Hausaufgabenstress

27.01.2009 14:44
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#1
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Hallo,
habt ihr mit euren Kids auch solche Probleme mit den Hausaufgaben?In der Grundschule war´s ja noch in Ordnung.Da hat er sie jeden Mittag brav gemacht,bis er fertig war.
Aber jetzt ist er 14 und es klappt überhaubt nix mehr.Seit er aus der Grundschule raus ist macht er so ein Theater.
Wenn ich ihm sage,mach deine Hausaufgaben,kommt von ihm nur mach ich heute Abend.Naja,und Abends gibt es dann nur Stress,weil er nicht mehr aufnahmefähig ist.Entweder hat er sie dann halb oder gar nicht.Würde ich ihm sagen, gut dann kommst du nicht raus.Lach,,,,,,bei der nächsten Gelegenheit wäre er doch weg.Außerdem könnte ich ihn auch nicht mehr bändigen,er ist viel kräftiger.
Weiß jemand einen Rat, wie man es machen könnte???
Mit welchen Tricks habt ihr gehandelt???
Warum merkt er es nicht selber,das es besser wäre das Thema Hausaufgaben direkt zu erledigen???
Also ich war früher immer froh,wenn ich schnellstens damit fertig war.
Auf eure Antwort würde ich mich freuen.

LG Gabi


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27.01.2009 16:21
#2
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Hallo Gabi,

das verschieben der Hausaufgaben gibts bei uns grundsätzlich nicht, gabs noch nie und wird es auch nie geben.
Denn ich weiß das jede Ausnahme gleich versucht wird zur neuen Regel umzufunktionieren.
Bei uns ist seit jeher um 14 Uhr Hausaufgabenzeit ohne wenn und aber.
Und da rück ich auch keinen Milimeter von ab.
Ebenso bleibt er so lange dran bis sie erledigt sind ebenfalls ohne wenn und aber, denn man kann so toll die Hausaufgabenzeit absitzen und eigentlich doch gar nix tun.
Das dies funktioniert macht zur Bedingung das ich je nach Tagesverfassung daneben sitze, oder mich zumindest im selben Raum aufhalte.

Für mich stellt sich die Frage warum ihr eurer Regel "untreu" geworden seid.
Hattet ihr diesbezüglich denn eine Regel?

Ich finde es immer schwierig gerade wenn die Kids mal ein gewisses Alter haben den spieß noch rumzudrehen.Noch schlimmer wenn sich sowas bereits seit längerem eingeschleift hat.

Auch mein Sohn würde für sich keinerlei Notwendigkeit bzw. auch nur annähernd einen Grund sehen, das eingeschleifte zu verändern.
Hat doch bisher auch so gut geklappt, warum dann ändern?
Und Einsicht? Für Argumente der Mama zugänglich?
Ha... schön wärs.
Selber merken?
Womöglich noch dann wenn die Medies nicht mehr wirken
Ne geht nicht,allein von meiner Störungsbildkenntniss her kann ich mir das nicht vorstellen.
Das wäre das erste Mal bei einem pubertierenden ADHS-ler von dem mir sowas berichtet würde.

Das ist mit ADHS eh schon kaum möglich aber bei ADHS in der Pubertät ist das (so empfinde ich das zumindest) nahezu unmöglich.
Ich habe da ehrlich gesagt meine Zweifel ob Mama allein das überhaupt hingebogen bekommt.
Bei uns hilfts oftmals noch, wenn das männliche Vorbild (also Papa) sich einklinkt und klar sagt was Sache ist.

Entsprechend würde ich mir Hilfe / Unterstützung holen und zwar von denen die diese anforderung an deinen Sohn stellen.
Ich würde konkret die Schule kontaktieren und das Problem gemeinsam angehen.
die Schule sollte eine klare Konsequenz aufzeigen, was passiert wenn die Hausaufgaben nicht erledigt sind.

Spontan fällt mir ein nach Schulschluß nacharbeiten.

Leider nicht all zu viele Ideen, sorry.


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27.01.2009 17:42
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#3
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Hallo Gabi,

wir kennen das Problem nur zu gut.
Jahrelang haben wir das so gehandhabt wie Mel und sind nicht davon abgerückt, dass HA erledigt sein müssen, bevor er raus darf. Leider wurde Sohni dann oft so bockig, dass es ruck zuck 16:30 oder 17:00 Uhr wurde....
So mit 13 hat er dann leider immer öfter einfach behauptet, keine Hausis zu haben, keine Klassenarbeitstermine zu kennen usw. Er hat auch immer wieder probiert, ohne Erlaubnis das Haus zu verlassen. Ne zeitlang hat's geholfen, dass ich mich mit einem Stuhl zeitungslesend vor die Haustüre gesetzt hab und geduldig gewartet hab, bis er mit den Hausis weitergemacht hat, egal wie lange es gedauert hat. Hab immer gehofft, dass irgendwann dann ja doch noch eine gewisse Vernunft einsetzt. Leider war die Pubertät aber schneller und heftiger da....

Nächster Versuch war dann ein schriftlicher Vertrag. Er verpflichtete sich, 2x pro Woche für eine Stunde zu einer guten Bekannten zu gehen und dort Hausis machen, an den anderen Wochentagen zu Hause nach dem Mittagessen 1,5 Stunden alleine und ohne die verhasste elterliche Kontrolle - sozusagen in Eigenverantwortung. In diese Richtung würde ich es an deiner Stelle probieren. Es soll Kinder geben, bei denen das nach einiger Zeit funktioniert!!!!

Aber kalkuliere vorsichtshalber auch ein, dass es Kinder/Jugendliche gibt, die sich durch nichts mehr lenken lassen, auch nicht, wenn du noch so konsequent bist.....

Tja, mehr kann ich dazu leider auch nicht sagen.

Gruß
Elke


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27.01.2009 22:26
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#4
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Hallo alle zusammen,

sind ja mal wieder keine guten Neuigkeiten, die Ihr da schreibt, denn wir haben ja diesen Stress schon jetzt jeden Tag mit unserer 9jährigen in der 4. KLasse. Was soll dann also erst in der Pupertät werden? Oh jeh!
Wir haben auch eine feste Regel. Unser Kiddi kommt gegen 15:00 mit dem Bus aus dem Hort. Dort wurde schon ein Teil erledigt. Der Rest geht ab um 4 zu Hause weiter, weil ich ihr erstmal eine gewisse Zeit "Entspannung" eingeräumt habe. Davon geht noch 1/4 h gemeinsames Kaffeetrinken ab, aber ohne das Thema Schule auch nur anzuschneiden. So weit so gut. Und da werden die Regeln auch schön eingehalten. Aber sobald Mami das Wort "Hausis" oder "Ranzen auspacken" auch nur erwähnt ... na, habt Ihr ja oben schon gelesen.
Und das JEDEN TAG!!! Obwohl die eigentlichen Hausis meist nur 1/4 Stunde dauern. Dann noch zusätzlich etwas üben, geht meist gar nicht mehr.
Aber, wenn sie mal irgend etwas gut gemacht hat, dann kommt sie neuerdings gleich mit Forderungen, wie: Ich war doch lieb?! Bekomm ich dafür ein Pokemon? Häh??? Hab ich den Goldesel auf dem Hof stehen?

Schriftliche Verträge haben wir auch. Mama hilft nur, wenn sie darum gebeten wird! Hmm!!! Ganz ehrlich: Der Vertrag ging natürlich nach hinten los! Den würde ich liebend gern wieder außer Kraft setzen!!!
Also: Genau überlegen, wie man das formuliert! Funktioniert aber, so kann man ja auch Belohnungen vereinbaren!

LG Silka

Ich fühle, das Kleinigkeiten die Summe des Lebens ausmachen!!!

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28.01.2009 08:29
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#5
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Hallo Gabi,

wir haben das Hausaufgabendrama schon seit der ersten Klasse, nö, wir haben nix auf, oder hab ich schon in der Schule erledigt, ich kann das nicht, ich will das nicht, ich hab mein Heft vergessen. Nach vier Jahren, wo die Lehrerin es mittlerweile aufgegeben hat, mich über fehlende Hausaufgaben oder Materialien zu informieren, kam für uns nur eine Schule in Frage, wo es ne Hausaufgabenbetreuung gibt, respektive die Lehrer nachmittags Unterricht abhalten. (Daheim mal Vokabeln üben macht Töchterchen natürlich trotzdem nicht )

Meine Freundin hat für ihren Sohn (13) eine Art Hausaufgabengruppe angeleiert, da seine beiden besten Freunde genau solche Schluris sind. Die treffen sich also dreimal die Woche immer bei einem anderen Elternteil, die das dann auch mehr oder minder kontrollieren, und erst wenn alles erledigt ist, dürfen die Kids, ähm chillen. ;-)
Voraussetzung ist natürlich, dass die Eltern da an einem Strang ziehen und regelmäßig die Lehrer kontaktieren, ob denn nun auch wirklich alles erledigt wurde. Das hat auch ca. ein halbes Jahr gedauert, aber jetzt läuft das wohl richtig gut.

Liebe Grüße Maijana


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28.01.2009 09:58
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#6
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Hallo maijana,
das ist ja echt ne tolle Idee mit der Hausaufgabengruppe.Aber bei uns ist das schwierig,weil er eigendlich nur 1 Freund hat.Der macht wohl auch nur seine Hausaufgaben gegen Abend,weil er nach der Schule erst etwas Ruhe braucht und auch auf eine andere Schule geht.
Anstonsten wäre das ne gute Idee.
Ja so eine hausaufgabenbetreuung gabs hier in der Grundschule auch,aber nur die Kinder waren darin,deren Eltern länger arbeiten mußten.Da ich nicht berufstätig bin,traf es für meinen Sohn nicht zu.

LG Gabi


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28.01.2009 14:02
#7
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Hallo Gabi!
Unser Sohn wird 14. Bei uns gilt die Regel:"Löffel aus dem Mund - ran an die Hausis!!" - Wenn er sich erstmal in sein Zimmer zurückgezogen hat, und dort was spielt, bastelt oder baut, bekomme ich ihn den Rest des Nachmittags nicht mehr weg.
Es ist sogar schwierig,erst um 14.00 Uhr zu beginnen. Hat vielleicht auch mit den Medis zu tun, die nachher nicht mehr so wirken, ...
Heuer klappte es einigemaßen gut, da er nächstes Jahr in eine weiterführende Schule gehen will, die gewisse Anforderungen bezüglich Zeugnisnoten hat.
Da war er dann doch teilweise motiviert. Jetzt sieht es so aus, als hätte er es geschafft, hinein zu kommen.
Hat mich aber ganz viel Kraft, Nerven und Konsequenz gekostet. Um Weihnachten herum dachte ich, ich schaffe es nicht mehr bis zum Zeugnis.
Natürlich muss ich oft streiten, damit er Hü macht, aber da bin ich eisern!!! Es geht bei uns öfter auch"etwas" laut zu, wenn ich meinen und er seinen Standpunkt klärt!!

Wichtig ist für ihn auch Struktur. Ich ordne mit ihm die Hü-Sachen in kleinen Häufchen auf den Tisch und er arbeitet eines nach dem anderen ab. Alleine ist er damit halt leider noch immer überfordert!!

Liebe Grüße von
rapunzel


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28.01.2009 18:18
#8
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Wie ist er denn am Nachmittag mit Medis versorgt ( wenn er Medis bekommt)...vielleicht braucht er noch etwas "Anschub"
Könntest du für ihn eine "Hausaufgabenbetreuung" organisieren ?(Nachbarn,Freunde,Bekannte,Verwandte, Studenten)

der selber einen Freund einladen, der mit ihm dann bei euch Hausis macht...??
Ich weiß, eine leidge Sache.
Seit mein Sohn an einer privaten Schule mit begleitender Hausaufgabenbetreuung ist, habe ich seit 1 1/2 Jahren keine Hausis mehr gemacht ..JUCHUUUU
Gruß
gornisch


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28.01.2009 22:18
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#9
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Hallöchen Gabi,

da haben wir wieder einmal die Ungerechtigkeit in unserem System. Warum dürfen denn die Kinder nicht in der Nachmittagsbetreuung bleiben, nur weil ein Elternteil nicht so lange arbeitet? Ich weiß, bei uns im "Osten" sind noch größtenteils die "alten" Strukturen verbreitet, also Nachmittags Hort oder nach "Ossi-meinung" neudeutsch: Ganztagsschule, aber es ist schon erschreckend, nach welchen Kriterien die Kinder sortiert werden.
Ich wohne in einer ländlichen Gegend und da sind viele Großeltern mit bei den Familien, also meistens mehrere Generationen auf einem Gehöft, deshalb ist unser Kiddi in der 4. Klasse schon eine von den "Großen" im Hort. Ich glaube auch deshalb läuft es, trotz hoher Lautstärke, im Hort auch ganz gut. Außerdem geht noch ein Junge aus ihrer Klasse mit in den Hort und von dem schaut sie sich immer ab, was alles auf ist. Doch ab 5. Klasse wird es dann auch bei uns anders. Mir grauts davor. Ich kann nur hoffen, dass ich unser Kiddi überreden kann weiter in den Hort zu gehen (bis 6. Klasse ist es möglich), denn ich will irgendwann auch mal wieder Vollzeit arbeiten gehen.
Es wäre doch so vieles einfacher, wenn der Gesetzgeber mehr an den Nachwuchs denken würde!
Das mit der Hausaufgabengruppe ist natürlich gut, doch umso älter die Kiddis werden, um so schwerer wird die ganze Motivation. Vorallem, wie will man dies den Normalos erklären, dass unsere Kiddis die Hilfe notwendig haben!!!
LG Silka

Ich fühle, das Kleinigkeiten die Summe des Lebens ausmachen!!!

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02.02.2009 11:38 (zuletzt bearbeitet: 02.02.2009 11:39)
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#10
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Hallo Gabi,

diese täglichen Kämpfe sind sehr kräftezehrend! Sicher graut Dir davor schon, wenn Du abends im Bett liegst Ich habe zwar noch keine Teenies, aber mein großer Sohn (kein ADHS-Kind) ist in einer Therapiegruppe. Und einmal im Monat treffen sich alle Eltern der Kinder (von 6 bis 16 Jahre alt) und besprechen div. Problemfälle.

Darunter war letztes Mal auch eine Mama die ähnliche Probleme mit ihrer Tochter hat. Ihre 15-jährige Tochte beginnt um zwei mit den Hausis und muss solange sitzen, bis sie fertig ist. Kommt oft vor, dass das bis sieben Uhr abends geht. Die Mutter hat noch zwei jüngere Kinder und die Familie wird dann jeden Tag nachmittags von der Großen in Anspruch genommen. Sie verbreitet schlechte Laune, weil sie keinen Bock hat auf Hausis, sie kommt nicht weiter, sie nimmt ihre Medis und wartet dann nochmal eine Weile, muss mal was trinken, auf Toilette, eine Freundin ruft an usw...., somit vergehen also die Stunden und die Hausis werden aufgeschoben.

Nun hat der Therapeut gefragt, wieso sich die Mutter denn so verrückt macht? Ihre Tochte muss trotz ADHS Verantwortung für sich selbst übernehmen!!! Es sind nicht die Hausaufgaben der Mutter sondern der Tochter. Und wenn diese meint, sich hat keine Lust, dann muss sie eben die Konsequenzen tragen! Er hat vorgeschlagen, sie solle mit der Klassenlehrerin sprechen, einen gemeinsamen Weg finden. Also wurde festgelegt, dass die Tochter von 14 Uhr bis 16 Uhr Zeit hat, ihre Hausis zu erledigen. Sind diese komplett, kann sie nochwas mit ihren Mädls unternehmen. Sind sie unvollständig ist diese Option weg und sie muss sich am Tag darauf mit der Lehrerin auseinandersetzen und ggf. länger in der Schule bleiben. Die Regeln wurden besprochen, festgesetzt (schriftlich) und wie ich gestern erfahren habe, greift dieses Konzept. Natürlich ist jeder Mensch anders, jedes ADHS ist anders, aber viell. kannst Du einen ähnlichen Weg für Deinen Sohn und Dich finden, damit ihr harmonischer wieder miteinander umgehen könnt??

Liebe Grüße
Jacqueline

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