Concerta 36mg/ Einstellung Medikation

20.09.2005 09:27
#1
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Hallo liebe "Artgenossen"

hat jemand von Euch Erfahrung mit "Neueinstellung der Medikation"?
Unser Großer ist 9 Jahre alt und bekommt seit ca 1,5 Jahren Concerta 36mg (davor Medikinet). Wir haben den Eindruck, dass er von jetzt auf nachher (naja, Zeitraum von ca 6 Wochen) nicht mehr richtig eingestellt ist! Er rastet wieder regelmässig aus, ignoriert Anweisungen, hat Wutanfälle, hört nicht richtig zu usw.... so,als hätte er kein Medikament bekommen! Um ihn überhaupt an den Tisch zu bekommen, um Hausaufgaben zu machen, hab ich ihm jetzt auf Anraten seiner Therapeutin zusätzlich zur Concerta eine halbe Medikinet gegeben, wodurch es minimal besser wird...

Habt Ihr nen Rat für mich? Braucht er jetzt die nächsthöhere Dosis Concerta? Oder zusätzlich Medikinet? Oder sollen wir erst mal ein paar Wochen abwarten?

Lieben Dank für Eure Ratschläge!!!



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23.09.2005 17:36
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#2
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Hi Käferle,

es könnte sein, dass die Dosierung nicht mehr stimmt und die 36 mg. Concerta nicht mehr ausreichen. Concerta gibt's auch in 18 mg.-Kapseln, so dass die nächsthöhere Dosierung 54 mg. wäre. Das solltest du aber natürlich mit dem Arzt besprechen. Es ist außerdem bekannt, dass es eine Gruppe von Kindern gibt, die überhaupt nicht oder nicht ausreichend auf Concerta ansprechen (hängt vermutlich mit der besonderen Freisetzungsart des Wirkstoffs bei Concerta zusammen). Falls sich der Verdacht bestätigen sollte, dass dein Sohn zu den "Non-Respondern" auf Concerta gehört, dann solltest du mit deinem Arzt eine Umstellung auf Medikinet SR erwägen. Das ist auch ein (neues) Langzeitpräparat, das den (gleichen) Wirkstoff aber auf eine andere Weise freisetzt, als Concerta. Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich ein Umstellungsversuch vom jeweils einen auf das andere Präparat lohnen kann, wenn die Bemühungen um eine wirksame Dosierung nicht fruchten. Da die nur in bestimmten Dosierungen erhältlichen Langzeitpräparate "wenig flexibel" bei der Findung der optimalen Dosierung sind, könnte es evtl. auch sinnvoll sein, deinen Sohn zuerst mit einem der "normalen" Nicht-Langzeitpräparate (Ritalin, Medikinet, Equasym, Methylphenidat Hexal) auf die für ihn optimale Dosis einzustellen und erst danach wieder auf das Langzeitpräparat umzustellen, mit dem man der so herausgefundenen Optimaldosierung am nächsten kommt. Es kommt aber alles immer auf die berühmten "besonderen Umstände des Einzelfalls" an, so dass die geeignete Vorgehensweise nur gemeinsam mit dem behandelnden Arzt gefunden werden kann, mit dem du darüber sprechen solltest.

Viele Grüße
Mike T.


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08.02.2008 04:59
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#3
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Hey kannst Du mir bitte schreiben wie es bei euch weitegegangen ist !?
Mein sohn ist 10 nimmt Medikinet Retard 30mg und es ist bei uns seit drei Wochen auch so als ob er keine Medis nimmt und weiss nicht was ich machen soll .
Habe am 14. erst einen Termin bekommen .Im vorraus vielen dank.


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08.02.2008 11:56
#4
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huhu,
wir haben damals dann noch ne weile mit concerta 36mg + schnellwirksamen medis herumexperimentiert, dann haben wir zu concerta 54mg gewechselt. nach ein paar wochen wieder dasselbe spielchen: concerta wirkte einfach nicht mehr ausreichend, also wieder zusätzlich schnellwirksames mph dazu, bis wir bei einer tagesdosis jenseits von gut und böse angekommen waren...

dann haben wir concerta weggelassen und sind "back to the roots" - schnellwirksames medikinet 10mg vier mal am tag. mit den schnellwirksamen "läuft" N. einfach BESSER - warum auch immer... zur zeit bekommt N. morgens um 8 uhr und um 11 uhr jeweils 15mg medikinet, dann um 13.30 uhr 20mg medikinet retard.

wenn wir unseren doc überzeugen können, möchten wir jetzt aber mal ritalin la ausprobieren. ich halte euch auf dem laufenden, wie es weitergeht...


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16.02.2008 00:20
#5
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...oh,oh....
heute nachmittag war der erste versuch mit ritalin la 20mg - und der ging mal mächtig daneben.....
N. konnte keinerlei impulse mehr steuern, rannte hier zappelnd und unkoordiniert durch die wohnung wie eine aufgescheuchte henne, quasselte mir die ohren vom kopf ab ubd war nur noch am kichern - bis ich nach 2 stunden nochmal 5mg schnellwirksames mph hinterher gegeben habe. dann war er wenigstens "ansprechbar".... aber von "gut eingestellt" noch weit entfernt...

ach ja, das wird ein interessantes wochenende.....




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16.02.2008 18:14
#6
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Liebes käferle
Es gibt einfach Kinder bei denen wirkt das schnellwirksame MPH am Besten.......und die Langzeitmedis eben net.
Wie du ja gesehen hast,war er erst nach der Gabe von 5mg " ansprechbar ".Also hat 5 mg schnellwirksames MPH mehr gebracht als 20mg retadiertes MPH.
Auch wenn man sagt man muss das länger beobachten, finde ich der Versuch hat es schon gezeigt.....retard geht net so wirklich.
Wobei das Medikinet retard 20mg am Nachmittag ja wohl wirkt......
Wieso willst du eigendlich Ritalin LA ???
Gruß
gornisch


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17.02.2008 11:04
#7
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hallo liebe gornisch,
das medikinet retard am nachmittag wirkt "grad mal so", dass er ansprechbar ist. er kann damit seine impulsivität etwas bremsen, aber um konzentriert an den tisch zu sitzen und was lernen, reicht das auch nicht...
auf die idee mit ritalin la bin ich gekommen, weil wir das noch nie ausprobier hatten und ich gehört hab, dass es eine etwas andere freisetzung des mph und somit eine anderen blutplasmaspiegel bewirkt. da dachte ich mir, ein versuch ist es wert...
mir scheint es, als sei er damit einfach unterdosiert! für die schule kriegt er ja auch 2 mal 15mg, und kann mit 30mg 6 stunden abdecken - war ja zu erwarten, dass dann 20mg für 8 stunden nicht reichen... aber unser doc wollte erst mal mit ner niedrigen dosierung anfangen...
heute probiere ich gleich, eine la + eine halbe schnellwirksame zu kombinieren. wenn das klappt, dann probieren wir die la 30 oder gar 40mg...
ansonsten eben wieder "back to the roots"......


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17.02.2008 13:58
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#8
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In Antwort auf:
Wieso willst du eigendlich Ritalin LA ???



Es wäre im Bereich des Möglichen, daß sie die Idee von mir übernommen hat, da P. jetzt den 3. Monat Ritalin LA 20 mg bekommt. Bis jetzt fahren wir ganz gut damit. Wir hatten ja vorher Equasym 30 mg ausprobiert, war leider erfolglos.

Käferle, drück dir die Daumen, daß ihr schnell einen Erfolg verbuchen könnt - tät dir und N. bestimmt mehr als gut.

A liabs Griaßle
Alex


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17.02.2008 18:14
#9
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..hihi...ertappt...
also, im prinzip kam ich durch momo auf die idee, weil ihr kleiner so gut darauf anspricht! und da G. und N. sich in ihrem verhalten wahnsinnig ähnlich sind (extremer hyperfocus...etc.) und ich auch von einigen anderen (unter anderem auch dir, liebe alex) gute erfahrungsberichte mit ritalin la gehört habe, wollte ich es mal probieren.

übrigens: N. gehts heute gut! neben der ritalin la geb ich ihm alle 3 stunden ne halbe schnellwirksame und damit klappt es gut! ein netter nebeneffekt ist auch aufgetreten: seit er kein medikinet mehr nimmt, sondern ritalin, ist er abends MÜDE!!!!! ja - richtig gelesen - DAS kind, dass problemlos bis morgens um 6 durchmachen kann (wenn man ihn lässt) fängt plötzlich abends um 22.30 uhr an zu gähnen!!!!!!

..eine völlig neue erfahrung für eine gesamte familie.... *FREU*


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17.02.2008 20:14
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#10
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Hallo ihr Lieben,

meiner spricht wirklich sehr gut auf LA an. Mit schnellwirksamen Ritalin 10-1o mg ging es etwas besser als mit
20 LA. Die LA 20 wirkte allerdings nur 5 Stunden und mit der schnellwirksamen viel er in extreme Löcher. Nun bekommt er die LA 30mg. Damit geht es gerade richtig gut. Sie wirkt für 7-8 Stunden.
Morgen werde ich noch mit dem Doc sprechen und dann wagen wir bald einen neuen Versuch mit der Schule.

Liebe Grüße
Momo


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