Kennt Ihr dieses Medikament?

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08.03.2006 14:41
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#11
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( Gast )

Hallo,

ich hoffe, ich habe mit meiner Frage nach einem homöopathischen Mittel (und das auch noch beim Namen genannt) nicht zu viel Staub aufgewirbelt. Aber man wird von allen Seiten mit guten Ratschlägen und Meinungen zugeschüttet, und will doch nur das "Richtige" tun. Gestern hatte ich einen Termin mit meinem Sohn beim Neurologen. Leider bekomme ich die Ergenbisse des EEG erst in einigen Tagen. Die Frage nach dem homöopathischen Mittel habe ich wahrscheinlich voreilig gestellt, weil ich mir Gedanken über die Zukunft meines Sohnes mache. Wenn sich der Verdacht auf ADHS nicht bestätigt, was dann? Die Probleme in seinem Verhalten werden danach doch weiterhin bestehen bleiben. Was habe ich also dann für Möglichkeiten? Nicht dass ich verzweifelt bin, wenn es nicht ADHS ist, ich wäre heilfroh, doch geholfen ist mir dann auch nicht. Also wieder das Stohhalmprinzip?

Na, vielleicht bin ich doch zu voreilig, aber ich würde halt gern wissen voran ich bin.
Genaueres werde ich erst im April wissen. Bis dahin lese ich weiter jeden Beitrag und hoffe auf einige Antworten.

Ach eine Frage habe ich noch. Viele von Euch bzw. Eure Kinder nehmen Medikamente ein? Ich würde gern eine andere Therapieform wählen, wenn der Verdacht sich bestätigt. Medikamente wirklich erst, nachdem wir verschiedene Dinge ausprobiert haben. Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht und wie erfolgreich waren die Therapien.

Schon jetzt Danke für eure Antworten.
Grüße Stubbe


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08.03.2006 16:04
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#12
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Hallo Stubbe,

ein ganz wichtiger Baustein in der ADS-Therapie ist die Verhaltenstherapie. Aber meistens geht es trotzdem nicht ohne Medis. Bis die VT greift vergehen manchmal bis zu 1,5 Jahre, und als zusätzliche Hilfe werden dann eben Medis gegeben.
Es ist auch sehr häufig so, dass die Kinder ohne ein Medikament überhaupt nicht therapierbar sind, d.h. der Therapeut kann ohne die medikamentöse Unterstützung gar nicht richtig mit dem Kind arbeiten.

Man braucht vor den Medikamenten wirklich keine Angst haben! Die Nebenwirkungen sind viel größer, wenn man dem Kind keine Medis gibt, es leidet dann nämlich einfach weiter ..............!!! Und ich kann es nur noch einmal sagen: unser Sohn nimmt nun seit über fünf Jahren seine Medis, völlig nebenwirkungsfrei!!!

Herzliche Grüße
Andrea


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08.03.2006 16:20
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#13
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( gelöscht )

Hallo Stubbe,

keine Sorge, du hast mit deiner Anfrage nichts falsch gemacht, sondern nur eine ganz normale und legitime Frage gestellt. Und wenn in der weiteren Diskussion dann Wirbel aufkommt, musst ja nicht unbedingt du es sein, der dafür gesorgt hat .

Viele Grüße
Mike


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08.03.2006 16:36
#14
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Hallo Stubbe,
mach Dir mal keine Gedanken, es ist ganz normal, dass Du ungeduldig bist und Dich in alle Richtugne erkundigst!
Wie Mike auch shon ein paar Mal erwähnt hat, ist es auch kein Problem, nach einem Medikament (auch mit Namen) zu fragen oder sich über Homöopathie zu erkundigen. Wenn Du am Anfang stehst, MUSST Du sogar fragen, damit Du das richtige für Euch und Euer Kind finden kannst.

Ich muss Dir leider sagen: es bleibt Dir erst mal nichts anderes übrig, als die Diagnose der Ärzte abzuwarten. Ich weiss wie schwer das ist, dann nicht die ganze Zeit zu grübeln : "...was wäre wenn....und was wenn nicht..?"
Und Du brauchst auch keine Agnst haben, dass Dir der Arzt gleich Methylphenidat für Dein Kind verschreiben will oder wird!!! Medikamente werden nämlich immer erst DANN verordnet, wenn man ohne nicht weiterkommt!!!

Du schreibst Du willst erst mal "verschiedene Dinge ausprobieren". Das ist einerseits auch gut so, weil ja jeder für SICH und SEIN KIND den passenden Weg finden muss. Pass aber dabei bitte auf, dass dem Kind nicht zuviel durcheinander zugemutet wird, denn das geht dann eher nach hinten los!

Die (meines Wissens nach) erfolgreichste Therapie-Methode betseht aus 3 Teilen: heilpädagogische Entwicklungstherapie unter verhaltenstherapeutischen Prämissen für das Kind, Elterntraining für die Bezugspersonen UND (nur wenn die beiden nicht ausreichen) medikamentöse Therapie! Wenn das Kind Sekundärstörungen hat, können z.B. eine logopädische oder ergotherapeutische Mitbehandlung notwendig werden.

Als wenig hilfreich bei diagnostiziertem ADS gelten analytische Therapieformen und absolut kontraindiziert sind sogenannte Festhaltetherapien. Zum Thema Homöopathie: es hört sich jetzt krass an aber bei diagnostiziertem ADS verschwendest Du damit nur Deine Zeit! Niemand hier im Forum meint das böse und, wie Mike auch schon oft geshrieben hat, ist das eine Glaubenssache - und jeder darf Glauben was er will! Wir können Dir nur unsere Erfahrungen weitergeben und Du musst entscheiden,was Du davon für Dich verwenden möchtest!

Liebe Grüße, käferle


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08.03.2006 16:53 (zuletzt bearbeitet: 08.03.2006 16:54)
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#15
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( Gast )
Hallo Käferle

In der Klinik in der die Titration stattfand hat man uns bestätigt, dass bei ca. 15 % die gegenteilige Wirkung mit Methylphenidat
eintreten kann, die mit der Syntombekämpfung eigentlich erreicht werden soll. Als überhaupt kein Anzeichen eines Erfolgs eingetreten ist,
habe ich angefangen mich über den Wirkstoff schlau zu machen. Als mir dann klar wurde, was mir die Ärzte bei meiner Einwilligung alles verschwiegen hatten, habe ich entschieden das Medikament sofort abzusetzen.


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10.03.2006 13:53
#16
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Hallo RO!
Weiß ja nicht ob Du männlich oder weiblich bist - aber haste schon mal den Beipackzettel der "Pille" gelesen???? Die Pharma-Konzerne müssen sich gegen alle Seiten absichern! Ich sag nur: solange mein Sohn seine MEDI genommen hat, lief´s super, jetzt hat er aus Bockigkeit abgesetzt, und seitdem geht nichts mehr!
Davon abgesehen braucht nicht jedes ADS-Kind MEDI - meine Tochter kommt super ohne Medi zurecht - hatte nur 1 1/2 Jahre Verhaltenstherapie.
Und wer sagt Dir denn, daß es bei diesem speziellen Kind auch "schief-geht"? Ich finde es unfähr, einer Mutter Angst zu machen, statt ihr zu helfen. Natürlich kann sie alles mögliche ausprobieren, auch Homöapathie oder Nägel in die Tischplatte klopfen - ob es was hilft wird sich zeigen. Ich jedenfalls war heilfroh, als unser Sohn mit damals 12 Jahren endlich MEDI bekam - er hat schon am 1. Tag das Chaos in seinem Ranzen zum ersten Mal wahrgenommen und sortiert.
Man sollte vielleicht lieber mal sagen, was passiert, wenn Medi nötig sind, man sie aber als Eltern nicht gibt: Mein Cousin hat als Kind vor 30 Jahren (!!!) bereits Ritalin bekommen, damals hat man es in der Pubertät aus Angst vor Schäden abgesetzt, und mit Mitte 20 ist er durchgeknallt und lebt seitdem in der Psychiatrie!! Glücklicherweise weiß man heute, daß es eben NICHT zu Schäden führt, wenn man Medis gibt (zumindest wenn es sorgfältig eingestellt wird wie jedes andere Medikament auch).
Tschuldigung, aber der Dampf mußte raus!
Liebe Grüße
Mama4kids mit viel ADS in der Family


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