Wird Ritalin in USA vom Markt genommen?

23.02.2006 16:22
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#1
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Ich habe ein Gerücht gehört, dass Ritalin in den USA angeblich vom Markt genommen wird, weil es Herzkammerflimmern auslösen soll. Kann jemand von euch das bestätigen oder wiederlegen
Ich habe bisher keinerlei Informationen auftreiben können, die das Gerücht näher beleuchten würden. Möglicherweise ist nur Ritalin betroffen und nicht Methylphenidat-Präparate an sich, oder es geht um wenige Einzelfälle, bei denen das Problem aufgetreten ist.
Vielleicht trifft das Gerücht aber auch gar nicht zu und das ist alles Mumpitz.

Weiß jemand Näheres? Bitte antworten!!!


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Ach, die Welt ist ungerecht.
Dir gehts gut und mir gehts schlecht.
Wär' die Welt doch nur gerechter,
Dann gings mir besser und Dir schlechter.
(Manfred Rommel)


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23.02.2006 16:51
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#2
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Hallo Carsten,

das Gerücht stimmt natürlich nicht. In den USA ist vielmehr gerade eine Diskussion darüber entflammt, ob in den Beipack-Zettel von MPH-Präparaten eine sogenannte "Black-Box-Warnung" aufgenommen werden soll, die davor warnt, dass Methylphenidat zu einer Erhöhung des Blutdrucks führen kann, was bei Menschen mit hohem Blutdruck, Angina Pectoris oder sonstigen pathologischen Herz-Kreislaufproblemen ein Risiko für Gesundheitsschäden bis hin zu Todesfällen in sich birgt. Die Aufnahme vorbesagter Warnung wurde von einem Beratergremium der FDA auf Initiative eines Mitgliedes, der Kardiologie ist, nach einem Abstimmungsergebnis von 8 zu 7 bei einer Enthaltung empfohlen. Wie man sieht, war die Entscheidung nicht unumstritten. Aber ob die FDA, deren Sprecher sich bereits skeptisch zu dieser Entscheidung geäußert hat, dieser Empfehlung folgen wird (sie ist nicht dazu verpflichtet), ist noch nicht klar. Es steht nämlich in den Beipackzetteln der betreffenden Präparate schon lange drin, dass krankhaft erhöhter Blutdruck, Angina Pectoris und Herzrhytmusstörungen absolute Kontraindikationen für die Einnahme von Methylphenidat sind.

Worum es genau genau geht, und warum, kann man auf folgender Website nachlesen: http://www.fdaadvisorycommittee.com/FDC/...Committees/Drug+Safety+and+Risk+Mgmt/020906_ADHD/020906_ADHD-R.htm

Ich halte deshalb das genannte Gerücht tatsächlich für Mumpitz.

Gruß
Mike T.


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23.02.2006 16:54
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#3
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Jetzt hat der Link nicht gefunzt. Deshalb probiere ich's nochmal und hoffe, dass es diesmal klappt:

http://www.fdaadvisorycommittee.com/FDC/...Committees/Drug+Safety+and+Risk+Mgmt/020906_ADHD/020906_ADHD-R.htm

Mike T.


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23.02.2006 17:02
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#4
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Komisch, wenn ich den Link in den Text hineinkopiere, dann erscheint er vollständig und richtig. Wenn ich das Posting aber versende, erscheint der Link anschließend unvollständig und funktioniert nicht. Jetzt probiere ich's mal mit von Hand reinschreiben, mal sehen, ob es dann klappt:

http://www.fdaadvisorycommittee.com/FDC/...Committees/Drug+Safety+and+Risk+Mgmt/020906_ADHD/020906_ADHD-R.htm

Mike t.


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23.02.2006 17:14
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#5
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Link hat auch nach manueller Eingabe nicht geklappt. Aber kein Problem (hoffe ich diesmal): Einfach die Homepage des FDA Advisory Committee anklicken - http://www.fdaadvisorycommittee.com - und dann aus den dort aufgelisteten Posting-Themen folgendes anklicken:

ADHD Drug Medication Guide on Potential Cardiac Risks Recommenden by the Committe.

Mike T.


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23.02.2006 17:54
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#6
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( Gast )

Danke Mike, für die prompte Antwort. Hatte mir schon gedacht dass das wieder mal Quatsch ist.
Im Beipackzettel steht ja schon von Anfang an drin, dass Hypertoniepatienten das Medikament nicht nehmen dürfen.
Wenn es dann doch einer macht, und entsprechende Symptome sich bemerkbar machen, wird gleich wieder die Medientrommel gerührt und Methylphenidat verantwortlich gemacht, ohne zu beachten, dass man mit Methylphenidat schon seit über 50 Jahren Erfahrungen geasmmelt hat und das mit Millionen von Menschen.
Da hat man es als Betroffener manchmal echt schwer, die eigene Position zu behaupten.


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(Manfred Rommel)


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