stratera

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07.07.2006 16:46
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#11
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Hallo jmc,
möchte dir gerne etwas zu Strattera schreiben. Bin erst kürzlich über das Forum gestolpert und habe auch die
etwas älteren Beiträge mit großem Interesse gelesen. Mein D. ist 11 J. und nimmt seit dem 1. Schuljahr Medis.
Zuerst Medikinet, wo er eigentlich ganz gut mit zurechtkam. Letztes Jahr schlug mein Kinderarzt vor auf
Strattera umzustellen, da man nur noch 1 x am Tag die Tabl. geben muß und die Wirkung den ganzen Tag anhält.

Vor den Osterferien setzte ich dann Medikinet ab und fing mit Strattera an. Die Ferien waren dann nicht so
berauschend, da die Wirkung wirklich erst später anfing. Zu der Zeit hatte ich auch den ersten Termin bei
einer Kinderpsychologin, die mit einen Fragebogen für den Lehrer mitgab, wo er D. über 6 Wochen beurteilen
sollte. Es wurden immer verschiedene Verhaltensauffälligkeiten angegeben und der Lehrer mußte auf einer Skala
von 1-10 beurteilen wie stark es zutrifft.

Was soll ich sagen, ich war super überrascht wie Strattera anschlägt. D.'s Lehrer, der eigentlich gegen Medis ist,
war auch positiv überrascht. D. ist jetzt in der Lage bei Arbeiten alle Fragen die diktiert werden mitzuschreiben
und auch zu beantworten. Früher hat er meistens noch nicht mal geschafft alle Fragen zu schreiben, geschweige denn
zu beantworten. Zum Glück hat der Lehrer ihn meistens noch mal mdl. geprüft, sonst.....

Die Tabl. nimmt er immer abends (wurde mir vom Hausarzt empfohlen, sein Sohn nimmt die auch), seitdem
ist er mehr und schläft vor allem besser ein. Früher waren wir des öfteren schon vor ihm am schlafen. Heute
schafft er es meistens schon um 9 Uhr zu schlafen.

Natürlich gibt es auch jetzt noch genügend Situationen wo ich einen Ausraster bekommen könnte oder bekomme, aber
ich bin froh das ich auf Strattera umgestellt habe.

Jetzt bin ich doch ein bisschen aufgeregt, mein erster Beitrag in einem Forum, hoffe ich habe nicht besserwisserisch oder so geschrieben.

liebe Grüße
cn


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07.07.2006 17:15
#12
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Hallo cn,
jetzt werde ich aber hellhörig: Strattera hilft beim Einschlafen? Euer Schatz nimmt es abends? Wie wirkt es dann am Folgetag noch? Wir haben einen Youngster mit massivsten Einschlafproblemen, vielleicht wäre das eine Alternative zu den anderen Medis (- sofern er seine pubertären Abwehrreaktionen mal wieder einstellt.)
Dein Beitrag wirkt überhaupt nicht besserwisserisch. Wir sind doch alle auf neue Tips angewiesen!!
Liebe Grüße
mama4kids
Freu Dich wenn es regnet - Es regnet auch, wenn Du Dich nicht freust!


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07.07.2006 21:49
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#13
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jmc

hi cn,
das freut mich dass es bei euch auch so gut läuft. wir geben strattera auch abend und es stimmt, er schläft besser ein und fast jede nacht durch. allerdings bekommt er morgens eine medikinet 10 mg aber nur wenn schule ist, am wochenende und in den ferien nicht.
mittlerweile habe ich auch ein paar nachteile gefunden, aber die vorteile überwiegen noch. ein nachteil ist seine schrift, war schon immer schlecht aber jetzt kann man bei manchen worten noch nicht einmal erahnen was sie heißen sollen. ein sehr großer vorteil ist, dass er wieder hunger hat, und es auch als solchen erkennt und weis, dass sein körper jetzt was essen muß und zwar was richtiges und nicht schokolade.(hat jetzt 3 kilos mehr)
es ist auch absolut klasse, das es tatsächlich so lange wirkt und wir nicht 4 mal am tag nachdosieren müssen, sondern er einfach auch so raus kann zum spielen.
entspannte grüße
jmc


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10.07.2006 12:44
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#14
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( Gast )

Hallo mama4Kids,
habe leider nicht viel Zeit, muß Kochen. War aber neugierig ob mir jemand geantwortet hat. Von der Schule
habe ich keine negative Resonantz bekommen seitdem D. Strattera abends nimmt. Die Wirkung lässt meistens am
späten Nachmittag nach, aber das merke meistens nur ich. Die anderen kennen ihn nur als "Wibbel" und
bestätigen mir eigentlich nur das er viel ruhiger geworden ist. Nur wenn wir unterwegs waren und er bekommt
die Tablette zu spät kann es sein das er um 22 Uhr auf einmal wieder auf der Matte steht und nicht schlafen
kann weil er Hunger hat.
Apropo Hunger, gleich stehen zwei mit Hunger vor der Tür.

Alles Liebe
cn


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12.07.2006 14:12
avatar  Mike T. ( gelöscht )
#15
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Mike T. ( gelöscht )

Vielen Dank für die interessanten Erfahrungsberichte mit Strattera. Man sieht mal wieder, dass es bezüglich der Medikation keine pauschalen, allgemeingültigen Wahrheiten gibt - weder bezüglich der optimalen Dosierung, noch bezüglich des geeignetsten Medikaments. Jeder Hirnstoffwechsel ist anders und jeder reagiert auf eine bestimmte Medikation anders. Der eine braucht "viel", der andere "wenig", um die gleiche gewünschte Wirkung zu erzielen. Und auch wenn Methylphenidat bei ADHS immer noch die Medikation erster Wahl ist, so kann es dennoch gute Gründe geben, zu Strattera zu wechseln: Zum Beispiel bei "Non- oder Schlecht-Respondern", bei denen MPH - trotz bestmöglicher Dosiseinstellung - überhaupt nicht (mehr) oder nicht genügend wirkt, wenn MPH nicht vertragen wird oder bei bestehendem Untergewicht zu Appetitlosigkeit führt, die auch nach Abklingen der Medikationswirkung nicht kompensiert wird, oder die Wirkung trotz Langzeitpräparat nicht hinreichend lange anhält, oder die erwünschte Wirkung erst durch Aufdosierung in Dosierungsbereiche weit jenseits der 100 mg./Tag-Marke erzielt werden kann, so dass es den Eltern und/oder dem Arzt langsam "mulmig" wird. Für all diese Fälle ist es gut, wenn eine nachweislich wirksame medikamentöse Alternative wie Strattera zur Verfügung steht, so dass der Arzt in den Fällen, in denen MPH nicht (hinreichend) wirkt oder nicht vertragen wird, nicht nur hilflos mit den Schultern zucken muss. Wenn allerdings mit MPH eine hinreichend gute Wirkung erzielt und das Medikament - wie in den meisten Fällen - recht gut vertragen wird, dann besteht i.d.R auch kein Anlass, das Medikament zu wechseln. "Optimal" in dem Sinne, dass damit alle Probleme "wie von Zauberhand" vollständig verschwunden sind, wirkt die Medikation sowieso (leider) nur in den seltensten Fällen (die es aber tatsächlich gibt). Wenn Zweifel hinsichtlich der Frage aufkommen, ob das Medikament überhaupt noch wirkt, hilft meistens ein Absetzversuch, um diese wieder zu beseitigen. Wenn nicht (und auch eine Dosierungsänderung nicht hilft), dann wäre auch in solchen Fällen u.U. ein Versuch mit Strattera angebracht. Sollte sich dabei herausstellen, dass das zuvor gegebene MPH doch besser gewirkt hat, dann könnte man immer noch wieder zurückwechseln. Ganz abgesehen davon, dass bei manchen auch eine kombinierte Gabe von MPH und Strattera besser wirkt, als das jeweilige Medikament alleine.

Mike



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