es mal ohne die Hilfe der Therapeutin.
Weist du Kinder werden irgendwann auch therapiemüde und dann blockieren sie, man erreicht sie dann als Therapeut auch nicht mehr.

Glaub mir in 2 Jahren braucht ihr die Therapie bedingt durch die Pubertät viel eher wieder, als vermutlich jetzt.
Dann lieber jetzt pausieren, wo es gut klappt, und in der Pubertät, wenns wieder deutlich schwieriger wird, wieder ansetzen.
So sah, wenn ich das richtig herausgelesen habe die "Zukunftsplanung" aus, oder?

Bei uns klappts leider noch lange nicht gut und ok ist "es" so auch ganz und gar nicht.
Folglich ist noch "viel zu tun" und Sohnemann braucht die Intervention dahingehend dringend.
ER wäre froh einen freien Nachmittag mehr zu haben.
Die therapie ist ihm eigentlich ( typisch Pubertät) viel zu anstrengend.
Allerdings würde er den freien Nachmittag auch nur mit "rumhängen" und "nichts tun" verbringen

LG Mel


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25.07.2008 12:42
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#3
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Hallo,
ich habe dises Thema mit Interesse verfolgt. Von welcher Therapie sprecht ihr denn? Wir haben von unserem Kinderarzt lediglich 50 Stunden Psychomotorik verschrieben bekommen. Leider stehen wir sonst ziemlich alleine dem
Gegenüber. Er ist uns keine besonders große Hilfe. Wir haben Momentan wieder ziemlich heftige Schwierigkeiten in der Schule, obwohl es bis vor ca. 5 Wochen fast Reibungslos verlief. Momentan ist das voll die Katastrophe, so daß ich schon gerne irgendwie Hilfe und Unterstützung bräuchte.Könnt ihr mir da Tips geben, was ich für Möglichkeiten habe und an wen ich mich da wenden muß?
Ich hoffe, wir bekommen die eine Woche noch Schule rum und es geht nach den Ferien wieder besser.
Dann kommt die Vorweihnachtszeit und die ist aus Erfahrung auch wieder probelmatisch.
Vielen Dank für Eure Antwort....
Grüße Alexandermaus


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25.07.2008 15:12
#4
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Hallo Alexandermaus,

also ich spreche von der Verhaltenstherapie bei AD(H)S.
Das bieten (leider nur wenige) kassenzugelassene Kinder- und Jugendpsychotherapeuten an, was entsprechende Wartelisten ( bei uns derzeit 1,5 Jahre) mit sich bringt.
also "schnelle Hilfe" naht da erst mal nicht, ist leider so.
Vermute das Silka auch deshalb ein bißchen Bammel hat vor dem (vorläufigen) Ende der Therapie.

Am besten wendest du dich an deine Krankenkasse und läßt dir eine Liste mit kassenzugelassenen Verhaltenstherapeuten zuschicken und telefonierst sie alle durch.
So hab ich das damals gemacht.


LG Mel


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25.07.2008 15:32
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#5
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Hallo,

Zitat von Melody71
also ich spreche von der Verhaltenstherapie bei AD(H)S.
Das bieten (leider nur wenige) kassenzugelassene Kinder- und Jugendpsychotherapeuten an, was entsprechende Wartelisten ( bei uns derzeit 1,5 Jahre) mit sich bringt.
also "schnelle Hilfe" naht da erst mal nicht, ist leider so.



Dem kann ich nur zustimmen. Es gibt aber auch Therapeuten, die führen keine Warteliste in diesem Sinne. Also einfach mal ausprobieren, vielleicht hast du ja Glück.

Wenn du die Liste von der Krankenkasse hast, dann erkundige dich dort auch gezielt nach deren Erfahrung mit ADHS. Nicht alle kennen sich damit auch wirklich aus.

Neben den kassenzugelassenen Therapeuten gibt es auch noch die Therapeuten, die supergut sind, die supergute Mitarbeiter in ihrer Praxis haben, die aber nicht kassenzugelassen sind.

Dann hast du die Möglichkeit übers Jugendamt nach §35a SGB VIII (Eingliederungshilfe) die Therapiekostenübernahme zu beantragen. Aber auch hier brauchst du einen langen Atem, gute Nerven und - wenns richtig dumm läuft - einen guten Anwalt. (siehe mein Beitrag "Warum ich unser JA so liebe"). Wirklich schnelle Hilfe wirst du dort auch nicht bekommen. Leider.

Deshalb versuche es erst mal über die Krankenkasse.

Grüßle
Simone

Nur gemeinsam sind wir stark! - Heute schon die Welt auf den Kopf gestellt?

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28.07.2008 11:14
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#6
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Hallöchen alle zusammen,

Danke an Dich, liebe Mel, für deine aufmunternden Worte.
Ja, es ist Verhaltenstherapie gewesen, sie läuft seit Dezember / Januar 2007.
Ja, stimmt schon, habe dort auch einiges gelernt und ich meine, dass die Verhaltenstherapie sehr wichtig ist und man wirklich drum kämpfen soll (muss). Ich weiß auch, dass die Therapie nicht "Bestandteil unseres Lebens" werden sollte, aber es war eben der wöchentliche Rettungsanker. Mein Göttergatte zieht nicht so mit, wie ich mir das vorstelle, manchmal ja und manchmal nein, und weil man eben selbst immer im Zweifel ist ....
Ich hatte sehr großes Glück mit dem damals wirklich schnellen Termin, dafür hat es bis heute nicht mit einem Elterntraining geklappt und mein Göttergatte würde nun auch nicht mehr mitmachen!!!
Aber, Du hast schon Recht Mel: Ich sollte mehr auf mich selbst vertrauen! Und in 2 Jahren ist die Therapie wahrscheinlich wichtiger. Schließlich haben wir es auch alle irgendwie geschafft, sind alle erwachsen geworden. Da werden wir es doch mit unseren Kiddis auch schaffen!

Vielen Dank an ALLE!
LG Silka

2008 - es wird kein Stress gemacht!

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28.07.2008 11:17
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#7
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Hallöchen Alexandermaus,

gib nicht auf! Lass Dich überweisen zu einem Kinder- und Jugendpsychologen! Alles weitere wurde bereits geschrieben.
Da wir etwas von diesem Staat wollen, müssen wir nunmal darum kämpfen!
Bleib einfach dran und nutze auch die Feinmotorik-h.

LG Silka

2008 - es wird kein Stress gemacht!

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