Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

ADHS-Selbsthilfe an 365 Tagen im Jahr

Bei akuten Krisen und/oder Suizidgedanken kann das Forum nicht helfen.
Bitte wende dich an die Telefonseelsorge, an Neurologen und Psychiater im Netz oder an Freunde fürs Leben!
 
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 776 mal aufgerufen
 Selbsthilfe für Erwachsene mit ADHS
Dezember 1960 ( gelöscht )
Beiträge:

22.02.2015 20:16
Vorstellung Antworten

Guten Abend ! Ich bin hier neu und möchte testen, ob das mit der Übermittlung überhaupt funktioniert.Denke manchmal etwas unpraktisch und es kann sein , dass ich hier an der völlig falschen Stelle schreibe.Mal sehen, ob dieser text "rüber gekommen ist" Gruß Dezember 1960...

lupa Offline



Beiträge: 1.211

22.02.2015 20:40
#2 RE: Vorstellung Antworten

Guten Abend Dezember 1960,

herzlich Willkommen hier im Forum!

Du siehst, Dein Testposting ist angekommen ... alles richtig gemacht.
Du schreibst hier im Forum für Erwachsene. Wenn Du also selber betroffen bist oder einer Deiner Angehörigen oder wenn Du evtl. über diese Möglichkeit nachdenkst, dann bist Du hier richtig.
Wenn Du Kinder hast, die von ADHS betroffen sind, dann schreibst Du besser im Eltern - Forum.

Wir freuen uns auf "mehr" von Dir.

Viele Grüße

lupa

Ja, ich bin durchgeknallt und nein, ich kann mich nicht mal eben zusammenreißen.

Dezember 1960 ( gelöscht )
Beiträge:

22.02.2015 20:53
#3 RE: Vorstellung Antworten

Hallo Lupa, Wölfin? So, Danke für die Nachricht .Dann kann ich hier ja loslegen...-Ja ich bin selbst betroffen.Mit den Symptomen schlage ich mich schon mein ganzes Leben herum (54). Es ist zum heulen.... Erst im letzten Sommer habe ich die Diagnose bekommen, nachdem ein Psychologe diese Möglichkeit in den Raum gestellt hat.Endlich weiß ich, dass es einen Namen für meinen Zustand gibt. Ich hab mich eigentlich schon mein ganzes Leben wie im falschen Film gefühlt.
Daraus, so wurde mir gesagt, sind auch meine Depressionen entstanden, die ich schon seit ich denken kann habe.Habe diese aber mit Sertralin seit ca. 15 Jahren ganz gut unter Kontrolle.Die Einnahme von Medikinet hat bei mir keinerlei Wirkung gezeigt.habe ich somit wieder abgesetzt.Ich konnte mich zwar mi tmeinem Zustand übers Leben irgendwie arrangieren, aber die Nerven liegen halt doch öfter blank. Das stresst mich dann ungemein.Naja vielleicht gibt es ja Andere mit ähnlichen Zuständen / Erfahrungen.Ich habe natürlich hier und dort schon einiges gelesen und erkenne mich auch z.T. wieder.Gruß Dezember 1960

Pippilotta Offline



Beiträge: 4.256

22.02.2015 23:21
#4 RE: Vorstellung Antworten

Hallo Dezember 1960,

herzlich willkommen im Forum.
Dein Testposting ist gut gelandet und ich wünsche dir einen hilfreichen und spannenden Austausch.
Das Gefühl für den falschen Film gecastet worden zu sein, das kennen hier viele und je älter man ist, desto schwerer ist
der Umgang mit diesem Film. Besonders als Ü50
Mit der Diagnose hat das Stochern im Nebel ein Ende gefunden und du weißt jetzt in welche Richtung du gehen kannst.

LG
Pippilotta

„Gäbe es die letzte Minute nicht, so würde niemals etwas fertig.“
"Verschiebe nicht auf morgen, was auch bis übermorgen Zeit hat"
Mark Twain

Dezember 1960 ( gelöscht )
Beiträge:

26.02.2015 18:12
#5 RE:Allgemein Antworten

Liebe Mitbetroffene, so nun bin ich von meinem beruflichen Ausflug ins Ausland wieder zurück.Konnte daher nicht kurzfristig antworten.Ich weiß noch nicht so genau, ob das hier die richtige Seite ist um so Einiges "von der Leber" zu schreiben, aber das werdet Ihr mir dann wohl schon sagen.Mit Vielem was über ADS gesc hrieben wird stimmen meine Symptome überein.Aber was immer wieder auftaucht passt gar nicht zu mir.Nämlich Unpünktlichkeit und desorganisiertes Verhalten.Das sind sogar eher meine Pfeiler, die mich immer vorm totalen Abdriften bewahrt haben.Andersherum sind es auch meine empfindlichsten Punkte, die manchmal dazu führen in (fast) Panik zu geraten.Anderen gestehe ich Unpünktlichkeit zu, mir gegenüber führt das fast zur Höchststrafe gegen mich selbst(Panik ,Schwitzen, Kofschmerzen , Sehschwäche.... . Ich fühle mich oft wie ein überempfindliches Hirn in einem grobmotorischen Körper.Ich nehme viele Feinheiten auf, erkenne diese und möchte sie, sofern es es sich um handwekliche Fähigkeiten handelt gern ausführen.Aber mit mangelhaftem Ergebnis.Das fing schon als kleines Kind an z. B. beim Zusammenbauen von Modellhäusern für die Eisenbahnanlage.... . Meine Brüder waren immer schneller und perfekter.Selbstwertgefühl und das Gefühl auch mal wesentlich besser als Andere zu sein erntete ich das erstemal in der 5. Klasse im Kunstunterricht, da hattenwir einen Lehrer der eigene Ideen zuließ und förderte.auch in den Folgejahren hatte ich auch dann bei anderen Lehrern im Fach Kunst immer Bestnoten.Aber insgesamt habe ich mich durch die Schulzeit ziemlich gequält und nach 12 Jahren kapituliert.Nachts träume ich aber immer noch in regelmäßigen Abständen, dass ich Prüfungen machen muß aber dazu kommt es dann nie, weil mich irgendwelche Dinge in diesem Traum daran hindern, z.B Bus fährt zu spät ab, ich bekomme keinen Parkplatz usw. Dann wache ich mit Kopfschmerzen, Tinnitus und heruntergemahlenen Zähnen auf.das ist dann ziemlich übel und ich habe den ganzen Tag damit zu tun.Wie gesagt Tinnitus, Knirschzähne, KOpfschmerzen gehören zu meinem Alltag ebenfalls dazu. Aber mit all diesen Begleiterscheinungen habe ich mich in meinem Leben irgendwie arrangiert.So das wars erstmal Gruß Dezember 1960

Mandelkern Offline



Beiträge: 2.321

27.02.2015 09:21
#6 RE: RE:Allgemein Antworten

Hallo Dezember,

auch von mir herzlich willkommen hier im Forum.

Ich habe eine große Bitte: könntest du deine Texte mit Absätzen strukturieren ? Für mich ist es leider sehr schwierig, am Bildschirm längere Textpassagen zu lesen.


Zitat von Dezember 1960 im Beitrag #5
Mit Vielem was über ADS gesc hrieben wird stimmen meine Symptome überein.Aber was immer wieder auftaucht passt gar nicht zu mir.Nämlich Unpünktlichkeit und desorganisiertes Verhalten.Das sind sogar eher meine Pfeiler, die mich immer vorm totalen Abdriften bewahrt haben.Andersherum sind es auch meine empfindlichsten Punkte, die manchmal dazu führen in (fast) Panik zu geraten.Anderen gestehe ich Unpünktlichkeit zu, mir gegenüber führt das fast zur Höchststrafe gegen mich selbst(Panik ,Schwitzen, Kofschmerzen , Sehschwäche.... .


Ich habe auch eine Diagnose, und es besteht wirklich nicht der geringste Zweifel daran, ich bin heftig betroffen. Nur - wer mich nicht sehr gut kennt, würde mir das nicht glauben, denn mir geht es da wie dir. Nach außen hin bin ich eher perfektionistisch. Es kostet mich zwar wahnsinnig viel Kraft, aber zumindest im beruflichen Kontext gelte ich als ausgesprochen pünktlich und gut sortiert . Auch brauche ich dieses Gerüst, um mein Pensum zu schaffen. Ohne Kalender, To-do-Listen und einen klaren Plan, was wann und in welcher Reihenfolge zu tun ist, brauche ich mein Büro morgens gar nicht aufzuschließen, das wird dann nichts.

Ich kenne einige Betroffene, die so sind, auch Nicht-Berufstätige. Das hat manchmal sogar richtig zwanghafte Züge. Ich vermute, es ist eine Art Selbsttherapie, ohne dieses "Geländer" würden wir völlig versumpfen (bzw. kenne ich einige, denen leider genau das passiert - NOCH schreckt mich das wohl genug ab, um gegenzusteuern).

Zitat von Dezember 1960 im Beitrag #5
Ich fühle mich oft wie ein überempfindliches Hirn in einem grobmotorischen Körper.


Ich schätze mal, so geht es vielen hier . Ich hätte so gerne mal eine echte Denkpause, aber mein blödes Hirn läuft andauernd auf Hochtouren.

Zitat von Dezember 1960 im Beitrag #5
Nachts träume ich aber immer noch in regelmäßigen Abständen, dass ich Prüfungen machen muß aber dazu kommt es dann nie, weil mich irgendwelche Dinge in diesem Traum daran hindern, z.B Bus fährt zu spät ab, ich bekomme keinen Parkplatz usw. Dann wache ich mit Kopfschmerzen, Tinnitus und heruntergemahlenen Zähnen auf.das ist dann ziemlich übel und ich habe den ganzen Tag damit zu tun.Wie gesagt Tinnitus, Knirschzähne, KOpfschmerzen gehören zu meinem Alltag ebenfalls dazu. Aber mit all diesen Begleiterscheinungen habe ich mich in meinem Leben irgendwie arrangiert.


Auch das ist vermutlich das typische Leben derer, die erst spät eine Diagnose erhalten haben. Wir haben schon so vieles überstehen müssen und dabei nicht gewusst, dass es nicht unsere Unfähigkeit ist, sondern definitiv eine Störung, für die wir ja nichts können, und schleppen deshalb einiges an Verletzungen und Narben mit uns herum.

Aber ich kann dir auch Hoffnung machen: Im Laufe der Zeit, wenn man nach der Diagnose immer mehr über sich lernt und vor allem erkennt, warum alles so ist, wie es ist, und Strategien entwickeln kann (auch in einer Therapie), wie man artgerechter leben könnte, kann sich auch für ältere ADHS'ler noch einiges bessern.

LG, Mandelkern

Dezember 1960 ( gelöscht )
Beiträge:

27.02.2015 10:59
#7 RE: RE:Allgemein Antworten

Danke für Eure Beiträge. ich denke mit Euren Tips kann ich , und mit einer passenden Therapie, meine Lebensqualität verbessern.

Gruß Dezember 1960,

 Sprung  

 

Forum Übersicht | Impressum | Datenschutz | Nutzungsbedingungen | Webseite

Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor
Datenschutz