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Dieses Thema hat 10 Antworten
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 ADHS Selbsthilfe für Eltern - 2013, 2012, 2011
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Mandelkern Offline



Beiträge: 2.567

25.01.2012 09:57
Viele Fehlzeiten in der Schule Antworten

Guten Tag zusammen,

bei Mitteltochter geht mal wieder alles abwärts .

Sie geht jetzt in die 9. Klasse eines städtischen Gymnasiums. Dort war von Anfang an klar, dass es schwierig werden würde, die Vorgeschichte ist bekannt (ADS-Träumertyp, HB, Verdacht auf Asperger, über 2,5 Jahre vorher keine normale Beschulung möglich), aber die damalige Schulleiterin und die Klassenlehrerin in Klasse 5 und 6 waren sehr bemüht um sie. Weil ein Schultag aufgrund der großen Klassen, der lauten Umgebung und ihrer eigenen ständigen inneren Anspannung für sie extrem anstrengend ist, wurde problemlos akzeptiert, dass sie hohe Fehlzeiten hatte, oft den Nachmittagsunterricht nicht mehr besuchen konnte und phasenweise nur noch stundenweise zur Schule ging.

In Klasse 7 wurde es schwierig mit der Akzeptanz durch die Lehrer, die Schulleitung wechselte (seeeehr zum negativen - für diese Dame gibt es "dieses ADHS" "eigentlich nicht, oder zumindest nicht so, wie andeuernd behauptet"...), aber die letzte Klassenlehrerin wirkte noch nach, redete immer wieder mit den neuen Lehrern, so dass es irgendwie ging. In Klasse 8, also letztes Jahr, setzte dann die Schulleiterin zum offensiven Kampf gegen Mitteltochter an. Sie habe zu viele Fehlzeiten, man könne sie mündlich nicht bewerten, sie hatte nicht alle Noten zusammen aufgrund der Fehlzeiten, sie müsse auf eine Spezialschule (welche, konnte man uns auch nicht sagen), die Versetzung sei gefährdet (-> Mitteltochter drehte völlig durch ), und so weiter. Wir haben uns den Mund fusselig geredet, mußten aktuelle Aussagen der Psychologin bringen, Mitteltochter ging es dadurch natürlich immer schlechter.

Jetzt geht es wieder gar nicht. Die alte Klassenlehrerin ist in Pension, schon seit letzten Jahr, da hat sie sich sogar aus ihrer Freizeit heraus mit der Schule in Verbindung gesetzt, um Mitteltochter zu helfen, aber das möchte ich jetzt wirklich nicht mehr in Anspruch nehmen. Der Druck durch die Lehrer wird immer größer, sie verstehen die Problematik nicht, oder wollen (oder dürfen) einfach nicht verstehen. Der ganz junge Klassenlehrer ist wirklich bemüht, aber ich fürchte, da ist nichts mehr zu retten.

Unsere Ärztin hatte sie erst jetzt für eine Woche offiziell krankgeschrieben, damit wir einen "amtlichen" Wisch haben, jetzt ist Mitteltochter nach zwei Tagen schon wieder daheim, nichts geht mehr . Es fehlen mindestens drei Klassenarbeiten, gestern hat die Lateinlehrerin ihr regelrecht gedroht, wenn sie heute nicht zum Nachschreiben käme, dann gebe es Ärger (oder so irgendwie). Tochter kam heulend vor Zorn und Angst heim....

Was passiert denn, wenn die Krankheitstage so hoch sind ? Meiner anderen Tochter (ja, alle meine Kinder sind schwierig )wurde damals eine amtsärztliche Untersuchung angedroht, aber so weit kam es nicht, weil sie sich wieder gerappelt hat (da ging es aber um weit weniger Fehltage, und sie ist ein viel, viel "leichterer Fall"). Alle Fehltage von Mitteltochter sind natürlich entschuldigt, es gibt keinerlei unentschuldigtes Fehlen.

Was kann ich nur tun ? Wie läuft es mit den Kindern, die länger daheim sind ? Diese Fälle gibt es doch auch hier im Forum immer wieder. Die Mininotschule existiert ja leider nicht mehr .

Erschöpfte Grüße
Mandelkern

mama4kids Offline



Beiträge: 633

25.01.2012 11:29
#2 RE: Viele Fehlzeiten in der Schule Antworten

Liebe Mandel,

wenn es sooo schlecht läuft, ist ja eine Eskalation vorprogrammiert, zumal im G8, also würde ich schnell handeln:

Du kannst Tochter krankschreiben lassen bis zum Schuljahresende (wahrscheinlich geht es immer 14-tage-weise mit Arztbesuch). Das ärztliche Attest muss KEINE Begründung enthalten, das fällt unter die ärztliche Schweigepflicht. Die Beschulung wäre dann durchgehend bis zum Sommer-Zeugnis, in dem zwar steht, dass eine Benotung aufgrund der Fehlzeiten nicht möglich sei, aber der Vorteil ist, dass es keine Lücke im Lebenslauf gibt. Bei späteren Fragen kann man immer noch auf die Gründe hinweisen, wenn es erforderlich ist.

Im gleichen Zug kannst Du eine Anmeldung bei einer Realschule anstreben, das gibt Deiner Tochter Luft und Euch allen Entspannung. Selbst wenn die Klassen dort genauso groß/laut/... sind, kann sie das durch die HB (und gute Ohrstöpsel - frag mich bei Bedarf)kompensieren. Und zumindest aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ein guter Realschulabschluß eine gute Voraussetzung für alles weitere ist. Bei uns gibt es in einem ganz ähnlichen Fall inzwischen "blühendes Leben" und demnächst einen super Abschluß Fachhochschule!

Mitfühlende Grüße
mama4kids

ferrano Offline



Beiträge: 598

25.01.2012 22:55
#3 RE: Viele Fehlzeiten in der Schule Antworten

Liebe Mandel,

im zuständigen Schulamt musste ein Fachbeater adhs und oder sonderpädagogischer Dienst sein, der die
Lehrer und Schulleitung über das "Störungsbild" aufklärt, falls ihr Interesse habt an der Schule zu bleiben.
Die Schulpsychologische Beratungsstelle müsste auch zuständig sein im Sinne Beratung und Aufklärung der Leerkörper.
die Idee mit der Realschule klingt gut, weil sie sehr wahrscheinlich funktioniert und Töchti viel weniger Streß
hat und die Schule mit der halben Pobacke macht.
Nachbarstochter (Realschülerin)macht dieses Jahr ihr Abi an einer weiterführenden Schule.
Meiner Meinung nach: nix wie weg vom Gymi, die psychische Belastung verstärkt das "Störungsbild" extrem.

Falls ihr nicht wechseln wollt, das zuständige Schulamt mit einschalten und die entsprechnde
sonderpädagogische bzw. psychologische Stelle der Schulämter mitnehmen. Evtl. auch den Autismusberater.
Die Berater weisen darauf hin, dass die Regelschulen verpflichtet sind, die Kinder zu fördern bzw. sollten Lösungswege finden.

LG- Umarmung!

Uli

Mandelkern Offline



Beiträge: 2.567

10.02.2012 08:26
#4 RE: Viele Fehlzeiten in der Schule Antworten

Ihr Lieben,

danke für die Tipps und netten Worte.

Wir sind eine Runde weiter in der Abwärtsspirale .

Unsere Ärztin hat Mitteltochter erneut krankgeschrieben. Wir waren bereits auf einem Infotag der Wirtschaftsschule, es stand für uns und Tochter fest, dass sie nach diesem Schuljahr wechseln würde.

Leider kam uns die Schule zuvor: Wir sollen zum Gesundheitsamt und Tochter schulunfähig schreiben lassen. Die Schule strebt eine Einweisung in die Psychiatrie an (Tochter macht NICHTS, sie ist wirklich nur relativ ruhig, aber nicht stumm, und hat eben diese Fehlzeiten ; die Noten sind vollkommen problemlos). Das Attest der Ärztin wurde nicht anerkannt, die ganzen Berichte unserer Psychologin (die sowieso ja angeblich "sehr umstritten ist und ja offensichtlich nicht hilft, sonst wäre es ja inzwischen besser" -> ja, das ist ein Zitat) zählen nicht, wir sollen endlich zu Dr. Soundso. Der wurde uns so aufgedrängt, dass ich genötigt war, auf die freie Arztwahl hinzuweisen....

Es gab NULL Verhandlungsspielraum, im Gegenteil, laut Rektorin wird jetzt jede Sonderbehandlung eingestellt, wann immer Tochter zur Schule kommt, darf jeder Fachlehrer sie rausholen und sofort die fehlende Klassenarbeit (3 Stück) schreiben lassen. Das aber sowieso nur bis zu dem Termin beim Gesundheitsamt, bei dem sie dann ja sowieso schulunfähig geschrieben wird und nicht mehr in die Zuständigkeit dieser Schule fällt.

Gestern hat die Schulleiterin sogar bei unserer Ärztin angerufen, das Attest bemängelt und sie versucht auszufragen !

Nun stehen wir da, mitten in Klasse 9, suchen eine Privatschule mit einem freien Platz, oder irgend eine andere Schule, aber natürlich ist das sehr schwierig. Tochter verliert ihr Umfeld an Schulfreundinnen, seelisch geht es ihr jetzt richtig schlecht.

Es sind ab den Ferien hier noch lächerliche 17 Schulwochen bis zum Schuljahresende - das hätte nicht sein müssen. Ein Schulleiter, bei dem ich leider vergeblich um einen Platz gebeten habe, sagte mir, wir sollen uns wehren, so ginge das nicht. Nur - an der jetzigen Schule funktioniert es auf keinen Fall mehr, das KANN sie nicht durchstehen. Ich denke, wir werden uns ans Schulamt wenden und um Hilfe bitten, aber jetzt brauche ich echt erst das Wochenende, um meine Nerven irgendwie ein bisschen zu beruhigen.

Danke für's Zulesen.

Traurige Grüße
Mandelkern

smilla Offline



Beiträge: 1.057

10.02.2012 14:43
#5 RE: Viele Fehlzeiten in der Schule Antworten

Ach Du Scheisse! Was wird da bloß mit Deinem Kind veranstaltet? Da kannst Du Ihr ja gleich in dieser Schule ein Geweih aufsetzen und sie zum Abschuss freigeben wenn jeder Lehrer sie ohne Vorwarnung rauszupfen kann!! Dann kann Deine Tochter sicherlich total ohne Druck und Stress in die Schule gehen!! Verzeih`die Ironie aber ich bin selber gerade so gefrustet dass das die einzige Möglichkeit ist, Dinge durchzuhalten!

Ganz viel Durhaltevermögen!!
smilla

jmc Offline



Beiträge: 128

11.02.2012 08:15
#6 RE: Viele Fehlzeiten in der Schule Antworten

hi mandel,
ich drück dich ganz fest - mehr kann ich leider nicht tun - ich sende dir meine restliche kraft rüber -
jmc

Mandelkern Offline



Beiträge: 2.567

07.03.2012 00:07
#7 RE: Viele Fehlzeiten in der Schule Antworten

Hallo miteinander,

so ging es weiter:

Es blieb uns nichts anderes übrig, wir mussten Mitteltochter aus der Situation rausnehmen, auch wenn uns von verschiedener Seite bestätigt wurde, dass diese Schulleiterin rechtlich angegangen werden könnte. Denn letzten Endes hätte das Mädchen den Druck, der ja auch von einigen Lehrern kam, nicht mehr ausgehalten.

Privatschule Nr. 1 (ich sag lieber nicht, welche) nahm Tochter nicht auf - kein Platz mehr in ihrer Klassenstufe *kotz*.

Also ab zu Privatschule Nr. 2. Denen hab ich gleich deutlich gesagt, was Sache ist, bringt ja nichts, etwas zu verschweigen. Und was kam ? Statt dass ich, wie ich es seit Jaaaaahren gewohnt bin, Lösungsvorschläge bringen muss, kam die Schulleiterin dort direkt von selbst mit einem Plan, wie man Mitteltochter wieder aufbauen könnte. Innerhalb kürzester Zeit konnte Tochterherz dort schnuppern, drei Tage lang jeweils ein paar Stunden, es wurde mit mir besprochen, was alles möglich sei, und es stand immer im Vordergrund, dass man Tochter helfen würde.

Ich war wirklich überrascht, wie gut die Schulleiterin die Problematik verstand und darauf einging.

Und jetzt geht Mitteltochter seit letzter Woche ganz regulär auf diese Schule, noch nicht im Ganztagsbetrieb, weil ihr das noch zu viel wäre (der Vorschlag kam von denen), und - sie ist vollkommen im Glück ! Aus einer Klasse mit 31 Schülern in eine Klasse mit 15 Schülern zu wechseln, von einem beengten, dreckigen und uralten Klassenzimmer in einen großzügigen Raum mit bequemen Stühlen, von schlecht gelaunten Leerkräften hin zu engagierten und netten Lehrkräften - Mitteltochter schwebt nur noch ! Sie lernt endlich etwas, das ist ihr einfach wichtig, sie fühlt sich angenommen, und nicht mehr als Alien. Eine ihrer Mitschülerinnen hat wohl ähnliche Probleme, da kündigte mir die Schulleiterin schon beim Aufnahmegespräch an, dass diese Mädchen sicher seelenverwandt seien. Bingo, so ist es.

Mitteltochter hat sich auf eigene Initiative hin in der Mittagspause von ihrer alten Klasse verabschiedet. Der KL war wenigstens noch so anständig und hat für eine Abschiedskarte gesorgt, einige Mädchen haben ihr Geschenke gemacht. Die Schulleiterin kam ins Sekretariat, als wir die Bücher zurückgegeben haben - sie sagte nur kurz "Hallo", verabschiedete Tochter aber nicht offiziell (obwohl sie dann in ihrem Büro neben dem Sekretariat war, bei geöffneter Verbindungstür, also definitiv in Hörweite.

Nun, die Dame wird noch von uns hören, ich habe auch meine Kontakte und zufällig (hach, manchmal lohnt sich eben jahrelange Mitarbeit an Projekten ) habe ich da jemanden ganz oben, der sich damit beschäftigen wird.... man trifft sich eben immer wieder . Ich bin normalerweise nicht rachsüchtig, aber diese Geschichte wird Folgen haben.

Bei aller Freude: natürlich nimmt diese Schule Mitteltochter nicht aus Nächstenliebe, sondern weil sie Kohle braucht - jeder Schüler ist eben eine Einnahmequelle. Leider haben wir keinen Goldesel im Garten, unsere Finanzen werden dadurch extrem belastet, ich mag gar nicht daran denken. Aber wir sind trotzdem froh, dass das Kind sich erholt, das genießen wir jetzt einfach mal - kann ja schon morgen anders sein.

Vielen Dank für euren Zuspruch in Form von Beiträgen, Mails und Anrufen. Das hat mir sehr geholfen, ich verleihe euch den Selbsthilfe-Orden am goldenen Bande !

Liebe Grüße
Mandelkern (sich wieder aufrappelnd)

ferrano Offline



Beiträge: 598

09.03.2012 16:55
#8 RE: Viele Fehlzeiten in der Schule Antworten

Liebe Mandel,
dein Erlebnis bzw. das deiner tTochter zeigt mir, das ein weiter Weg vor uns liegt.
Vor allem je "höher" die "Bildungsanstalt" angesiedelt ist. Immer wieder muss man sich auf dem Gymmi
anhören, "wenn du das nicht packst bist du hier falsch"- hier wird gegen die Verwaltungsvorschrift von 1998 verstoßen
und einfach aus der Not eine Tugend gemacht.
Und doch bin ich froh über das Inklusions- Chaos, da ich mir langfristig davon verspreche, dass mit "anderen" Kindern
"normal" umgegangen wird. Das heißt lösungsorientiert und nicht dieses verzwungen erzieherisch- aggressive
Ding ...

Ich drücke Euch die Daumen

LG Uli

Sunshine ( gelöscht )
Beiträge:

17.03.2012 19:59
#9 RE: Viele Fehlzeiten in der Schule Antworten

Hallo,
also, ich kenne mich mit der ganzen Thematik noch nicht so gut aus...aber auch ich habe ein Gerechtigkeitsempfinden und finde es unmöglich, was man da mit dem armen Mädchen alles veranstaltet hat.
Hoffe ihr alle seid weiter stark, denn wir werden wohl alle irgend jmd., der so ist, in unserem Leben (bzw. dem unserer Kinder) begegnen...
Aber auf der anderen Seite haben wir halt unsere, trotz allem, tollen Kinder, die einen diesen ganzen Ärger mit einem "Mama, ich hab dich total lieb" einfach vergessen lassen
Und zudem viele Menschen, die wenigstens versuchen uns/ das Ganze zu verstehen, oder halt sogar in der gleichen Situation sind
Also, wie gesagt, stark bleiben!!!

Mandelkern Offline



Beiträge: 2.567

28.03.2012 12:05
#10 RE: Viele Fehlzeiten in der Schule Antworten

Hallo zusammen,

hier noch ein update:

Mitteltochter, das Kind, das laut früherer Schulleiterin nicht beschulbar ist und in die Psychiatrie gehört, geht nun schon die 5. Woche auf die andere Schule und ist glücklich . Sie kann es noch immer nicht fassen, dass dort keiner herumbrüllt, dass die Lehrer sie absolut unterstützen (es ist eigentlich nur Kleinkram, ab und zu ein nettes Wort oder der Hinweis, sie solle sich nicht unter Druck setzen, man wisse doch, dass sie neu ist) und dass die Atmosphäre komplett anders ist. Sie fühlt sich nicht mehr abgelehnt, sie hat eine Klassenkameradin mit ähnlichen Problemen, und seitdem hat sie im übrigen auch so gut wie keine Kopfschmerzen mehr.

Der absolute Witz ist, dass sie bereits jetzt gute mündliche (ja, mündliche !) Noten einsammelt, obwohl sie nach eigener Angabe genauso still ist wie bisher (was ja bisher auch immer ein wahnsinnig großes Problem war, sie bekam sehr oft Fünfer ). Die Klassen sind eben sehr klein, und die Lehrer sprechen sie einfach direkt an und merken so, dass sie sehr wohl mitdenkt.

Hach !

Es gab auch ein Gespräch mit dieser früheren Schulleiterin, zusammen mit einer Amtsperson . Zunächst hat sie behauptet, es sei alles ein Missverständnis gewesen, sie habe ja nur ihre Besorgnis mitteilen wollen, und wir bockigen Eltern haben daraufhin einfach das Kind abgemeldet.

Blöd nur, wenn man aufgrund einer eher geringen Zahl an Intelligenzpunkten (sorry, Susanne, ich hoffe, du musst das nicht löschen) sich selbst dann widerspricht. Die Aussage mit der Schulunfähigkeit und der angedachten Psychiatrie wurde von ihr dann doch wiederholt, was ich ganz kalt lächelnd klären konnte, denn, siehe oben: Tochter geht vollkommen problemlos zur Schule, alle Lehrkräfte vermelden nur positives . Die Amtsperson fragte dann doch recht unangenehm nach der Inklusion, und auch der Hinweis auf die angeblich wahnsinnig hohen Fehlzeiten half der Dame nicht viel - die Amtsperson sah sich die Statistik an und meinte nur trocken, sie sehe eigentlich relativ viel Anwesenheit und könne diesen Vorwurf nicht ganz verstehen.

Hach !

Das tat natürlich gut, auch wenn wir immer noch nicht wissen, wie wir finanziell überleben sollen. Ich nehme nun eben noch mehr Kunden an, irgendwie muss es eben gehen, und als Mutter ist man doch zäh, nicht wahr ?

An dieser Stelle möchte ich mal wieder zusammenfassen, was jeder, der Schul- oder andere Amtsprobleme zu meistern hat, unbedingt beachten sollte:

1. Alles, wirklich alles, schriftlich festhalten (auch kleine Sachen, notfalls im Kalender vermerken ("Anruf von Frau XY").
2. Zu Gesprächen nach Möglichkeit nur zu zweit gehen.
3. Bei Gesprächen unbedingt cool bleiben, keine wirklichen Emotionen zeigen, sachlich bleiben, vorher üben, sachliche (!) Argumente sammeln, Schreibzeug mitnehmen und sichtbar Notizen machen.
4. Nach jedem Gespräch ein Gedächtnisprotokoll anlegen.

Liebe Grüße
Mandelkern

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