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ADHS-Selbsthilfe an 365 Tagen im Jahr

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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 948 mal aufgerufen
 ADHS Selbsthilfe für Eltern - 2007, 2006, 2005
Nickicoll1973 ( Gast )
Beiträge:

05.02.2006 20:40
Wie kann man helfen? Antworten

Hallo zusammen ,
mein Name ist Nicole.Ich bin neu hier.Ich bin 32 Jahre alt und habe drei Kinder.Drei Jungs 5,10 und 12 Jahre alt.
Mein Sohn Stefan (10) hat seit ich denken kann Probleme mit sich und der Umwelt,fühlt sich als "Sandwichkind" leider immer benachteiligt.Eifersucht ist ein großes Thema bei uns.In der Schule könnte er Notentechnisch besser sein.Schon in der Grundschule hatte ich de öfteren Gespräche mit der Lehrerin.Hausaufgaben vergessen.Material nicht dabei.Stören.Nichteinhalten von Regeln.Er macht sich seine eigenen Regeln.
Jetzt in der Weiterführenden Schule,häufen sich die Anrufe der Lehrer.Es gibt dort einen Raum ,der sich "Trainingsraum"nennt.Er soll dazu dienen Kindern klar zu machen ,wenn sie stören ,wen sie stören,wem sie schaden ,ob sie es wieder machen usw.Sie werden dann aus dem Unterricht ,in dem sie gestört haben heraus genommen und müssen dorthin.Während Stefan in diesem 1 Halbjahr bereits 8 mal dort war ,mußte sein älterer Bruder erst 2 in 1 1/2 Jahren dorthin.
Stefan sieht die Schuld ständig bei anderen.Er nimmt es mit der Wahrheit nicht so genau.Er muß z.B schon um 7 Uhr das Haus verlassen um halb 8 an einem Deutschförderkurs am PC in der SChule teilzunehmen.Es ist seine Pflicht das zu tun.Mir erzählt er die Server / Pc seien kaputt,nächste Woche wäre der Unterricht wieder.Gelogen,denn die Lehrerin rief an,PC s in Ordnung.Ihr hat er erzählt er hat die ganze Woche verschlafen.
Er vergißt seine Hausaufgaben, er schreibt sie sich nicht auf, oder er vergißt sie.Er vergißt in der Schule seine Jacken ,Pullover.Selbst in der städtischen Bücherei habe ich einen Pulli von ihm gefunden .
Regeln sind für ihn ein fremdwort.Seiner Meinung nach ist er "unschuldig" hat nichts gemacht.
Ich habe das Gefühl seine Wahrnehmung ist anders ,als bei anderen Kindern.
Bei einem Arzt war ich bisher nicht.Ich habe nächste Woche einen Termin bei der Caritas Schulambulanz nennt sich das.
Ich weiß nicht ,ob dieses Verhalten mit Adhs im zusammenhang steht ,oder ob er einfach nur seinen Kopf durchsetzen will .
Wer weiß Rat ,oder kann mir etwas zu seinem Verhalten sagen?
Danke
Viele Grüße
Nicole

sannchen ( Gast )
Beiträge:

09.02.2006 19:14
#2 RE: Wie kann man helfen? Antworten

Hallo,
also ich habe es bei meiner mit 12 Monaten schon vermutet. Die Kinderärztin verharmloste das. Mit 9 Jahren ging ich zu einer Kinderpsychologin und erzählte ihr vom Leben meiner Tochter. Und dann wurden mit
ihr Tests durchgeführt und sie bekam Concerta.
Danach ging für mich die Sonne auf - die HAusaufgaben machte sie von ganz allein!!!!
Inzwischen können wir ganz gut damit umgehen - aber bitte lass nicht locker. Du hilfst deinem Sohn ungemein wenn ihr zum Arzt geht. Ich bin auch gegen zu leichtfertige gabe von Pillen aber diese helfen den Kinder wirklich sich auch selbst zu akzeptieren. Meine Große merkte inzwischen schon wenn die Pillenwirkung nachläßt. Sie spricht dann von einer inneren Hibbeligkeit. Medikamentös ist sie jetzt auf medikinet Retard umgestellt da die 36 Concerta nicht mehr wirken.
LG sannchen

SusanneG Offline



Beiträge: 9.356

02.03.2006 15:10
#3 RE: Wie kann man helfen? Antworten

Hallo Nicole,

willkommen im Forum! Sorry, dass ich erst so spät antworte. Ich fürchte, ich war schon wochenlang nicht mehr im Forum und lese gerade nach, was ich alles verpasst habe - offensichtlich eine ganze Menge.

Bei der Beschreibung deines Sandwich-Sohnes sehe ich nichts, was nicht darauf hindeutet, dass er schleunigst mal in Richtung ADHS untersucht werden sollte. Erste Anlaufstelle: Sein Kinderarzt. Wenn dich das nicht weiterbringt, sieh mal auf der website nach, ob es in deiner Nähe einen Gesprächskreis gibt; die können dir in der Regel sagen, an wen du dich wenden kannst. Und schau mal in der Bibliothek oder in der Buchhandlung vorbei und lies Bücher über ADHS: z.B. Das ADS-Buch (Aust-Claus, Hammer) oder Das hyperaktive Kind und seine Probleme bzw. Hyperaktive Jugendliche und ihre Probleme (beide Neuhaus).

Am allerwichtigsten ist, dass du selbst dich kundig machst - vorher kannst du deinem Sohn nicht helfen.

Du schreibst, du hast das Gefühl, seine Wahrnehmung sei anders als bei anderen Kindern. Stimmt, hier bist du auf dem richtigen Weg. Er nimmt die Welt um sich herum anders wahr, als das von ihm erwartet wird. Doch ich will hier nicht einer Diagnose vorgreifen, ich möchte nur anregen, dranzubleiben.

Die Argumente deines Sohnes stehen den uns bekannten Ausreden in nichts nach. Die schönste Antwort auf die Frage nach den nicht vorhandenen Hausaufgaben ist für mich immer noch: "Das kann ich schon erklären, aber es geht nicht ohne das Wort Außerirdische." Und meine Stellvertreterin im Gesprächskreis sagt bei Bedarf immer wieder: "Ach, mit dem Busunternehmen habe ich keinerlei Probleme - die rufen schon von sich aus bei uns an, wenn wieder mal eine Jacke im Bus liegen geblieben ist." Siehst du da Parallelen zu deinem Sohn??? Also, mache dich kundig, sprich mit dem Kinderarzt und melde dich dann wieder. Und vor allem: Erzähle uns, was die bei der Caritas Schulambulanz gesagt haben. Wir sind nämlich allesamt fürchterlich neugierig ...

Lass bald wieder von dir lesen,

Susanne

käferle Offline



Beiträge: 476

02.03.2006 16:18
#4 RE: Wie kann man helfen? Antworten

Liebe Nicole,

bitte entschuldige, ich glaube ich hab deinen Beitrag irgendwie überlesen...
Erst mal -lich Willkommen bei uns im Forum!

Wenn Du was auf dem Herzen hast, bist Du hier natürlich immer willkommen, wir tauschen uns oft hier aus und bauen uns gegenseitig auf, wenn (mal wieder) die Decke bedrohlich nahe kommt!

Wie war Euer Termin bei der Schulambulanz? Ich hoffe für Dich und für Dein Kind, dass ihr etwas weiter gekommen seid!? Halte uns auf dem Laufenden!

Wir hören voneinander! Ganz liebe Grüße, käferle

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