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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 639 mal aufgerufen
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Pippilotta Offline



Beiträge: 4.287

02.09.2015 17:35
Weg zur Entspannung ist oft weit Antworten

Kann man noch entspannt auf dem Sofa sitzen, wenn abends Mails vom Chef auf dem Handy eintrudeln? Das ist umstritten.
Nun zeigt eine Umfrage, wie lange viele zum Abschalten nach Feierabend brauchen.

Quelle: Ärzte Zeitung, 01.09.2015

LG
Pippilotta

„Gäbe es die letzte Minute nicht, so würde niemals etwas fertig.“Mark Twain

Pippilotta Offline



Beiträge: 4.287

02.09.2015 17:44
#2 RE: Weg zur Entspannung ist oft weit Antworten

Können ADHSler überhaupt entspannen?
Das bezweifle ich sehr stark. Egal, ob ich beim Sport bin, mich draußen in der Natur bewege oder mich auch mal kulturell betätige,
in meinem Kopf herrscht immer Hochkonjunktur.
In Ruhe Bilder in einer Ausstellung ansehen geht doch nicht, in meinem Kopf laufen pausenlos Filme und Bilder ab
(zum Glück ohne Ton ) und im Theater nur da sitzen und auf die Bühne schauen? Geht doch gar nicht. Ein Stichwort reicht aus und schwupps
bin ich in Gedanken in meinem Alltag gelandet . Und dafür brauche ich noch nicht mal mein Smartphone.

Wie geht Entspannung?
Und der derzeit vielverwendete Ausdruck „Entschleunigung“ ist garantiert nicht von einem ADHSler kreiert worden

LG
Pippilotta

„Gäbe es die letzte Minute nicht, so würde niemals etwas fertig.“Mark Twain

Mandelkern Offline



Beiträge: 2.566

15.09.2015 09:23
#3 RE: Weg zur Entspannung ist oft weit Antworten

Zitat von Pippilotta im Beitrag #2
Können ADHSler überhaupt entspannen?


Gute Frage. Die Kernsymptomatik "Reizfilterschwäche" legt doch nahe, dass Entspannung für Menschen mit ADHS nur sehr schwer zu erreichen ist, weil "abschalten" nicht funktioniert.Irgend etwas lenkt einen ja immer ab, und dann war's das mit der Entspannung.

Zitat von Pippilotta im Beitrag #2
Das bezweifle ich sehr stark. Egal, ob ich beim Sport bin, mich draußen in der Natur bewege oder mich auch mal kulturell betätige,
in meinem Kopf herrscht immer Hochkonjunktur.
In Ruhe Bilder in einer Ausstellung ansehen geht doch nicht, in meinem Kopf laufen pausenlos Filme und Bilder ab
(zum Glück ohne Ton ) und im Theater nur da sitzen und auf die Bühne schauen? Geht doch gar nicht. Ein Stichwort reicht aus und schwupps
bin ich in Gedanken in meinem Alltag gelandet . Und dafür brauche ich noch nicht mal mein Smartphone.


So geht es mir auch. Ich denke immer und überall und immer über ganz viele Sachen gleichzeitig nach . Sehr anstrengend.

Zitat von Pippilotta im Beitrag #2
Wie geht Entspannung?
Und der derzeit vielverwendete Ausdruck „Entschleunigung“ ist garantiert nicht von einem ADHSler kreiert worden



Die einzigen halbwegs entspannten Momente habe ich, wenn ich in einen Hyperfocus gerate. Als Kind und Jugendliche konnte ich das noch beim Lesen von spannenden Büchern - ich hatte in der guten alten Zeit wenig Mittagschule und war viel allein, da lenkte mich auch kaum etwas ab. Jetzt, als Erwachsene, ist es ähnlich: wenn ich mich in eine Sache stürze, denke ich wenigstens nicht mehr so viel gleichzeitig. Allerdings fällt es mir mit jedem Lebensjahr schwerer, in den Hyperfocus zu geraten. Das "schaffe" ich leider oft nur noch bei negativen Dingen, und dann tut es mir auch nicht gut.

Entschleunigung ? Darüber kann ich nur hektisch lachen . WENN ich mein Leben tatsächlich entschleunigen könnte, also viele Aufgaben wegfallen würden, dann weiß ich von mir, dass ich SOFORT irgend etwas anderes an der Backe hätte, bei soooo viel ungenutzter Zeit.

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