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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 576 mal aufgerufen
 Diagnostik, Therapie, Medikation
Funky Offline



Beiträge: 43

03.06.2016 06:44
#1 RE:@ Funky Antworten

Guten morgen devi,
Willkommen hier, ich kann sehr gut nach empfinden wie es dir geht. Ich War und bin zum teil auch überfordert und erschöpft und denke ich habe total versagt.
Was nicht der Fall ist, muss ich mir aber auch jeden Tag sagen.
Wir haben seit 2 Jahren die Diagnose adhs, wir haben auch das erste Jahr gesagt er bekommt keine medis, und haben es über sport und die Lebensmittel versucht (es gibt bestimmte Sachen die adhsler nicht essen sollten, gelbes Obst und Gemüse sowie rotes Fleisch, Zucker und gluten ).
Das hat am Anfang auch super funktioniert, wir haben dann unseren tagesablauf total umgestellt, zur gleichen Zeit aufstehen, frühstücken, anziehen usw , was auch schon geholfen hat.
Nach 6 Monaten wurde es aber immer schlimmer und er ist auf seine Schwester los, er hat sie verbal und körperlich so gestresst (man konnte bei ihr mit 4 Jahren das stresshormon nachweisen ).
Jetzt bekommt er seit einem Jahr medis und es ist besser geworden, wir warten auch gerade auf einen Therapie Platz. Was ich eigentlich sagen wollte, es ist sehr mutig es ohne medis schaffen zu wollen, aber sei nicht komplett davon abgeneigt, es ist keine Schande sich darauf einzulassen.
Denn es nicht schlimm und du hast dann auch nicht versagt. Ich will dich nicht überreden, aber vielleicht erleichtert es einiges.
LG funky

SusanneG Offline



Beiträge: 9.347

04.06.2016 23:56
#2 RE:@ Funky Antworten

Zitat von Funky im Beitrag #1
Guten morgen devi,

Ja, dieser Beitrag stand im Thread von Devi. Wir haben mit diesem Thread ein neues Thema eröffnet - denn dies ist ein neues Thema. Devi soll weiterhin Antworten zu ihrem Thema erhalten.

Hallo Funky,

bitte enschuldige, dass wir deinen Beitrag erst mal verschwinden lassen mussten und jetzt einen neuen Thread eröffnet haben. Denn das, was du geschrieben hast, hat mit den von Devi aufgeworfenen Fragen recht wenig zu tun.

Zitat von Funky im Beitrag #1
(es gibt bestimmte Sachen die adhsler nicht essen sollten, gelbes Obst und Gemüse sowie rotes Fleisch, Zucker und gluten ).

Wenn Susanne blinkende Smileys benutzt, dann ist es ernst!
Wie - um alles in der Welt - kommst du denn zu so einer Aussage? Das ist doch ***zensiert***! Es gibt nichts, aber auch schon GAR nichts, was Menschen mit ADHS auf Dauer mehr Schaden zufügen kann als die Publikation von derlei Behauptungen!

Wir müssen hier zwei grundverschiedene Dinge unterscheiden: zum einen die ADHS, zum anderen ADHS-Symptome.

Hyperaktivität, Impulsivität und mangelnde Aufmerksamkeit sind zwar die bekanntesten Symptome, doch das reicht bei Weitem nicht für eine Diagnose. Untrennbar mit der ADHS verbunden ist die Dysregulation der Emotionen, der exekutiven Funktionen und der autonomen Selbststeuerung. DAS ist das Anders-Sein, aus dem sich so viele Folgeerkrankungen entwickeln, die uns dann als Erwachsene quälen.

Bleiben wir mal bei den drei Kernsymptomen der ADHS, die an jedem Stammtisch diskutiert werden: Hyperaktivität, Impulsivität und mangelnde Aufmerksamkeit. Kinder mit ADHS zeigen diese Symptome. Wenn man neurotypischen Kindern z.B. den Schlaf entzieht, sie auditiver oder visueller Reizüberflutung oder starkem Leistungsdruck aussetzt, sie ungesund ernährt, dann werden sie ... genau! Sie werden hyperaktiv, impulsiv und unaufmerksam! Völlig richtig. Doch haben sie deshalb auch eine ADHS? Nein! Sie zeigen lediglich ein paar ADHS-Symptome.

Wer nur diese drei Symptome sieht, hat die ADHS nicht verstanden.

Ungesunde Ernährung ... wie sieht die aus? Gelbes Obst und Gemüse, rotes Fleisch? Das Problem ist weder das Obst und Gemüse, noch das Fleisch. Das Problem sind die Farbstoffe, mit denen etliche unserer Nahrungsmittel aufgehübscht werden. Das Problem ist auch nicht der Zucker an sich, sondern ein Zuviel davon. Die Dosierung macht das Gift! Das gilt übrigens auch für Phosphat, Fluorid und wasweißdennich, was einen sonst noch mehr oder weniger zappelig macht.

Phosphat ... da ist sie wieder, die "nahrungsmittelinduzierte ADHS". Einige von uns kriegen Pickel, wenn sie das lesen.

Zitat von Funky im Beitrag #1
Nach 6 Monaten wurde es aber immer schlimmer und er ist auf seine Schwester los, er hat sie verbal und körperlich so gestresst


Wurde das im SPZ thematisiert? So etwas sind für mich keine Diagnosekriterien für eine ADHS, sondern für eine Störung des Sozialverhaltens.

Zitat von Funky im Beitrag #1
(man konnte bei ihr mit 4 Jahren das stresshormon nachweisen ).

Welches? Natürlich kann man sie nachweisen - wäre ja schlimm, wenn nicht. Stresshormone sind Botenstoffe - wenn wir keine hätten, dann hätten wir mehr als nur ein Problem. Auch hier gilt: Die Dosierung macht das Gift.

Zitat von Funky im Beitrag #1
Was ich eigentlich sagen wollte, es ist sehr mutig es ohne medis schaffen zu wollen, aber sei nicht komplett davon abgeneigt, es ist keine Schande sich darauf einzulassen.
Denn es nicht schlimm und du hast dann auch nicht versagt.

Medikamente - erst mal so ganz allgemein - sind weder schlimm, noch haben sie mit Schande oder Versagen zu tun. Es ist nicht besonders sachdienlich, sie mit diesen Vokabeln in Verbindung zu bringen. Und ja, ich habe das "nicht" gelesen! Doch lesen das alle anderen auch?

Für die Medikamente, die bei ADHS als erste Wahl verordnet werden, gelten besondere Vorschriften; in erster Linie um Missbrauch vorzubeugen. Diese Vorschriften besagen unter anderem, dass der medikamentösen Therapie zunächst eine Verhaltenstherapie o.ä. vorausgehen soll. DAS ist der Grund, weshalb in Devis Fall (und vielen anderen Fällen auch) die Medikamente noch gar nicht zur Diskussion stehen. Es ist deshalb nicht sachdienlich, jetzt mit Devi über Medikamte diskutieren zu wollen. Das hilft ihr kein Stück weiter. Im Gegenteil: Es vermittelt ihr das Gefühl, dass man bereits jetzt unbedingt über die Medis sprechen muss.

Zitat von Funky im Beitrag #1
Ich will dich nicht überreden, ...

Dann lass es doch einfach sein. Bitte.

Funky, bitte nimm diese Kritik nicht persönlich. Sie ist nicht gegen dich gerichtet sondern gegen diejenigen, die einen solchen Sch... in die Welt setzen und es damit unseren Kindern unmöglich machen, einfach nur ganz normal so akzeptiert zu werden, wie sie nun mal sind. Bitte prüfe deine Informationsquellen sorgfältig. Denn im SPZ hast du diesen Mist ganz sicher nicht gehört.

Viele Grüße
Susanne

Was wir brauchen sind ein paar Verrückte; denn seht nur, wohin uns die Normalen gebracht haben. (George Bernard Shaw)

Funky Offline



Beiträge: 43

05.06.2016 17:39
#3 RE: RE:@ Funky Antworten

Sorry dass war mir nicht klar.
Aber danke fürs aufklären. Ich wollte keine falschen Behauptungen aufstellen, ich habe daß nur bei unserem Sohn beobachtet, und dann mit unserem Heilpraktiker gesprochen und er meinte das in diesen Lebensmitteln entzyme sind die Symptome verstärken können.

lupa Offline



Beiträge: 1.211

05.06.2016 17:58
#4 RE: RE:@ Funky Antworten

Zitat
und dann mit unserem Heilpraktiker gesprochen und er meinte ...


Natürlich kannst Du sprechen mit wem Du willst und worüber Du willst und auch den verschiedendsten Heilsversprechen folgen.
Ich persönlich halte aber die Kombination von ADHS - Problematik und Heilpraktiker für nicht besonders glücklich und erfolgversprechend.
Und wenn man verstanden hat, was einer ADHS ursächlich zu Grunde liegt, dann erklärt sich das eigentlich von selbst.
Sei vorsichtig! Am Ende geht doch gar nicht so sehr um die Symptome (das ist mehr das, was UNS Außenstehende nervt), sondern um nichts weniger als die seelische Gesundheit und Lebenszufriedenheit Deines Kindes.

Lg
lupa

Earth is flat, pigs can fly and ADHD doesn't exist..

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