Wie rede ich mit einem Lehrer?

01.03.2006 16:32
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Hallo ihr,

ich bin gerade mal wieder völlig angestresst...
Meine Tochter hat schon wieder so große Probleme in der Schule, und ich weiss langsam
überhaupt nicht mehr wie ich mich verhalten soll.
Sie hat beim Kinderarzt einen IQ- und einen Hausaufgaben-Stress-Test gemacht, und die natürlich mit Bravour hingelegt ("sie kann ja, wenn sie will.." O-Ton Ärztin) Die genaue Auswertung bekomme ich noch in zwei Wochen, aber nun ist die Ärztin natürlich geneigt, die Fehler bei den Lehrern zu suchen und will diesbezüglich die Lehrerin anrufen, damit meine Tochter eine "Sonderbehandlung" bekommt. Das will ich sehen, wie
sie das schaffen soll bei 28 Kindern in der Klasse.

In der Schule wächst ihr nichtsdestotrotz mal wieder alles über den Kopf,
sie hat ihr Hausaufgabenheft verbummelt, ihre Mathearbeit vergeigt, usw.
Nun hat die Lehrerin ihr verboten ein anderes Hausaufgabenheft zu benutzen, jetzt mal
ehrlich das ist doch Schikane, oder nicht? Wie soll sie sich denn das alles im Kopf
merken, wenn sie kaum noch weiss, in welchem Fach sie etwas aufhatte.

Bei der Mathelehrerin darf sie nicht in ihr Buch schreiben, weil ich mich erdreistet habe, das nicht von der Schule zu leihen, sondern eines zu kaufen. Mathearbeiten werden
auch generell nicht angekündigt, und dann bekommt sie von der Lehrerin gesagt, dass sie
zu unsauber schreibt und sie fängt natürlich an die Zahlen zu malen, und schafft die Arbeit dann nicht, was mal wieder in einer Fünf resultierte.

Ich kann mich den Lehrern anscheinend nicht verständlich machen, und mittlerweile fühle
ich mich so schikaniert und bombardiert mit lächerlichen Vorschriften, dass ich gar kein Gespräch mit denen führen kann, weil mir sonst echt der Hals platzen würde.
Ich verkehre inzwischen nur noch schriftlich über Hausaufgabenhefte (die meine Tochter nicht benutzen darf) und über Bücher ( in die meine Tochter nicht schreiben darf).
Ich glaube, wenn die Kinderärtzin da nun anruft, haben wir endgültig verloren.

Ich weiss gar nicht mehr, was ich nun machen soll...

Liebe Grüße
maijana


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02.03.2006 13:48
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#2
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Hallo maijana,

ich hoffe es geht dir heute schon wieder etwas besser. An manchen Tagen ist man halt weniger belastbar als sonst, aber das wird schon wieder. Das Problem mit der Schule kenne ich. Aber es ist sehr wichtig mit den Lehrern zusammenzuarbeiten. Schließlich sind unsere Kinder einige Stunden am Tag unter ihrer Obhut und sie tragen einen großen Teil zu ihrer Entwicklung bei. Deshalb geht es meiner Meinung nach nur gemeinsam mit Eltern und Lehrern, um unseren Kindern, die Schule etwas angenehmer zu gestalten, denn erst hier entsteht der Stress und Leistungsdruck.
Ich versteh nur in deinem Fall die Lehrerin nicht. Wenn ein Heft verloren geht, dann gibt es ein neues. Ganz einfach. Falls es da weiterhin Probleme gibt, schlag deiner Tochter vor, die Hausaufgaben zusätzlich im Heft zu kennzeichnen - mit einem extra Hausaufgabenstift. Das machen wir auch so, das klappt prima. Falls mein Sohn vergißt es einzutragen, schauen wir im Heft nach. Wir wissen ja ungefähr, auf welcher Seite sie gerade arbeiten.
Sprich noch einmal mit der Lehrerin ganz sachlich und in Ruhe. Erkläre ihr, warum deine Tochter das tut. Das es keine Absicht ist, um sie vielleicht zu ärgern. Ich hab die Erfahrung gemacht, das man über alles reden kann. Mach ihr ein paar Vorschläge, was sie tun kann, um deiner Tochter zu helfen. Ich habe seiner Lehrerin Informationsmaterial von der Kinderärztin über ADS-Kinder mitgegeben. Neulich sagte sie mir, dass sie nun einige Dinge besser verstehen kann. Schalte nicht auf stur, das hilft keinem, und am wenigsten deiner Tochter. Auch wenn es schwer fällt, spring über deinen eigenen Schatten, und versuchs mit einem neuen Gespräch. Kann sein dass deine Befürchtungen gar nicht zutreffen und ein Anruf der Kinderärztin sogar sehr positiv sein kann. Unsere Psychologin hat auch schon mit der Klassenlehrerin gesprochen. Als ich in dieser Woche mit ihr telefonierte, sagte sie mir, dass die Lehrerin sehr aufgeschlossen sei und bereit ist uns zu unterstützen. Es kann also hilfreich sein. Steck den Kopf nicht in den Sand - du schaffst das.

Melde dich mal, wie es dir ergangen ist.
Grüße stubbe


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03.03.2006 13:44
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Hallo Stubbe,

vielen Dank fürs Mut machen, aber ich fürchte, da ist bei mir mittlerweile Hopfen und
Malz verloren.
Die beiden Lehrerinnen, die Ärger machen, sind schon jenseits von Gut und Böse und ich hab das Gefühl, die sitzen da nur noch ihre letzten zwei Jahre ab.
Die Eine glaubt generell nicht an Ads, und die Andere ist eine abgeschobene OS-Lehrerin,
die mit Grundschulkindern überhaupt keine Erfahrung hat, und da erstmal ihre Konzentration drauf lenkt. Ich hatte mit beiden schon mehrere Gespräche, die Mathelehrerin hat mir ins Gesicht gesagt, meine Tochter wäre faul und unmotiviert.
Bitte, wie soll man da ruhig bleiben. Demotiviert würde es eher treffen, bei einem Förderlehrer kann sie Mathe nämlich durchaus.

Wir haben uns die Tage im chat (wolltest du nicht auch dahin kommen?) darüber unterhalten, ich bin jetzt auch wieder ruhiger, und werde das demnächst alles ganz anders angehen. Nichtsdestotrotz reichts mir hier in diesem Kuhkaff, wo keiner über seine eigene Nasenspitze hinausblickt und ich hab mich nun definitiv zu einem Umzug entschlossen. Bis dahin heisst es eben Zähne zusammenbeissen...

Hast du dieses Zappelin denn nun ausprobiert?

Liebe Grüße maijana



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03.03.2006 18:53
#4
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hey maijana...was,wie,wo Hopfen und Malz verloren???
Bevor es soweit kommt,treffen wir uns lieber wieder im chat und schmieden neue "Auflauer-Pläne" mit "weißer-Hai-Musik" im Hintergrund.... (du weisst was ich meine,oder?)


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