3. Klasse

30.10.2012 06:59
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#1
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Hallo ihr lieben,
jetzt haben wir erfolgreich die 1. und 2. Klasse (1.wiederholt) hinter uns gebracht.
Jetzt in der 3. Klasse wirds glaub ich sehr schwierig![sad
Deutsch vor allem Diktate grauenhaft. Viel wird einfach vergessen zB.das der Englisch Vokabeltest
eine schriftliche und nicht nur mündliche Abfrage ist sprich man die Vokabeln nicht nur sprechen sondern auch schreiben muss.
Problem zu Hause lernen total schwierig den Eltern glaubt man eh nix, die sind sowieso doof!
Wie habt ihr euren Kindern geholfen?
Danke ich musste das einfach mal loswerden,
Gruss Wirbelwind


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31.10.2012 15:13
#2
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Hallo Wirbelwind,

bei uns ist zwar schon eine ganze Weile vergangen seit der 3. Klasse, aber da hier sonst grad (noch) niemand antwortet, kann ich Dir wenigstens mal kurz versichern, dass die 3. Klasse bei uns jedes Mal die schlimmste war. Später kommt natürlich noch die Zeit der Pubertät, die man auch noch irgendwie durchstehen muss, aber SCHULISCH gesehen geht es danach eher wieder leichter voran (MEINE Erfahrung!)

Was mich stutzig macht und auch veranlasst hat, mich trotz jahrelanger Entfernung jeglicher Grundschulzeit zu melden,
ist Deine Aussage

Zitat von wirbelwind im Beitrag #1

Problem zu Hause lernen total schwierig den Eltern glaubt man eh nix, die sind sowieso doof!




Wenn das schon in dem Alter zum Problem wird, solltest Du überlegen, ob Du ein Elterntraining machen kannst, denn das oppositionelle Verhalten (wenn ich es richtig deute) wird nicht weniger. Solche Ablehnung den Eltern gegenüber kann natürlich das Resultat schlechter Erfahrungen in der Schule und/oder im Elternhaus sein, denn man wird ja immer wieder mit der blöden Schule "angeätzt".
Ein Elterntraining könnte Dir helfen, diese Dinge angemessen abzufangen und gut damit umzugehen, bevor diese Stimmungen zunehmen.
Ich schick Dir mal eine PN.
Ich hoffe für Dich, dass sich noch jemand meldet, der/die aktuell im Schulgeschehen drin ist und Dir weiter helfen kann,

Gruß
mama4kids


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02.11.2012 09:30
avatar  lupa
#3
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Hallo Wirbelwind,

hatte so für Dich gehofft , dass sich noch jemand meldet, der vielleicht mehr dazu sagen kann.
Jetzt versuch ich´s halt mal, denn zumindest schulisch sind wir in der gleichen Situation wie ihr: mein Großer ist jetzt auch in der 3. und hat die 1. wiederholt. Damals im ersten Jahr war es ganz grauenhaft bei uns (wahrscheinlich das schlimmste Jahr meines Lebens bisher!)- sowas möchte ich nie wieder erleben!!! Aber in der Wiederholungsphase (und dann eben auch in der 2.) hatten wir eine Superlehrerin, die ihn wirklich zwei Jahre lang kontinuierlich aufgebaut hat, ihm Mut gemacht hat und sich intensiv um ihn bemüht hat. So stehen wir heute eigentlich ganz gut da. Es läuft nicht immer alles super und ich muss mich immer noch stark dahinterklemmen (wir werden uns wohl nie entspannt zurücklehnen können ... ) aber wenn man bedenkt, was wir hinter uns haben, dann bin ich so, wie es jetzt ist, ganz zufrieden.

Zitat
Deutsch vor allem Diktate grauenhaft.


Habt Ihr mal an eine Lese - Rechtschreibschwäche gedacht und überprüfen lassen?
Wir hatten gerade am Di unseren Test auf Rechenschwäche, was sich dann auch - wie ich es schon erwartet hatte - bestätigte. Leider ist die Rechenschwäche schulisch nicht anerkannt, so dass sich aus der Diagnose für uns erst mal keine Konsequenzen ableiten lassen. Aber bei einer Lese - Rechtschreibschwäche könntet ihr den Nachteilsausgleich beantragen und Sohn bekäme in den Proben mehr Zeit etc.

Zitat
Viel wird einfach vergessen


Habt ihr´s schon mit dem guten, alten, gegengezeichneten Hausaufgabenheft probiert? Das müsste dann doch eigentlich funktionieren ...
Das ein oder andere geht bei uns auch immer mal wieder verloren: das Buch oder Arbeitsheft, das man für die Hausaufgaben braucht, liegt in der Schule, keine Ahnung, ob von dem Arbeitsbaltt nur eine oder vielleicht doch beide Seiten zu bearbeiten sind, oder die vage Ankündigung einer Mathe - Probe wird vergessen, der Mama zu erzählen etc. Da muss man dann kreativ sein ...

Zitat
Problem zu Hause lernen total schwierig den Eltern glaubt man eh nix, die sind sowieso doof!


Das haben wir so nicht. Sohn ist sehr anstrengungsbereit und im Großen und Ganzen auch willig zusätzlich zu üben (was nicht heißt, dass nicht auch mal gemault wird, aber das ganz große Drama gibt es nicht). Allerdings (durch unser erstes dramatisches Jahr) kennt er es eigentlich auch nicht anders, als dass wir immer zusätzlich üben (müssen).
Bei den HA muss ich (noch immer) jeden Tag daneben sitzten, sonst geht eigentlich kaum etwas. Ihm ist es dann aber auch wichtig, dass ich da bin, genervt ist er da nicht.
Mama4kids hat Dir ja schon den Tip mit dem Elterntraining gegeben. Gibt es diese Schwierigkeiten zwischen euch besonders beim Thema HA oder auch in anderen Alltagssituationen? Dann könnte man vielleicht auch an eine Verhaltenstherapie für Sohn denken? Hast Du mit eurem Arzt mal darüber gesprochen?

Ich weiß nicht, ob Dir mein Geschreibsel jetzt irgendwie weiterhelfen kann, aber ich wollte mich wenigstens mal melden. Ich weiß, wie furchtbar sich das alles anfühlen kann und wie schwarz man dann manchmal sieht. Wenn Du noch Fragen hast oder Dich noch weiter austauschen möchtest, meld´ Dich gern noch mal bei mir.

Liebe Grüße

lupa

Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit. (Erasmus von Rotterdam)


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04.11.2012 13:00
avatar  ferrano
#4
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Hallo wirbelwind,

meine Vorgängerinnen haben schon einige Tipps gegeben, denen kann ich mich nur anschließen!

Es ist auf jeden Fall wichtig mit der Schule in Kontakt zu treten und die Stellen an denen es nicht klappt zu besprechen und Lösungen dafür zu finden, da sollte Junior dann auch dabei sein, also wenn ihr gemeinsam den Plan entwickelt was zu tun ist, damit er Euch nicht ausspielen kann (Lehrerin - Mama).
Den Leerern (!) ist leider oft nicht klar, dass unsere Kids GANZ klare und feste Regeln brauchen. Da man in der Schule so manches nicht mit kriegt, behauptet man daheim, man muss es nicht machen. Daher sollte die Lehrerin mit helfen, die Schlupflöcher zu stopfen. Die Eltern natürlich auch, ohne tägliche Kontrolle geht leider nichts. Seufz.

Weiterhin kann jemand anders mit Junior üben? Nachbarjunge oder Mädchen ab 15 Jahren aufwärts?
Das muss man natürlich vorher besprechen mit dem Kind und sagen warum das Sinn macht.
Vielleicht gibt es auch eine Hausaufgabenbetreuung?

Kindern mit Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen fällt es oft extrem schwer am Nachmittag nochmal
hin zu sitzen und sich zu "konzentrieren".
Hier können verschiedene Techniken helfen:
- die Aufgaben erstmal alle anschauen, überlegen wie viel ist das? Wie lange braucht man ?
- Aufgaben aufteilen, eine "Ladung" jetzt erledigen, den anderen Teil vor dem Abendessen?
Bei Aufteilung der Hausis muss man natürlich am Abend wieder mit dran denken und sich evtl. nochmal auf Widerstand einstellen. Es dauert eine Weile bis man ein System gefunden hat. Man sollte versuchen sich stoisch daran zu halten, jeden Tag gleich!!! Falls es dann nach ca. 4 Wochen nicht besser klappt, muss man das System ändern oder die Aufgabenmenge reduzieren.
- ADHS Kinder schaffen oft die Menge der Aufgaben nicht- gerade in Klasse 3 ist es grauenvoll!
Der Leistungssprung ist für viele Kinder zu hoch. Man sollte versuchen so viel wie möglich zu erledigen, wenn man merkt es geht wirklich nicht, dann verschieben oder weg lassen. Weg lassen kann man Z. B. in Mathe die Knobelaufgaben, wenn das Kind in Mathe Probleme hat, sollte man erstmal die Grundrechenarten üben. Dann die einfachen Textaufgaben oder Wiederholen.

Für das Üben gilt:
- nur eine "Sache " üben, also nur Einmaleins oder nur Textaufgaben
- vorher zeitliche Begrenzung festlegen, oder die Aufgabenmenge- das Ende muss in Sicht sein- kann man auch langsam steigern
- mit prompten Belohnungen arbeiten- für jede richtig abgeschriebene Zeile ein Gummibärchen/ oder für jeden Aufgabenblock
das MOTIVIERT erstmal... irgendwann kann man dann sagen, man sollte jetzt langsam mit weniger Süßi auskommen, weil man ja schon so groß ist, evtl. andere Belohnungen ausmachen (Freunde zum übernachten, Schwimmbad etc. )
- Kinder in den von ihnen (unmöglichen) gewählten Arbeitshaltungen arbeiten lassen (schwer für Eltern),
also im Stehen, liegen unter dem Bett ...hauptsache es wird erledigt. Dauernder Wechsel ist dann aber nicht mehr erlaubt.


Mehr fällt mit gerade nicht ein- hoffe Du kannst Dir was raus ziehen. Nicht vergessen mit der Lehrerin sprechen!

LG
Uli


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04.11.2012 21:23
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#5
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Hallo Ihr Lieben,
danke für Eure Antworten.
Ein Elterntraining haben wir sofort nach der Diagnose gemacht,hat auch wirklich geholfen und war sinnvoll.
wir haben eigentlich Glück was Schule und Hausis btrifft. Hausaufgaben gibts nur Freitags also übers Wochenende.
Die Lehrerin von Tochter ist auch gut. Ein Mitteilungsheft haben wir auch.
Was dort hinein geschrieben wird, wird auch erledigt. Aber alles was nicht ausdrücklich von der Lehrerin angesagt wird ist schwierig
und wird vergessen, ignoriert ist nicht wichtig.
Ich denke wir müssen einfach drannbleiben dann wird es hoffentlich besser wir haben ja auch schon einiges erreicht.
Verhaltenstherapie wäre sicher sinnvoll aber auch schwierig zu finden.
Liebe Grüsse Wirbelwind


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