Tiefes Loch nach Wirkungsablauf

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15.10.2008 11:26
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#1
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Hallo ihr Lieben,
bin jetzt einen kleinen Schritt weiter.
Seit einigen Wochen bekommt unser Sohn Medikinet 10 mg am morgen.
Die Ärztin sagte, daß wir auf 20 mg hochdosieren sollen, wenn wir den Eindruck haben, daß es nicht wirkt. Meiner Meinung nach wirkt es zwar, vielleicht noch nicht genug, aber das wird ja noch ausprobiert. Mein Problem im Moment ist, das nach dem Ende der Wirkdauer (ca. 4 Stunden) unser Sohn einen sehr angeschlagenen Eindruck macht, Ringe unter den Augen, sieht total müde aus und ist einfach absolut dünnhäutig, eine kleine Kleinigkeit führt dann bei ihm zu einem Heulkrampf oder Wutanfall. Dann haben wir für ca. 2 Stunden wirklich den Superstress mit ihm. Ist das eigentlich eine normale Nebenwirkung? Kennt sich jemand damit aus?


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15.10.2008 12:37
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#2
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Hallo,
das Problem haben sicher viele hier. Es handelt sich um den sogenannten Rebound-Effekt, der sich dann aber nach einiger Zeit wieder legt. Damit das nicht tagsüber passiert, nimmt man die nächste Dosis ca. 30 Min. vor Ende der Wirkzeit ein. Dann hat man nur noch abends den Stress. Auch nicht leicht, aber der Tag, an dem von den Kindern sehr viel erwartet wird ist abgedeckt.
Da ihr aber wohl noch am Anfang steht, muss erst kontolliert werden, wie lange das Medi bei deinem Sohn wirkt und wie hoch die Dosis sein muss. Hier wäre eine reglmäßige Rücksprach mit dem Arzt sinnvoll. Habt ihr einen Plan bekommen, wann ihr die Dosis um wieviel mg. erhöhen sollt?

Ich habe auch die ersten Wochen die Erfahung mit meinen Sohn gemacht, dass er noch viel sensibler, supernah am Wasser gebaut war und äußerst Geräuschempfindlich. Das hat sich aber nach rd. 6 Wochen gegeben. Auch bemerkt man sofort, wenn das Medi abends nicht mehr wirkt.

Alles Gute und Durchhaltevermögen
Sabrina

=> Die Liebe, die wir geben, ist die einzige die wir behalten.

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15.10.2008 14:16
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#3
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Hallo, vielen Dank!
Ja schon morgen haben wir einen Termin bei unserer Ärztin und dann werden wir die weitere Vorgehensweise besprechen. Vielleicht bin ich auch zu zögerlich mit dem Medikament aber ich erhöhe die Dosis frühestens morgen, wenn ich ein Gespräch hatte. Ich bin natürlich auch supergespannt auf die ersten Rückmeldungen aus der Schule...
Stimmt es eigentlich, daß dieser Rebound-Effekt mit einem Ret. Medik. nicht auftritt??
Tillsma


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15.10.2008 15:03
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#4
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Hallo Tillsma,
Der Rebound-Effekt tritt auch mit Medikinet Retard auf, vielleicht ist er nicht ganz so stark, aber auf jeden Fall da.
Liebe Grüße
startrek


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15.10.2008 15:28
#5
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Ziemlich "moderat" bis gar nicht tritt der Rebound mit Concerta auf.

Bei Concerta nimmt der Wirkstoffspiegel angenehm langsam ab ( bei uns ist das zumindest so)
und es kam so nie mehr zum eigentlichen Rebound, sondern mehr zu einer sich langsam steigernden Zunahme der Symptomatik, bis am Ende des Tages bzw. der Tablette das volle Störungsbild wieder da ist.

Bei Medikinet retard hab ich auch den Eindruck das es eher zum Rebound kommt, das scheint schneller "auszulaufen".

Aber man sollte schon erst herausfinden wieviel mg das Kind in der Einmalgabe braucht und erst dann auf Retardpräparate umsteigen.

LG Mel


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15.10.2008 20:09
#6
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Hi tillsma,

von 10 mg auf 20 mg Medikinet raufdosieren ist ein ziemlicher Hammer, zumal der Rebound bereits jetzt so heftig ist. Bitte frage die Ärztin, ob sie mit 20 mg auch unretardiertes Medikinet meint. Falls ja, gehe höchstens auf 15 mg rauf.

Du erwähnst eine Wirkdauer von ca. 4 Stunden. Guck mal auf der Packung nach, ob es sich um Medikinet oder Medikinet retard handelt. Wenn 10 mg unretardiertes Medikinet vier Stunden lang wirkt, glaube ich nicht, dass die Dosis zu gering war. In diesem Fall wäre es sinnvoller, nach vier Stunden 5 mg Medikinet nachzugeben, dann wird auch der Rebound nicht so heftig.

Bloß mal so zum Nachdenken: 20 mg unretardiertes Medikinet entspräche einer Tagesdosis von 60 mg. Die Tageshöchstdosis ist 1 mg pro kg Körpergewicht, höchstens 60 mg. Nicht dass ich ein Problem damit hätte, die Tageshöchstdosis zu überschreiten. Doch das sollte man erst dann tun, wenn wirklich eine Unterdosierung vorliegt und alle anderen MPH-Möglichkeiten (Ritalin, Equasym, Concerta) auch nicht innerhalb der Tageshöchstdosis ausreichen.

Jetzt guck bitte nochmal genau auf der Packung nach, was Sohnemann kriegt, bevor du in die Diskussion mit der Ärztin einsteigst.

Viele Grüße
Susanne


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16.10.2008 08:47
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#7
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Hi Susanne,
vielen Dank für die hilfreiche Info!
In der Tat handelt es sich um unretardiertes Medikinet.
Ich war irgendwie unsicher mit der Dosissteigerung auf 20 mg.
Da muss ich gleich unbedingt mal nachfragen. Ich denke sowieso,
dass unser Kleiner mit 10 mg gut auskommt. Die Idee, 5 mg
nachzunehmen finde ich eventuell mit Blick auf die zunehmenden
Stunden in der Schule (z.Zt. ist er ja Erstklässler) und die
Hausis zumindest überdenkenswert. Wieviel retardiertes Medikinet
entspricht denn ungefähr 10 mg/15mg unret. Medikinet? Sohnemann
wiegt ca. 24 Kg.
In der Rebound-Situation fühle ich mich so schlecht, weil ich nichts
finde, was ihm dann hilft...Und ich weiß ja auch, daß er das nicht steuern kann.
Tillsma


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16.10.2008 09:57
#8
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Hallo,

ich drücke die Daumen, dass ihr die Rebounds gut in den Griff bekommt !

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass so ein Rebound echt unangenehm ist ! Ich hatte den auch schon trotz niedriger Dosierung, und auch wenn man als Erwachsener weiß, dass es "nur" ein Rebound ist und vorbeigeht, ist es zumindest für mich sehr schwierig, damit umzugehen. Für Kinder muss es dann noch viel schwerer sein !

Viele Grüße
Mandelkern


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16.10.2008 10:00
avatar  Zottel
#9
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Hallo Mandelkern,

das interessiert mich jetzt echt: kannst Du mir bitte schreiben wie Du Dich da gefühlt hast?

Liebe Grüße

Zottel


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16.10.2008 11:23
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#10
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Kurze Meldung zwischendurch: nach Rücksprache mit der Lehrerin erfahre ich, dass mein Sohn zur Zeit einen prima Eindruck macht!!!! Er arbeitet konzentriert und sieht glücklich aus!!! Haben wir doch die richtige Entscheidung getroffen?
Bin im moment total happy!!!
Bis später
Tillsma


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