wird ADS schlimmer

30.05.2007 14:31
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#1
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Hallo, ich hab´noch ein paar Fragen. Wird ADS schlimmer je älter die Kinder werden? Unser Sohn (5) macht zur Zeit Musik- und Ergotherapie und wir gehen neuerdings zum Reiten (seine Körperwahrnehmung stärken. An manchen Tagen klappt alles ganz gut, anziehen,frühstücken, Kindergarten, auf Toilette gehen. Aber an anderen Tagen ist er nur bockig. Protest von morgens an, im Kindergarten Kampftag und andauernd in die Hose machen groß und klein. Wir nehemn noch keine Medikamente. Bring eine Verhaltenstherapie etwas bzw. eine Elterntraining? Wird sein Verhalten mit Schulbeginn evtl. noch schlimmer? Muß er vielleicht auf eine Förderschule? Ich habe das Gefühl je mehr Stress ich mir mache, desto schlimmer wird es für ihn.
Bis bald
binki


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30.05.2007 20:47
#2
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hallo,
nun, deine frage kann man mit "ja" und "nein" beantworten. ein UNBEHANDELTES ad(h)s wird bei den meisten wohl schlimmer, aber mit einer verhaltenstherapie (+elterntraining) kann man wirklich EINIGES erreichen und verbessern! manchmal braucht man dazu unterstützend auch medis, manchmal aber auch nicht.

aber selbst mit therapie gibt es immer wieder phasen in denen es besser und phasen, in denen die symptome "schlimmer" sind. manche von uns beschuldigen da auch unseren "großen, gelben erd-trabanten" nee, im ernst, manche unserer kinder reagieren wirklich auf die mondphasen - auch wenn man das nicht wirklich "erklären" kann.

ich persönlich kann dir nur 2 ratschläge geben: versuche, eine geeignete therapie zu finden (kontakte kannst du eventuell durch gesprächskreise des ads-e.v. bekommen - vorne auf der homepage http://www.ads-ev.de einfach mal nachsehen!)

und zum anderen: versuche, in "kleinen schritten" zu denken und zu leben! ich persönlich hab es komplett aufgegeben, mir irgendetwas aus der zukunft "auszumalen". zum einen kommt es eh IMMER anders, als man denkt - und zum anderen macht man sich damit nur verrückt!

wir leben "von tag zu tag" - wenn es ein guter tag war, dann freue mich tierisch darüber! wenn es ein schlechter tag ist, dann weiss ich, dass auch dieser irgendwie vorbei gehen wird! und am nächsten morgen ist ein NEUER tag und wir beginnen "von vorne". damit kommen wir ganz gut klar und ich schone meine nerven merklich

wünsch dir alles gute


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30.05.2007 22:31
#3
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Hi Binki,

erstmal muss ich Käferle aus vollem Herzen zustimmen - damit ist fast alles gesagt (danke@käferle).

Du sprichst über zahlreiche Therapien, doch ich vermisse den Hinweis, dass dein Sohnemann bereits eine Diagnose hat. Nimm also bitte mit dem nächsten Gesprächskreis Kontakt auf, frage nach, wo du einen kompetenten Diagnostiker findest - und wenn die Diagnose steht, dann stelle mit Diagnostiker und Kinderarzt einen Therapieplan auf. Bei der Diagnostik wird in der Regel auch ein Intelligenztest gemacht, dieser sollte deine Frage nach der Förderschule beantworten.

Was genau soll die Ergotherapie bewirken und wie lange läuft sie schon? Ergotherapie sollte gezielt bei bestimmten Indikationen eingesetzt werden und nicht länger als sechs Monate dauern. Richtig eingesetzt ist Ergotherapie völlig ok - doch als jahrelange Allerwelts-ADS-Therapie ist sie nicht geeignet. Ob Musik- und Hippotherapie was bringen, bezweifle ich. Es sei denn, es macht Riesenspaß; doch dann würde ich Musizieren bzw. Reiten eher als Hobby sehen und nicht als Therapie.

Und die Medikamentenfrage? Die stellt sich aber nun wirklich erst NACH der Diagnose.

Viele Grüße
Susanne

@ käferle:
Wenn man bedenkt, dass der Mond (ganz wirklich und wissenschaftlich nachgewiesen) für Ebbe und Flut verantwortlich ist, wundert man nicht mehr darüber, dass er auch unser Schlafvermögen beeinflusst. Wer weiß, was noch alles ...

Grüßle
Susanne


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30.05.2007 23:05
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#4
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Hallo Binki,

haben wir nicht alle Tage, wo es besser läuft als an anderen? So ist es natürlich aich bei unseren kleinen Engeln. Auch sie sind nur menschen, wenn auch gaaaaaaaanz besondere.

Ansonsten muss ich mich meinen Vorrednern anschließen.

Gruß Frankenstein


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30.05.2007 23:23
#5
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@ susanne
na, wenns "nur" das schlafverhalten wäre, würd ich ja garnix sagen....
bei uns sind das dann immer solche "genervt-sein-wutausbrüche-haben-schusselig-und-vergesslich-sein-sich-überall-blaue-flecken-hauende-ohne-schlaf-auskommende-super-gau-tage"
die wir TROTZ ALLEM immer wieder aufs neue "überleben"


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31.05.2007 13:30
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( Gast )

Wir sind jetz bereits seit fast 2 Jahren in der Kinder- und Jugendpsychiatrie unterwegs. Anfänglich wurde nur eventuell von ADS gesprochen. Mittlerweile soll eine Teilstörung von ADS vorliegen. Ich bin gerade dabei mir eine Elterngruppe zu suchen, da die meisten Mitmenschen die Problematik eh nicht verstehen, und unser Sohn auch ganz andere Seiten an den Tag legen kann. Wir gehen jetzt seit 1,5 Jahren zur Ergotherapie. 1.um seine Körperwahrnehmung zu verbessern und um dei Sensomotorik zu fördern. Unsere Ergotherapeuten hat uns vorgeschlagen ein Verhaltenstraining und ein Elterntraining bei ihr zu machen. Ausserdem kommt demnächst ein neuer Kinderpsychiater in unsere Nähe. Mal sehen, ob dann eine endgültige Diagnose erstellt werden kann.
Ansonsten meinte unser Kinderarzt, daß wir ab der Schule wahrscheinlich nicht ohne Medikamente auskommen werden. Habt ihr schon mal was von Neurostress-Therapie gehört?
Liebe Grüße
Binki


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