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Dieses Thema hat 10 Antworten
und wurde 899 mal aufgerufen
 ADHS und Sucht
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Pippilotta Offline



Beiträge: 4.287

26.08.2016 22:03
Internetsucht - Hilfs-Angebot im Netz Antworten

Bald finden Internetsüchtige Hilfe direkt im Netz. Die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Ruhr-Universität Bochum startet ab 1. September eine Online-Ambulanz, kurz Oasis.

Quelle: Ärzte Zeitung, 26.08.2016

LG
Pippilotta

SusanneG Offline



Beiträge: 10.278

26.08.2016 22:06
#2 RE: Internetsucht - Hilfs-Angebot im Netz Antworten

Zitat von Pippilotta im Beitrag #1
Bald finden Internetsüchtige Hilfe direkt im Netz.

Sorry, aber ... klingt das nicht wie "Bald finden Nikotinsüchtige Hilfe direkt in der Zigarettenschachtel"?

Was wir brauchen sind ein paar Verrückte; denn seht nur, wohin uns die Normalen gebracht haben. (George Bernard Shaw)

Pippilotta Offline



Beiträge: 4.287

26.08.2016 22:33
#3 RE: Internetsucht - Hilfs-Angebot im Netz Antworten

Zitat von SusanneG im Beitrag #2

Sorry, aber ... klingt das nicht wie "Bald finden Nikotinsüchtige Hilfe direkt in der Zigarettenschachtel"?



Das kann ich nicht beurteilen, da hast Du vielleicht andere, weiterführende Informationen.

So wie ich Dr. med. Bert te Wildt verstanden habe, einem Fachmann auf dem Gebiet Onlinesucht, handelt es sich um ein niedrigschwelliges Beratungsangebot und bei weiterem Bedarf können sich Betroffene an Beratungsstellen vor Ort wenden.

Zwischen einer problematischen Internetnutzung und einer sinnvollen Internetnutzung liegen Welten und Menschen, die an einer Internetsucht leiden, sind durchaus in der Lage das Internet auch sinnvoll zu nutzen.
Trotz der bestehenden Sucht.

LG
Pippilotta

SusanneG Offline



Beiträge: 10.278

26.08.2016 23:31
#4 RE: Internetsucht - Hilfs-Angebot im Netz Antworten

Zitat von Pippilotta im Beitrag #3
Menschen, die an einer Internetsucht leiden, sind durchaus in der Lage das Internet auch sinnvoll zu nutzen.

Davon gehe ich auch aus. Doch irgendwie fand ich den Satz an sich eher belustigend.

Was wir brauchen sind ein paar Verrückte; denn seht nur, wohin uns die Normalen gebracht haben. (George Bernard Shaw)

Mona Lisa Offline



Beiträge: 451

29.08.2016 10:28
#5 RE: Internetsucht - Hilfs-Angebot im Netz Antworten

so ging mir das auch... bekämpfe deine Schoki-Sucht mit einer Tafel Milka... macht es vielleicht deutlicher.

Aber mal zurück zum Thema... es ist ja nicht nur das die Leute am PC hocken und nicht mehr vor die Tür gehen (und das betrifft nicht nur Jugendliche), auch die übermäßige Nutzung von Smartphones ist ein Problem. Es gibt kaum noch Menschen die nicht unterwegs an ihren Handys hocken und selbst wenn sie offensichtlich zusammen gehören, hat jeder für sich mit seinem Handy zu tun.

Ich gebe zu, dass es auch in unserer Familie ein großes Problem ist und wir zumindest bei den Mahlzeiten ein striktes Handyverbot haben und auch so den Gebrauch von PC, Laptop oder Tablet extrem eingeschränkt haben.

Eine Gastfamilie die ich betreue hat sich ebenfalls beklagt. Mit der Gastschülerin wurde jetzt vereinbart, dass sie ihr Handy max. 1 Std. am Tag zur Verfügung hat (abgesprochen mit ihren leibl. Eltern) und sie ansonsten nur ein kleines altes Handy zum Notfalltelefonieren bekommt. Am Sonntag ist das Handy komplett weg. Es war einfach zu viel, sie hat nicht mal während der Mahlzeiten das Teil aus der Hand gelegt, sich an keinerlei Gesprächen beteiligt und war wie abwesend. Auch hat sie vornehmlich mit anderen Schülern aus ihrer Heimat kommuniziert und das in der Muttersprache. Sie ist hier um Deutsch zu lernen und die Kultur hier.

Ich finde es gut, wenn den Leuten geholfen werden kann sich von ihrer Sucht zu befreien.

LG Mona Lisa

Mutterglück ist das was eine Frau empfindet, wenn die Kinder abends im Bett sind.

SusanneG Offline



Beiträge: 10.278

29.08.2016 11:24
#6 RE: Internetsucht - Hilfs-Angebot im Netz Antworten

Zitat von Mona Lisa im Beitrag #5
Mit der Gastschülerin wurde jetzt vereinbart, dass sie ihr Handy max. 1 Std. am Tag zur Verfügung hat (abgesprochen mit ihren leibl. Eltern) und sie ansonsten nur ein kleines altes Handy zum Notfalltelefonieren bekommt. Am Sonntag ist das Handy komplett weg.

Sorry, aber das halte ich für keine gute Idee.

Ein Leben ohne Computer ist heute fast nicht mehr möglich. Das fängt schon mit dem Kauf eines S-Bahn-Tickets an, geht über Bargeld abheben und ist beim Fernsehen noch lange nicht zu Ende. Es ist nicht sinnvoll, den Umgang mit einem übermäßig genutzten Medium zu unterbinden oder derart drastisch einzuschränken. Ob es nun schon eine Sucht ist oder sich zu einer solchen entwickeln kann, so ist doch das Behandlungsziel das gleiche: lernen, sinnvoll und mit Maßen damit umzugehen.

Smartphone weg bis auf sechs Stunden pro Woche ist kalter Entzug und wird mehr schaden als nutzen.

Was wir brauchen sind ein paar Verrückte; denn seht nur, wohin uns die Normalen gebracht haben. (George Bernard Shaw)

Mona Lisa Offline



Beiträge: 451

29.08.2016 15:27
#7 RE: Internetsucht - Hilfs-Angebot im Netz Antworten

Was willst du aber dann machen? Sie sitzen am Tisch und essen, alle unterhalten sich, es sind zwei kleine Mädchen im Alter von 6 und 8 Jahren mit am Tisch. Es werden Schulprobleme besprochen und welche Unternehmungen am Wochenende geplant sind. Das Mädchen sitzt dabei und starrt auf ihr Handy und ist vollkommen geistig abwesend. Eine Integration in die Familie gleich Null. Teilnahme am Gespräch gleich Null - ganz zu schweigen davon, dass sie nicht mitbekommen hat, worum es geht... hey am Wochenende ist im Dorf ein Fest, da gehen wir alle hin... kurze Zeit später "nein ich kann nicht mit zum Fest, ich muss dringend skypen mit xy aus Buxtehude"
Wenn sie wenigstens reale Verabredungen haben würde ... nur per Skype mit den Freundinnen aus der Heimat (die auch gerade in Deutschland ihren Austausch machen).

Im Schüleraustausch ist das alles ein wenig drastischer. Früher gab es die Regel, max. 1 mal nach Ankunft ein kurzes Gespräch mit den Eltern (bin gut angekommen) und danach frühestens in ein oder zwei Monaten wieder. Dass das im Zuge von Internet und Co. nicht mehr zu halten ist, ist auch klar. Aber die Schüler sollen auch die Möglichkeit haben hier in Deutschland anzukommen und das geht einfach nicht, wenn sie zu viel Kontakt in die Heimat haben oder sich nur mit Muttersprachlern unterhalten (in Muttersprache).

Es funktioniert übrigens bei dem Mädel jetzt... die Maßnahmen laufen seit Anfang Juli etwa und sie war jetzt in Deutschland unterwegs bei einer Freundin. Sie hatte da ihr Handy dabei und die Fotos die bei Facebook gepostet wurden zeigen ein lustiges fröhliches Mädchen, die mit ihrer Kamera Deutschland entdeckt (nicht mit der vom Smartphone). Ein Handy hab ich auf den Fotos nicht entdeckt.

LG Mona Lisa

Mutterglück ist das was eine Frau empfindet, wenn die Kinder abends im Bett sind.

SusanneG Offline



Beiträge: 10.278

29.08.2016 22:38
#8 RE: Internetsucht - Hilfs-Angebot im Netz Antworten

Zitat von Mona Lisa im Beitrag #7
Was willst du aber dann machen?

Reduzieren, einschränken - ganz klar! Bei Tisch hat ein Handy nichts verloren. Sitzt man zusammen und macht Pläne, bleibt das Handy in der Hosentasche (oder wo auch immer es seinen üblichen Platz hat). Wenn man unterwegs ist, nimmt man das Handy mit. Und wenn man allein ist oder in der S-Bahn sitzt, darf man am Handy machen, wozu man Lust hat.

Mein Handy ist immer dabei, immer geladen und immer an. Im Büro liegt das Handy neben dem Festnetz-Telefon. Wenn es "Biep" macht, dann macht es eben "biep". Und wenn ich Pause habe, sehe ich mal nach, weshalb es gepieps hat. Wer mich während der Bürozeit erreichen will, muss sich schon die Mühe machen und anrufen. "Bieps" gleich welcher Art werden in den Pausen oder in der S-Bahn angeguckt, beantwortet werden sie (bis auf wenige Ausnahmen), zuhause am Rechner. Mit dem Smartphone gehe ich nur äußerst selten ins Forum oder in Facebook.

Wenn dann auch daheim Feierabend ist, wird der Rechner angemacht und gelesen, was neu ist - E-Mails, Nachrichten, Forum, Facebook - und möglichst auch alles beantwortet ... sorry, das schaffe ich nur ganz selten innerhalb einer Stunde. Deshalb meine ich, dass eine Stunde Smartphone pro Tag ziemlich wenig ist. Damit erreicht man nur, dass der Kopf voll Smartphone ist und nix anderes mehr Platz hat und dass sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit über das Handyverbot hinweggesetzt wird (aufm Klo, unter der Bettdecke ...).

Zitat von Mona Lisa im Beitrag #7
Früher gab es die Regel, max. 1 mal nach Ankunft ein kurzes Gespräch mit den Eltern (bin gut angekommen) ...

Hach, das waren noch Zeiten, als die Kids bei ihren Eltern anriefen, wenn sie unterwegs waren! Im Ernst: Die Eltern sind nur selten die Korrespondenzpartner an den Smartphones der Teenies .

Was wir brauchen sind ein paar Verrückte; denn seht nur, wohin uns die Normalen gebracht haben. (George Bernard Shaw)

Mona Lisa Offline



Beiträge: 451

30.08.2016 08:35
#9 RE: Internetsucht - Hilfs-Angebot im Netz Antworten

Im Prinzip sehe ich das so wie du und normalerweise sollte das auch so sein und bei mir, bei meinen Gastkindern, bei meinem eigenen Sohn, bei meinem Mann usw. war bzw. ist das auch so.

Dieses Mädchen war da eine absolute Ausnahme, denn auch während der Schulstunde tickerte sie am Handy herum (hat der Gastvater mitbekommen, weil man ja sehen kann bei WhatsApp wann jemand zuletzt online war und hat ihr eine Test-Nachricht geschickt... prompt hat sie geantwortet).

Hm, vielleicht muss ich noch dazu erzählen, dass sie einmal die Woche mit ihren Eltern zu einer festgelegten Zeit (schon alleine wegen der Zeitverschiebung) skypt und sie am Abend ihre Nachrichten und Mails checken darf und wenn etwas wichtiges dabei ist, sie selbstverständlich dann auch entsprechende Zeit bekommt. Es ging hier einzig und allein um die Handydaddelei.

Es klappt im übrigen sehr gut. Sie hätte sich auch jederzeit das Handy nehmen können, es liegt offen in einem Regal im Flur aber sie hält sich an die Absprachen. Wie gesagt, es war ja auch alles mit ihren leibl. Eltern abgesprochen.

LG Mona Lisa

Mutterglück ist das was eine Frau empfindet, wenn die Kinder abends im Bett sind.

SusanneG Offline



Beiträge: 10.278

01.09.2016 23:54
#10 RE: Internetsucht - Hilfs-Angebot im Netz Antworten

Was wir brauchen sind ein paar Verrückte; denn seht nur, wohin uns die Normalen gebracht haben. (George Bernard Shaw)

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