MPH-Dosierung, mal wieder

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24.01.2009 13:57
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#11
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Hallo Cleo,
das Problem mit dem Gymnasium haben wir auch, vor allem weil ich an meinem großen Sohn, jetzt 8. Klasse, G8 sehe, was da aucf uns zukommt. Ich mache mir vielmehr die Sorgen um die langen Schultage, er hatte bereits in der 5. Klasse einmal 10 stunden, angefangen mit 2 Dtunden Sport. Ich glaube, daß mein kleiner Sohn bei Sport das >Medi schneller verstofffwechselt. Wie soll er dann einen so langen Tag durchhalten???? Ich weiß auch nicht ob er körperlich so stark ist. Aber deshalb kein Gymi???
LG
Alexandermaus


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24.01.2009 14:52
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#12
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Hallo Cleo,
hallo Alexandermaus,

wir - also mein Großer - haben/hat sehr gute Erfahrungen mit einem Ganztagesgymnasium gemacht - davon gibt es bei uns in BW aber nicht wirklich viel. Der Unterricht an 5 Tagen von 8-16 Uhr, mit täglich zwei frisch gekochtem Mittagessen zur Auswahl (das Buchen des Essens ist Pflicht) ist sehr strukturiert und deshalb für unsere ADHS'sler von großem Vorteil. Das Gymi ist nicht privat, kostet aber Schulgebühr (geht aber..). Hausaufgaben kann er immer während der Schulzeit erledigen, dort gibt es entsprechende Stunden, die Pflicht sind. Zuhause ist natürlich die Vorbereitung auf Arbeiten und Vokabellernen angesagt - was sich aufgrund des langen Schultages natürlich auch verstärkt am Wochenende abspielt! Unser Sohn besucht jetzt die 8. Klasse im G8 und wir würden uns wieder dafür entscheiden, obwohl er Bus mit Umsteigen fahren muß und wir eigentlich ein Gymi am Ort hätten.....

Vielleicht hilft Euch das bei Eurer Entscheidung!?

Liebe Grüße!

Regina


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24.01.2009 15:05
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#13
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Hallo regina,
vielen Dank für Deine Antwort.
Ich hatte schon ein anderes Gymi in Betracht gezogen, da das wesentlich weniger Schüler hat, auch mit Bus und Bahn fahren, aber er will unbedingt dorthin, wo sein Bruder (1500 Kinder) ist. Er könnt halt mit dem Fahrrad fahren, und das sogar auf einem sehr sicheren Weg. Bei uns auf den Radweg am RMD-Kanal, dann über die Fuß-Brücke und schon ist er dort, ca. 5 km. Sicherer als mit dem Bus.
Da bleibt mir wohl keine große Wahl mehr.... Leider.
LG
Alexandermaus


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24.01.2009 15:16
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#14
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Hallo Regina,
hallo alexandermaus,

wir wohnen auch in BW (RT) und haben nur ein Ganztagesgymn. in ca. 20 km Entfernung. Ob vonhier ein extra Bus fährt, weiß ich nicht. Es ist nur so, dass das ein ev. Gymi ist und also sehr christlich ausgerichtet ist. Wir (Eltern) gehören keiner Kirche an und leben Religion nicht und da stelle ich mir das etwas schwierig vor.

@Regina: Ist dein Sohn da nicht am Ende, wenn er gegen 17 oder 18 Uhr nach Hause kommt? Wir hatten nämlich vor 1 Jahr Kita gekündigt und meinen Job auf halbtags reduziert, weil es für Sohnemann total stressig war, den ganzen Tag erst Schule dann Kita mit vielen Kindern zusammen zu sein (war halt da noch ohne Medis).

Andererseits wünsche ich ihm, dass er durch einen Schulwechsel in unserer Wohnnähe auch mal Freunde findet, mit denen er was nach der Schule unternehmen kann. Wir sind vor 2 Jahren umgezogen, haben ihn aber in der Schule bei seinen KAmeraden gelassen, weil ich zur Arbeit sowieso in die Richtung fahren muss. Dadurch kann er aber mittags kaum mit seinen Schulkameraden was unternehmen, weil wir jetzt nicht mehr in Laufnähe wohnen.
LG
Cleo


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24.01.2009 16:03
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#15
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Hallo Cleo,

Schulschluß ist 15.50 Uhr, der Bus fährt kurz hinterher und wenn er normal läuft, bekommt er ihn auch. Mit Umsteigen und heimlaufen ist Ankunft 16.35 Uhr. Geht eigentlich, finde ich. Morgens geht er ca. 7.10 Uhr aus dem Haus, Schule beginnt 8.10 Uhr den Unterricht. Abends ist erst mal abhängen angesagt, also eine Runde PC oder z.Zt. das neuste "Spielzeug", sein Schlagzeug!! Ich hatte aber nie den Eindruck, dass er besonders fertig ist/war. Allerdings ist er sowieso schwer "tot" zu kriegen. Was klar ist - die Konflikte nehmen zu, wenn er mit 30 Klassenkameraden den ganzen Tag zusammen ist und wirklich aus dem Weg gehen kann man sich ja auch in der Mittagspause nicht! Das war ganz deutlich und ging aber den anderen Jungs auch so, das kam auch bei den Eltern so an. Das ging eigentlich bis zum Ende der 6. Klasse. Allerdings hat es da noch ein paar mehr "Individualisten", wie unsere Klassenlehrerin zu sagen pflegt.

Freunde hatte er hier in der Grundschule keine, erst seit er auf das Gymni geht, triftt er sich hin und wieder mal mit Klassenkameraden, da er aber sowieso gut alleine sein kann und keine Freunde vermißt, ist das nicht weiter schlimm (für ihn!). Auch der weitere Schulweg und dadurch die natürlich noch größeren Entfernungen zu den Kumpels halten die Jungs aber nicht davon ab, sich zu treffen, wenn sie das wollen. Dann wird eben gleich nach der Schule mitgegangen und bis 19 Uhr geblieben, die Eltern, deren Kind der "Gast" ist holen dann ab! Und es gibt ja auch noch das Wochenende.... Sohnemann bringt z.Zt. noch Energie auf für: Di 1 Std Lateinnachhilfe in der Schule gleich um 16 Uhr, Mi ist Konfirmadenunterricht und um 18 Uhr 1 Std Tennis und Fr ist um 17 Uhr eine halbe Std Schlagzeugunterricht. Wenn ich das schreibe, habe ich fast den Eindruck, das arme "Kind" ist im Freizeitstreß! Er kommt aber gut klar damit!

Liebe Grüße!

Regina


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24.01.2009 17:42
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#16
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Hallo Cleo,

ich will hier nur auf das evangelische Gymnsium eingehen: gehe ruhig davon aus, dass mind. 80% aller Eltern, die ihr Kind in eine konfessionelle Schule schicken, Religion zu Hause nicht leben. Daher würde ich mir diesbezüglich keine Gedanken machen. Im Gegenteil, gerade, weil die REligion bei euch zu Hause kein Thema ist, ist es doch eigentlich wichtig, dass die Kinder auch diese Seite des Lebens kennen lernen.

Häufig gehen Kinder in konfessionelle Schulen, ewil dort die Klassen kleiner sind, o. ä.

Andrea


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25.01.2009 13:19 (zuletzt bearbeitet: 25.01.2009 19:45)
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#17
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Hallo Andrea,
hallo Regina,

danke für eure Antworten. Wir werden uns das nochmal überlegen und uns mal über das Anmeldungprozedere erkundigen. Diese Schulen haben ja meist mehr Anmeldungen als Schulplätze. Ich weiß nicht so genau, ob man hier Namen von Schulen usw. nennen darf, aber díe besagte Schule ist in ***gelöscht*** und hat soweit ich das mitbekommen habe eine guten Ruf, speziell auch bei Kindern mit AD(H)S und anderer Problematik.

Grüße
Cleo

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03.02.2009 14:41
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#18
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Hallo mal wieder,

so langsam bekomme ich den Eindruck, dass unser KA relativ wenig Erfahrung mit der Verordnung und Einstellung von MPH hat.

Wie ich schon geschrieben habe, wurde bei der Einstellung mit unretardiertem MPH (Equasym) das beste "Ergebnis" bei einer Dosis von 15 mg erreicht. Daraufhin meinte der KA wir könnten es jetzt mit Retard probieren und hat 20 mg Equasym retard (2x 10 mg Tabletten) verordnet. Auf meinen Einwand, dass das ja ziemlich weit von der wirksamen Einzeldosis entfernt ist, meinte er, man müsse erst mal schauen, wie das Retard-Präparat bei ihm wirkt. Also haben wir das jetzt eine Woche ausprobiert. Ergebnis: sehr unruhig, rennt wieder wie ein Blitz durchs Haus, Frustrationsgrenze geht gegen null.

Das habe ich dem Arzt mitgeteilt, er meinte dann, dass er als Tagesdosis nicht mehr als 30 mg geben kann (Sohn ist 9 und wiegt 37 kg) und wir jetzt (seit heute) 30 mg Equasym retard geben (Ergebnis kann ich erst am Montag berichten). Von Concerta wollte er erst mal nichts wissen, weil er jetzt nicht gleich das Präparat wechseln wolle.

So wie ich hier gelesen habe, wird bei Equasym ret. die Wirkstoffmenge in 3 Dosen abgegeben, also Einzeldosis 10mg?
Das dürfte dann wohl nicht reichen.

Stimmt das denn mit der Tageshöchstdosis (1mg MPH pro kg Körpergewicht), wenn nicht, wie mache ich das meinem KA klar? Und warum muss immer alles so schwierig sein?

Im Übrigen habe ich bei meinem Sohnemann auch festgestellt, dass bei ihm Schmerzmittel nicht so lange wirken bzw. Paracetamol gar nicht. Kennt ihr das auch?

Danke schon mal für eure Ratschläge.
LG
Cleo


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03.02.2009 22:14
#19
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Hi Cleo,

du kannst zweifellos besser rechnen als der Doc, Kompliment. Die drei Einzeldosen sind zwar nur eine "Rechengröße", damit man vergleichen kann, aber dein Ergebnis stimmt.

Zur Tageshöchstdosis:

1 mg MPH pro kg Körpergewicht, höchstens 60 mg - das ist vollkommen richtig, so steht's im Beipackzettel. Doch was bedeutet das nun wirklich? Nur falls es zu irgendwelchen (höchst unwahrscheinlichen) Komplikationen kommt, die auf MPH zurückzuführen sind, wird diese Tageshöchstdosis relevant. Hat der Arzt unterhalb der Tageshöchstdosis verordnet, ist er aus dem Schneider und der Medi-Hersteller kriegt den Schwarzen Peter. Hat der Arzt mehr als die Tageshöchstdosis verordnet, ist er in der Haftung.

Selbstverständlich wird sich ein Arzt, der sich mit MPH nicht außerordentlich gut auskennt, hüten, mehr als die Tageshöchstdosis zu verordnen.

Wenn also so ein dünner Spargel-Zwergi mit der Dosis, die "ihm zusteht", nicht auskommt, muss man sich was einfallen lassen. Jetzt guck mal auf die Uhr, wie lange Equasym retard 30 mg braucht, bis es wirkt, und wie lange es dann wirkt. Wenn du das weißt, melde dich wieder. Inzwischen werde ich mal über die Möglichkeiten nachhirnen.

Ööhm, da war noch was: Schmerzmittel bzw. Paracetamol. Oh ja, wir kennen das! Manche Medis wirken, wie sie sollen, manche wirken gar nicht, manche wirken paradox (umgekehrt) und manche, die löblicherweise überhaupt wirken, wirken kürzer als bei anderen. Nimm es zur Kenntnis und informiere den Anästhesisten, falls mal eine OP ansteht.

Viele Grüße
Susanne




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13.02.2009 10:40
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#20
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Hallo Susanne,

danke für deine Antwort.

Die 30 mg Retard (sind übrigens 3x 10 mg Tabletten) wirken so ca. nach einer halben Stunde und dann nach meinen Beobachtungen ca. 8 Stunden. Nach Rücksprache mit der LEhrerin ist er in der Schule motorisch ruhiger und auch nicht mehr so angespannt, hat aber nach wie vor mal Ausraster.

Zu Hause ist die Wirkung nicht ganz so spürbar (aber etwas) weil er sich da natürlich gehen lässt bzw. nach der Schule halt wahrscheinlich Dampf ablassen muss und das bekommen wir dann halt ab.

Nun muss ich vielleicht doch etwas weiter ausholen. Sohnemann ist der vorwiegend impulsive Typ. Ist schon als Baby, Kleinkind, im Kiga usw. auffällig gewesen (laut, megaschnell frustriert, es gab nur "an" oder "aus", lange andauernde Schrei- und Trotzanfälle usw., sehr schwer lenkbar, willensstark). Es ergab sich dann eine immer größere Diskrepanz zwischen kognitiver und sozialer Entwicklung. Die kognitive Entwicklung war sehr schnell und er wurde dann auch schon mit 6 (Sept. geboren) eingeschult. Da ich ganztags berufstätig war, ging er nach der Schule in die Kita.

Sohnemann ist sehr ehrgeizig und hat zum Teil sehr hohe Ansprüche an sich selber, die er nicht erfüllen kann. Folge: ständige Frustration und dadurch Wut, weil er auch Fehler nicht eingestehen kann bzw. ihn das vor anderen so unter Druck setzt, dass er nur noch "rot" sieht. Er steht nach Auskunft der Lehrerin auch sehr unter Gruppenzwang, schaut immer nach den Anderen bzw. scannt ständig alle ab, ob ihm womöglich irgendjemand was tut, ihn auslacht, schief anguckt o.ä. Immer Erster, Bester, Schnellster ist eh klar.

Schule war und ist leistungsmäßig top, sozial schwierig durch seine permanenten Ausraster mit ohrenbetäubendem Gebrüll und oder um sich schlagen, Dinge treten, werfen oder was sonst so gerade im Weg ist. Dies war in der Kita natürlich noch schlimmer: wieder viele Kinder und Regeln usw.

Bereits in der 1. Klasse sind wir dann zu einem KJP, der die Diagnose ADHS (wissen wir heute) nur sehr widerstrebend stellt und erst nach einer zweiten Zusatz-Diagnose (in der 3. Klasse) akzeptiert hat, dass Sohnemann wohl ADHS hat. Er (Sohn) ist also erst 2-3 JAhre in sog. Spieltherapie gewesen, zus. seit 1,5 Jahren Psychomotorik.

Nach der Zweit-Diagnose habe wir ein Elterntraining gemacht, ich konnte meinen Job auf halbtags reduzieren und wir haben Sohnemann aus der Kita rausgenommen, weil das ohne Medis für ihn einfach nicht zu ertragen war.

Uns als Eltern war bereits nach dem Elterntraining klar, dass unser Sohn es auf Dauer ohne Medikamente nicht schaffen wird, es war dann eine Frage des ZEitpunkts. Der kam dann jetzt in der 4. Klasse, als die sozialen Konflikte schlimmer wurden bzw. sein Verhalten nicht mehr tolerierbar war. Wen etwas nicht klappt, kommt die Totalverweigerung und wehe es spricht ihn dann noch jemand an oder noch schlimmer fasst ihn an.

Er hat jetzt eine Gymnasiumsempfehlung und wir als Eltern möchten es ihn auch gerne probieren lassen auf ein "normales Gymnasium" zu gehen. Das wird allerdings nur funktionieren, wenn er seine Frustrationen besser bewältigen kann. Da kommt jetzt die medikamentöse Einstellung hinzu, die da halt passen sollte und die Verhaltenstherapie, bei der auch noch in den Sternen steht, wann die beginnen kann (Warteliste).

Zurück zum Anfang ist jetzt die Frage: Lassen wir die Medikation jetzt erst mal eine Weile so (30 mg Equasym Retard), schauen wie sich das weiterentwickelt? Grund: Die Bewältigung der Frustrationen und die sozialen Interaktionen müssen wahrscheinlich von ihm mit MEdis auch erst einmal neu wahrgenommen, sortiert und reagiert werden, sowas geht ja nicht von heute auf morgen und das Aufmerksamkeitsproblem war immer erst sekundär. ODer versuche ich den Arzt davon zu überzeugen, wenigstens einmal auf 40 mg Retard zu erhöhen, um zu schauen, wie da das ERgebnis ist?

So, jetzt habe ich dich vollgelabert und meine wirren Gedanken hierzu kundgetan. Irgendiwe tue ich mich schwer mit einer Kurzzusammenfassung der Ereignisse und PRobleme. Falls du dazu noch was wissen möchtest, gerne. Vorab schon mal vielen Dank für die Unterstützung.

Grüße
Cleo


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