Depressive Episode bei ADS

26.01.2013 17:38
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#1
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Mein Sohn ist schon 16 und hat schon ewig (unerkannt) ADS, ist eher ruhig abwartend und frisst alles in sich rein. Das hat sich zu einer Depression angestaut. Reden kann er nicht so richtig darüber und ritzen (finde ich) ist doch auch keine Lösung.

Die Frage an Euch ist: Gibt es außer Ritalin und die Psychiatrie für ihn Möglichkeiten ihn alternativ da raus zu holen bzw. die Therapie zu unterstützen? Wer von Euch hat Erfahrungen mit ADS/Depression? Wie kann er vom Ritzen loskommen? Wie können wir als Eltern ihm Halt geben?


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26.01.2013 21:59
#2
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Hi Vossi,

erst mal herzlich willkommen im Forum des AdS e.V.!

ADHS und Depression - ja, auch in jugendlichen Jahren ist das nicht selten. Hier mit Medikamenten zu unterstützen wäre durchaus hilfreich. Doch in erster Linie braucht dein Sohn Psychotherapie bzw. Verhaltenstherapie.

Ritzen - also Selbstverletzung - kann ein Hinweis auf eine Borderline Persönlichkeitsstörung sein, da passt auch die Depression dazu. Das sollte noch abgeklärt werden.

Die Psychiatrie dürfte nicht hilfreich sein. Eine Psychosomatische Klinik wäre vermutlich besser geeignet. Im Forum sind bestimmt Eltern, die dir sagen können, welche Klinik für Jugendliche empfehlenswert ist.

Viele Grüße
Susanne

LÄCHELN! Morgen wird noch schlimmer!


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26.01.2013 22:36
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#3
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Mein Großer ist seit wenigen Tagen in der Tagesklinik. Die wollen ihn am liebsten in die geschlossene. Davon halte ich wenig, da er dort seine sozialen Kontakte nicht mehr aufrecht erhalten kann.

Nur ist die Frage: Wie können wir als Eltern ihn unterstützen. Er muss sein eigenes Rückgrat aufbauen, um nicht mehr alles persönlich zu nehmen und auch mal Konter zu geben. Der Druck heutzutage von außen ist größer als zu unserer Zeit. Die Medien tuen das ihrige dazu.


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27.01.2013 16:10
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#4
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Hallo Vossi,

vermutlich wäre eine Reha in einer Fachklinik sinnvoll, auch eine längere therapeutische Begleitung, wenn er
wieder heim kommt wären sinnvoll. Das werden die Therapeuten dann vorschlagen.
Zum Thema:" er soll Konter geben"- nun ja, er sollte vielleicht erstmal seine Depressionen
in den Griff kriegen, der Rest kommt dann.
Die psychosomatische Abteilung in Krankenhäusern kann da hilfreich sein- ich weiß nicht wo ihr wohnt- je nachdem gibt es verschiedene Einrichtungen. Momentan ist er ja untergebracht.
Grüße Uli

Eltern können helfen indem sie erstmal keine Vorstellungen haben, sondern das "Kind" nach seinen Ideen und Vorstellungen fragen. Das unterstützen was das Kind gerne möchte ist hilfreich ...


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30.01.2013 14:57
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#5
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Hallo Vossi
unser Sohn ist 17 Jahre alt. Wir fahren ganz gut mit unserem Integrationshelfer. Der unterstützt unseren Sohn in der Berufsschule. Habe auch erst seit 3 Jahren eine solche Hilfe. Aber ich finde ihn sehr gut, den was er mit uns nicht besprechen konnte läuft über diesen Mann. Der gibt ihm Hilfestellung im Umgang mit anderen und er kann das Ansprechen was im Betrieb falsch läuft. Die seelische Aussprache ist ganz wichtig um eben nicht alles in sich hinein zu fressen.
und Du hast ganz recht die Umwelt kann nicht mit ADS umgehen, deshalb nehmen viele auch Medis.
Vielleicht stellt sich die Umwelt irgendwann um, denn es werden immer mehr.
Gruß Ute


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31.01.2013 10:52
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#6
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Danke für den Tipp. Ich habe mich jetzt auch umgesehen und einen Ansprechpartner hier vor Ort gefunden, der unseren Großen unter seine Fittiche nehmen will, sobald der aus der Klinik raus ist.

Wäre der nur mal früher aus sich rausgekommen, dann hätten wir schon längst was unternehmen können. Bestimmt wäe er dann auch nicht so am Boden.


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