Dringend!! Hilfe!! Umstellung von Medikinet 30 auf Strattera....

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22.02.2009 22:37 (zuletzt bearbeitet: 22.02.2009 22:50)
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#1
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Hallo, ich bräuchte dringend Hilfe. Mein Sohn(ADHS)bekommt seit eineinhalb Jahren Medikinet. 30mg Retard. Nun ist es seit ein paar Monaten so das dieses Medikament nicht mehr so wirkt wie es soll und es ja vorher auch getan hat. Er kann sich schlechter konzentrieren und wird in der Schule immer schlechter. Einen Termin in einem SPZ haben wir schon. Die Ki.Ärztin hat ihn jetzt aber nochmal umgestellt auf Strattera. Nun habe ich mit der Dosis ein kleines Problem und komme bei der Ärztin nicht weiter und bekomme keine mir ausreichende Antwort. Also: mein Sohn wiegt 40kg. Er bekommt Medikinet 30mg. Er dürfte pro kg Körpergewicht 1mg Medikinet nehmen. Nun bei der Umstellung soll er 14 Tage lang Medikinet weiternehmen und zusätzlich 18mg Strattera nehmen. Das sind meiner Rechnung nach 48mg gesamt. Die 3. und 4. Woche soll er 15mg Medikinet und 40mg Strattera nehmen. Das sind 55mg gesamt. Und in der 5. Woche soll er nur noch 40mg Strattera nehmen und Medikinet einfach weglassen. Ist das in der 3. und 4. Woche nicht etwas zuviel des guten?? Ich habe ein ungutes Gefühl....Kann mir da jemand helfen?? Die 3. Woche beginnt am Dienstag den 24.02. Bitte um Rat. Ach und nochwas. Er hat letzte Woche eine für ihn recht gute Note in Deutsch geschrieben. Kann es sein das man in der 2. Woche der Umstellung den eventuellen Erfolg von Strattera schon bemerkt?? Ich danke euch schonmal für eure Antworten.....

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22.02.2009 23:46
#2
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Hi Stina,

kann es sein, dass du da was durcheinanderbringst? 1 mg pro kg Körpergewicht ist die Tageshöchstdosis bei Methylphenidat (MPH). Wo bei Atomoxetin (Wirkstoff in Strattera) die Tageshöchstdosis liegt, weiß ich nicht. Vielleicht guckst du ja mal im Beipackzettel nach. Meines Wissens wird Atomoxetin deutlich höher dosiert als MPH.

An der Dosierungsanleitung für die Umstellung gibt es nichts zu meckern, das finde ich ok so.

Ach ja, mitunter haben unsere Kinder auch gute Noten, weil sie eben eine gute Note geschrieben haben - Medis hin oder her. Freu dich mit ihm über die gute Note.

Viele Grüße
Susanne


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23.02.2009 11:34
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#3
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Ja natürlich freuen wir uns alle über die gute Note.....bei dem Wirkstoff des Strattera liegt es bei 1,2mg pro kg Körpergewicht. Das es sich um die Tageshöchstdosis handelt ist mir bekannt. Aber gesamt sind es in der 3. und 4. Woche 55mg, und ich weiß nicht ob es auch getrennt gerechnet wird weil der Wirkstoff ein anderer ist.


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23.02.2009 17:57
#4
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Hallo Stina,

So wie ich das verstehe versuchst du versehentlich Äpfel und Birnen hochzurechnen.

Ein Apfel und eine Birne geben aber gar nie 2 Äpfel egal wie man auch rechnet

Strattera ist, wie ja schon geschrieben wurde, ein völlig anderer Wirkstoff, du kannst den nicht mit Methylphenidat (in eurem Fall Medikinet) hochrechnen.

Im Moment bekommt dein Kind quasi "Obstsalat" weil es wohl die Äpfel nicht wirklich zu "mögen" scheint, also verringert man den Anteil der Äpfel und gibt nach und nach mehr Birnen dazu.

Hoffe meine Obstsalat-Erklärung ist nachvollziehbar

LG Mel



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23.02.2009 22:49 (zuletzt bearbeitet: 23.02.2009 22:50)
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#5
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Hallo Melody, Hallo Susanne,

vielen Dank.....nun hab auch ich es kapiert und bin wesentlich beruhigter......Danke an euch beide für eure Antworten. Ihr habt mir schon weitergeholfen...:-) aber das mit dem Obstsalat fand ich ja Klasse....*lach*

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24.02.2009 16:33
#6
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24.02.2009 21:01
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#7
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Hallöchen Stina,

zwar etwas verspätet, weil einige Tage keine Möglichkeit gehabt im Netz zu sein, aber nun möchte ich auch noch meinen Senf hinzu geben. Du bist ja schon beruhigt und kannst das auch sein, denn Deine KiÄtin hat dies meiner Meinung nach vollkommen richtig gemacht. Obwohl das Medikament so teuer ist, dass ich staune, dass Du es von einer KiÄtin und nicht von einem KJP-Doc bekommst!!!
Mein Kiddi bekommt bereits fast 2 Jahre Strattera, wobei wir es aber gerade wieder ausschleichen (Auslassphase). So wie Strattera ausgeschlichen werden muss, muss es auch eingeschlichen werden. Also langsam anfangen und dann wochenweise erhöhen. Wir sind damals von 10 mg Ritalin tgl. umgestiegen bis auf die Tagesdosis 25 mg Strattera. Erst nach 6-8 Wochen wirkt Strattera vollständig. Ein halbes Jahr ging es dann auch vollkommen ohne zusätzliches MPH, doch seit Beginn letztes Schuljahr, müssen wir tgl. 5 mg Medikinet dazu geben. Wir haben Strattera immer Abends gegeben und Medikinet morgens vor der Schule. Ich kann Dir nur empfehlen Strattera Abends zu geben, so ca. 1,5 h vor dem Schlafengehen. Dann hat es mit dem Einschlafen wesentlich besser geklappt. Strattera macht nämlich in der Anfangswirkphase müde. Das ist ja nicht gerade der Bringer für die Schule. Also, liebe Stina, Du machst das alles vollkommen richtig. Doch Dir sollte auch klar sein, dass Strattera NICHT so wirkt wie ein MPH-Medikament und bitte lies unbedingt noch einmal genau den Beipackzettel mit den eventuellen Nebenwirkungen. Die Nebenwirkungen setzen schleichend ein. Dies ist bei uns auch der Grund des Auslassversuches. Wenn es nach mir geht, dann fange ich damit nicht wieder an. Hoffentlich schaffen wir das. Mein Kiddi ist über die neuerliche Veränderung nicht besonders erbaut ...
Aber das ist ein anderes Thema!

Sei lieb gegrüßt von
Silka

Wir müssen unsere Kiddis eben ein wenig mehr beobachten.

Ich fühle, das Kleinigkeiten die Summe des Lebens ausmachen!!!

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25.02.2009 22:23
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#8
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Hallo Silka.....ich habe mit Schrecken den Beipackzettel gelesen.....schon am Anfang....und hoffe das es soweit nicht kommt das es schlimme Nebenwirkungen gibt. Aber was meinst du denn damit das es nicht so wirkt wie Medikinet?? Also mein Junior hat ADHS......er ist zwar hyperaktiv aber nicht agressiv. Frech aber mehr nicht. Er hat zuviel Energie und sein Leben besteht eigentlich fast nur aus Sport.....und das freiwillig, manchmal müssen wir ihn bremsen. Er hat auch viele Freunde. Er muß eigentlich nur Tabletten nehmen weil er ohne sie mit den schulischen Leistungen nicht klar kommt. Das heißt er kann sich ohne Medikament kein Stück konzentrieren.....Und das hat bei Medikinet nachgelassen....Daher der Versuch der KiÄin mit dem Strattera.....Vielleicht kannst du mir nochmal antworten.....Danke...:-)


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01.03.2009 22:40
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#9
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Guten Abend Stina,

entschuldige, dass ich Dir erst heute antworten kann. Aber ich glaube, Du musst meine Antwort noch lesen.
Also wir sind vom MPH auf Strattera umgestiegen, weil wir es am Nachmittag-Abend nicht mehr ausgehalten haben. Sie war einfach nicht mehr ertragbar. Sie war völlig daneben. Jetzt weiß ich, dass es das sogenannte Rebound war und wir hätten lieber nochmal Mittags MPH nachdosieren sollen. Doch a) haben wir das damals nicht gewußt (erst hier durchs Forum erfahren) und b) wer hätte dies in der Grundschule überwachen sollen, denn aufs Kiddi können wir uns dabei ja nicht verlassen. Also sind wir umgestiegen, auf Empfehlung. Dann ging es auch eine zeitlang richtig gut. Bis dann wieder die Klagen von der Schule anfingen: unkonzentriert, zu langsam, zu müde, stört im Unterricht usw. Auch wurde sie mehrmals Opfer von Gewaltätigkeiten in der Schule und keiner hat ihr geholfen (ist doch selber Schuld, hat doch angefangen ...) Und im Gegenzug zu Hause: Sie hat viel "Blödsinn" angestellt und sie wurde zunehmend aggresiver und oppositioneller. Soll heissen: Generell wenn etwas gesagt wurde, also etwas von ihr verlangt wurde, kam ein lautes NEIN!!! LASS MICH IN RUHE! Man wird für blöd erklärt und überhaupt: Mami soll doch gefälligst gehen! Wutaussbrüche, Türen schmeißen, abhauen ... alles war an der Tagesordnung.
Da wir ihr aber helfen wollten, in der Schule und im Sozialverhalten besser klar zu kommen, haben wir wieder mit MPH morgens angefangen. Seit nun ca. 1 Jahr bekam sie Strattera Abends 25 mg (wiegt immer noch nur 25 kg) und morgens letztendlich 5 mg Medikinet. Dann hörten die Klagen in der Schule auf. Auch ein glücklicher Umstand: Der Schlägertyp ist nicht mehr da und sie hat da jetzt ein wenig mehr Ruhe. Die Rückmeldungen aus der Schule waren gut, nein eigentlich waren die Lehrer sogar vollkommen zufrieden (im Gegensatz zu früher), eben nur immer noch langsam und verträumt. Seit den Februarferien schleichen wir Strattera aus, weil a) ihre depressive Grundstimmung immer schlimmer wurde (ich bin blöd, ich bin schlecht, ich bin böse!) und b) eine Auslassphase ansteht und c) sie ab 09.03. für 8 Wochen zum stationären Aufenthalt geht und sie da (von uns aus) ohne Strattera behandelt werden soll.
Nun hatte sie 1 Woche nur 18 mg Abends bekommen und weiterhin morgens die 5 mg MPH. Wirkungsveränderung habe ich schon festgestellt, nämlich: wir haben bereits am Mittwochfrüh beim Frühstück miteinander gelacht!!! 10 rote Punkte und damit Kinogehen hat sie locker in dieser Woche geschafft (soll heissen, dass sie sich wesentlich besser lenken lies!). Für 10 rote Punkte haben wir manchmal bis zu 5 Wochen gebraucht! Doch auch schon eine negative Rückmeldung aus der Schule: unzuverlässig, unkonzentriert usw. stand im HA-Heft. Morgen spreche ich mit der Lehrerin und will erfahren, ab wann sie das festgestellt hat. Meine erste Reaktion darauf ist: 10 mg Medi morgen früh geben. Mein Kiddi wird dies nicht wollen, aber ich versuche es trotzdem. Ja und ab morgen Abend gebe ich dann nur noch 10 mg Strattera. Die reichen genau bis Sonntag.
Die unterschiedliche Wirkung kann ich eigentlich nicht so genau beschreiben. Ich habe nur festgestellt, dass sie mit Strattera viel oppositioneller, aggresiver und auch ängstlicher als früher geworden ist. Ja, unsere Kinder werden auch älter und es muss nicht am Medi liegen. Sie machen ja trotzdem alle Entwicklungsphasen durch, doch wir wollten einfach unsere fröhliche kleine Maus wieder haben. Sie war ja gar nicht mehr für irgend etwas Neues zu begeistern, am liebsten in ihrem Zimmer oder auch draußen, aber ALLEIN! Klar will sie mal zu der oder zu der Freundin, doch fast immer endete es mit "Zickenalarm!".
Es ist lang geworden, Entschuldigung. Vielleicht kannst Du ja auch mal in den alten Beiträgen zu Strattera lesen.
Abschließend nochmal: Jedes Kind reagiert anders und für eine lange Zeit hat es ja auch gut gewirkt.

Gute Nacht und LG Silka

Ich fühle, das Kleinigkeiten die Summe des Lebens ausmachen!!!

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03.03.2009 07:36
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#10
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Hallo Stina,

genau das gleiche wie Silka kann ich auch von unserem Sohn sagen.Bei uns hat sich das gleiche auch so abgespielt.
Wir sind jetzt auch seit langer zeit wieder auf Medikinet übergegangen.Es klappt super.

Silka: Du sprichst von dem Rebout Efekt nach der Medikinet,so das sie agressiv wurde.Das war bei unserem Sohn auch so.Jetzt geben wir ihm zum ausschleichen nur noch eine halbe Medikinet.Seitdem kommt er nicht mehr in die Rebout Phase.

LG Gabi


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