Veränderungen und alles Neue

09.09.2008 06:26
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#1
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Hallo,
habe da nochmal ein Problem,was mich schon länger beschäftigt.
Immer wenn irgend was neues in der Schule gemacht wird,oder bevorsteht,weigert mein Sohn sich zur Schule zu gehen.
Jetzt Z.B. soll er bis 16 Uhr in der Schule bleiben.Es wird da ein antiagressions Training durchgeführt.
Was ich auch für sehr gut halte.Er sagte,das er das nicht aushalten wird bis 16 Uhr.
Er weiß ,das er dann erst wegen den Buszeiten erst so gegen 18 Uhr zu Hause ist.
Ich bekam ihn heute morgen nicht aus dem Bett.Er weigerte sich.
Ich könnte noch mehrere Beispiele aufzählen,wo er sich weigerte.
Habe mit Engelszungen geredet,aber es half nichts.

Gibt es noch jemanden,bei dem es so ist???
oder ist das typisch bei ADS´lern???

LG Gabi


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09.09.2008 16:27
#2
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hm, ich würd mal sagen das ist typisch oppositionelles Verhalten (ohne Gewähr)

Sohnemann bekomm ich aus der "Nein-Schiene" mit entsprechender Motivation.

Ich denken mal ihn wird wenig interessieren wie DU das Anti-Aggressionstraining findest
viel wichtiger wäre zu erfahren, wie ER darüber denkt,warum er nicht will, was IHM das bringen könnte, aus seiner sicht, wie ER anhand solch eines trainings profitieren könnte, auch wieder aus seiner einschätzung, sichtweise.
ER selbst hat doch bestimmt situationen vor Augen, bei denen es ihm im Nachhinein leid getan hat, das er geflippt ist

Wenn er begründet mit er kann es nicht aushalten bis 16 uhr, dann solltet ihr gemeinsam überlegen wo und wie ihr auszeiten einbauen könnt und dies dann mit der Schule in die diskussion bringen.
Es gibt viele Kids die mal ne auszeit benötigen.
in der schule meines sohnes gibt es dafür sogar einen extra raum, das sogenannte vogelnest, das bei bedarf von einer Pädagogin betreut wird.

Ich würd bei meinem sohn hinterfragen, warum es so ist wie es ist, und ob das veränderbar ist oder nicht.... fragen wie er es sich vorstellen kann, was man verändern muß, das er kann.
Und dann aber auch einfordern.

Das sind mal meine Überlegungen.

Lg Mel


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11.09.2008 10:47
#3
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Hallo Gabi,

in unserer Familie laufen einige "Bitte-keine-Veränderung"-Menschen herum, unsere Psychologin sagt, das sei ADS-typisch.

Bekanntlich brauchen ADS'ler einen überschaubaren Tagesablauf, klare Strukturen, feste Regeln.

Und dann soll sich plötzlich der Stundenplan ändern - nein, das geht nicht.

Dazu soll dein Sohn auch noch sooooo lange außer Haus sein ? Das überschaut er nicht. Klar verweigert er. Er sieht einen unüberwindlichen Berg vor sich und verkriecht sich noch mehr ins Bett.

Natürlich kann man ihm das nicht durchgehen lassen, aber vielleicht hilft ihm, dass du Verständnis dafür zeigst, vielleicht kannst du ihn am Anfang von der Schule abholen, damit er etwas früher daheim ist als wenn er mit dem Bus fährt, oder vielleicht siehst du sonst noch eine Möglichkeit, ihm den langen Tag zu erleichtern. Der Rest ist leider "böses" Schubsen, das ist sehr schwer *seufz*.

Übrigens bin ich zwar nach außen hin unauffällig *ggg*, aber mich bringt schon eine kleine Umleitung in vertrautem Gebiet aus dem Konzept, ich neige dazu, immer dieselben Wege mit den Hunden zu gehen, außergewöhnliche Termine stressen mich, auch wenn man mir das alles nicht anmerkt , und so weiter, und so weiter.

Viele Grüße
Mandelkern


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11.09.2008 19:13
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#4
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Hallo Mandelkern,

ja genau so ist es auch bei ihm.Er hat morgens so seinen Rytmus.Alles läuft jedes mal gleich ab.
Wenn er so wie heute morgen mal etwas später aufgestanden ist,dann läuft alles auf die letzte Minute.
Ich bibbere dann jedes mal mit ,das er den Schulbus noch bekommt.
Ohweh ich sage zu ihm ,er solle mal auf die Uhr schaun,dann wird er ganz grantig und meint :"Reg mich nicht auf."
Ich glaube ich stelle die Uhren morgen früh bevor er aufsteht mal wieder etwas vor.Aber ich muß auch vorher an seine Armband Uhr kommen,sonst nützt es nix.

Alles nicht so einfach.
Weiß noch nicht wie ich es mit dem langen Tag in der Schule mache.Hatte auch schon dran gedacht ihn mit meiner Tochter dort abzuholen.Ob das klappt wei´ß ich noch nicht.

LG Gabi


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12.09.2008 21:27
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#5
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Hallo Gabi,

ich gehöre auch zu den Menschen die Veränderungen gar nicht leiden können.
Jede Veränderung von außen stößt die gewohnten Abläufe um, der bisher klar überschaubare Tagesablauf
verliert seine Gültigkeit und ich verliere all meine Sicherheiten.
So wie Mandelkern es beschreibt


Zitat von Mandelkern

mich bringt schon eine kleine Umleitung in vertrautem Gebiet aus dem Konzept, ich neige dazu, immer dieselben Wege mit den Hunden zu gehen, außergewöhnliche Termine stressen mich, auch wenn man mir das alles nicht anmerkt , und so weiter, und so weiter.


LG, Tonks


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12.09.2008 21:44 (zuletzt bearbeitet: 12.09.2008 22:05)
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#6
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Guten Abend Gabi,

wie die anderen schon geschrieben haben geht es uns allen ja mehr oder weniger so, dass uns plötzliche Veränderungen aus der Bahn werfen. Doch, wie wir auch alle wissen, müssen wir im "Erwachsenen-Leben" nunmal damit leben und klarkommen. Gleichzeitig haben aber gerade wir das größte Verständnis für unsere Kiddis, stimmts? Wenn nicht wir, wer denn dann? Und doch schlagen wir uns alle mit den gleichen Sörgelies herum. Denn, bei uns ist es zur Zeit auch so! Die Schule hatte vor zwei Wochen wieder begonnen und wir sind noch nicht im neuen Rythmus. Höhere Klasse - mehr Stunden - andere Buszeiten - ... Die erste Woche habe ich komplett verkürzt gearbeitet und sie jeden Tag abgeholt. Obwohl sie an zwei Tagen jeweils eine Stunde später hat, fährt sie jeden Tag zur gleichen Zeit mit dem Schulbus und geht dann in den Frühhort. Die Nachmittage (AG-Besuche usw.) haben wir diese Woche versucht zu gestalten (mit viel tam tam)! Das wird sich wohl alles erst bis zu den Oktoberferien einspielen. Am meisten bin ich traurig, dass wir auch gerade diese verdammte NEIN-PHASE wieder haben (ach, war es in den Ferien schööööön!) und immer wenn ich sie dann genügend "motivieren" (wenn ich sage wir machen das jetzt, dann gibt es JETZT keine Diskussion mehr!) konnte, sagt sie hinterher: "Ach Mami, du bist doch die Beste!"
Gibt es ein schöneres Danke?
Will also mit vielen Worten wiedermal wenig sagen, nämlich: Mach es doch einfach, hole ihn mit Deinem Töchting ab. Wenn es Theater gibt, dann muss er eben mit dem Bus kommen, oder er "reißt-sich-zusammen" und hält Schwesterchen aus!

Hat´s mit der Armbanduhr geklappt? Mach ich übrigens auch so ähnlich!

LG Silka
2008 - es wird kein Stress gemacht!

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