Sehnsucht nach festen Freunden

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25.03.2009 11:27
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#1
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Hallo ihr Lieben, bin eine regelmäßige Leserin hier im Forum.
Unser Sohn nimmt Medikinet seit Oktober, angeregt durch die sehr aufmerksame Lehrerin
und kommt ganz gut zurecht, wenige Nebenwirkungen, manchmal etwas Bauchweh. Mit der Schule (1. Klasse) klappt es gut, er lernt sehr schnell und ist schon weit. Nur die Freundschaften wollen einfach nicht klappen. Er leidet darunter, nie eingeladen zu werden. Die anderen Kinder spielen Fußball, er bastelt lieber. Er verkleidet sich für sein Leben gern, die anderen Jungs gucken nur komisch...Er behandelt die Kinder freundlich aber nichts passiert! Wie weit kann oder soll ich mich als Mutter hier einbringen? Einladungen von unserer Seite sind immer Einbahnstraßen. Zum Glück hat er seine Geschwister... Wird es eines Tages besser? Mir selbst tut es weh, wenn ich von ihm höre, daß er traurig ist, nie eingeladen zu werden zum Beispiel zu Kindergeburtstagen. Wer kann mir Mut zusprechen oder steckt in ähnlicher Situation?
Vielen Dank schon jetzt!
Ach so: Er geht einmal in der Woche in eine spieltherapeutische Gruppe mit 5 Kindern und soll hier das verbindliche Miteinander erlernen, also nicht mehr so sprunghaft sein.


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25.03.2009 15:34
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#2
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Hallo tillsma,

ja ,das ist immer eine schwierige Frage wie weit man sich als Mutter einmischen muß,sollte.
Manche Kinder brauchen einfach Anleitung wie man Beziehungen knüpft und Kontakte aufrecht erhält.

Dein Sohn leidet darunter nicht eingeladen zu werden. Vielleicht helfen dir ja die Tips :ich rufe inzwischen an und frage ob Sohn zum Spielen kommen kann,für Sohnemann ist es dann wie eine Einladung.Dies war am Anfang auch sehr einseitig von uns wir blieben dran ,jetzt nach einem Jahr !!!
sind die Jungs befreundet.(hartnäckig sein zahlt sich manchmal aus )

Dir überlegen welche Kinder auch gerne basteln und sich verkleiden und über gemeinsame Aktivitäten eine Freunschaft entsteht.Manchmal passen die Schulkameraden einfach nicht.

Meine mittlere Tochter hatte bis zur Pubertät einen besten Freund und keine Freundin,vielleicht gibt es ja ein Mädchen das ähnliche Interessen hat wie dein Sohn.
In fast jedem Ort gibt es Kinder- und Jugendgruppen,wo die Möglichkeit besteht mit gleichaltrigen Kinder in Kontakt zu kommen,wo oft ein vielseitiges Programm geboten wird,meist ist basteln auch dabei.

Als Mama leidet man einfach mit,meine große Tochter hatte in der Schulzeit kaum bis keine Freunde,dachte schon sie würde eigenbrötlerisch werden oder womöglich nie groß Freunde haben.Inzwischen ist sie 24 und hat einen festen Freundeskreis.
Wünsche dir und Sohn viel Erfolg beim Freunde finden,hoffe dir hat es ein wenig geholfen.

Grüßle Biene



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25.03.2009 18:35
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#3
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Hallo tillsma,

ich weiss jetzt ehrlich gesagt nicht, ob ich dir Mut zusprechen kann.

Leider ist es bei sehr vielen ADHSlern so, dass sie keine oder kaum Freunde haben. Mein Großer ist jetzt 13, aber er hat bis heute nur einen wirklichen Freund. Alles andere sind Kumpel oder Klassenkameraden, mit denen er sich ausserhalb vom Verein oder der Schule nie trifft. Eigentlich sehr schade, aber damit müssen wir wohl leben.
Der Kleine mit 7 hat eigentlich auch nur Kumpels oder Kumpelinen, mit denen er öfter spielt. Aber Einladungen zum Geburtstag haben doch Seltenheitswert.

Was soll ich dir jetzt raten? - Versuche deinen Sohn in einer Jugendgruppe oder Verein zu integrieren. Wenn er gerne Sport oder Musik macht, hast du da sehr viele Möglichkeiten. Du schreibst, dass er sich gerne verkleidet. Vielleicht gibt es ja auch so etwas wie eine Kinder-Theatergruppe oder so. In solchen Gruppen treffen sich immer Kinder, die die gleichen Interessen haben. Damit steigt die Chance, Freunde zu finden.

In der Schule ist das oft schwierig. Denn wie Biene schon geschrieben hat - manchmal passt das einfach nicht.

Ich wünsche dir viel Glück und Ausdauer.

Grüßle
Simone

Nur gemeinsam sind wir stark! - Heute schon die Welt auf den Kopf gestellt?

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26.03.2009 09:02
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#4
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Hallo Simone,die Idee mit der Theatergruppe ist toll, bin ich noch nicht drauf gekommen. Ich werde gleich mal nachsehen, was sich in unserer Nähe so anbietet! Im Bereich Musik nimmt er seit kurzem Schlagzeugunterricht, das ist allerdings Einzelunterricht, geht wohl nicht anders... Bei den Kontakten, die er sonst so hat, fällt mir immer auf, daß er viel eher mit älteren Kindern umgehen kann. Ich werde weiter viel Geduld haben und hoffen, daß es eines Tages Freunde geben wird, die seine Art mögen und ihn so nehmen, wie er ist, nämlich außergewöhnlich liebenswert. Ansonsten hat er ja noch seine Geschwister, die ihn einfach so mögen.
Vielen Dank!
tillsma


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26.03.2009 10:15
#5
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Hi Tillsma,

die Frage ist, ob Dein Sohn sich unwohl fühlt ohne Freunde - manchen Kindern macht es gar nicht so viel aus.
FALLS er jedoch unglücklich dabei ist, solltest Du auf jeden Fall handeln, das ist schon klar.
Schlagzeugunterricht ist doch gar nicht schlecht!
Ist zwar "nur" Einzelunterricht, aber die Eins-zu-eins Situation ist gegeben, die ja auch sehr wichtig ist bei unseren kids. Es ist ja auch so, daß er erstens eine Beziehung zu jemand Älterem, nämlich dem Schlagzeuglehrer hat, und - wart´s ab: vielleicht gibt er später anderen Kids Schlagzeugunterricht, dann hat er wiederum eine Beziehung zu Jüngeren. So hab ich´s zumindest als sehr wohltuend bei Kid erlebt.
Wünsch Dir viel Erfolg!
Grüßle
mama4kids


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26.03.2009 12:45
avatar  Simone
#6
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Schlagzeugunterricht ist sogar richtig toll! Schlagzeugspielen hilft nämlich dem Gehirn die linke und rechte Gehirnhälfte zu verknüpfen. Die meisten Schlagzeuger, die ich kenne, sind übrigens ADHSler und ich kenne viele Schlagzeuger !

Grüßle
Simone

Nur gemeinsam sind wir stark! - Heute schon die Welt auf den Kopf gestellt?

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26.03.2009 12:54
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#7
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Das gleiche Problem hat mein Sohn auch er ist unglücklich ,da er keine Freunde hat .Er hat vor drei Wochen versucht sich Umzubringen und wurde daraufhin in der Klinik eingwiesen ......war und ist schrecklich .Da es auch Eltern gibt die sagen mit dem spielst Du nicht.Ich weiss er ist nicht einfach ......impulsiv und aggressiv aber er braucht doh auch Freunde!!!!!

Also hoffnung kann ich leider nicht machen hab bald selbst keine mehr!

Gabi


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27.03.2009 10:13
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#8
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Ich weiß genau, wie es Dir geht. Mein großer Sohn - kein ADS´ler - friedlich findet auch keine Fraunde. Er hat sich dieses Jahr schon ein paar Mal deswegen geritzt, am Mittwoch ist die ganze Sache eskaliert, er hat in der Schule versucht sich mit einem Gürtel umzubringen. Wenn man als Mutter denkt, die Schule informiert einen darüber, ist man auf dem Holzweg. Habe es von dem Vater eines Klasenkameraden, der ihn auch gefunden hat, am Telefon erfahren. Tolle Welt!
Nach diversen Telefonaten wurde er gestern in Bayreuth in die KJP eingewiesen. Ich glaube, du kannst Dir vorstellen wie wir uns gerade fühlen
Was ist nur los mit unseren Kindern?
Alexandermaus


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27.03.2009 10:57
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#9
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es ist total traurig was zum Teil unseren Kindern passiert
Mir ist ein Lied eingefallen,was ich euren Kindern jetzt im Besonderen wünsche,was wir aber auch alle brauchen können

Land meiner Väter

Ich möchte ein Land sehen,das ein neues Zeichen
trägt,wo man den Nächsten liebt und einander
versteht,wo man dem Schwachen hilft und den
Fremden umarmt,
wo einer sich über den anderen erbarmt.

Ich möchte ein Land sehen,in dem Versöhnung
konkret wird,wo Einheit,Vergebung und Frieden
gelebt wird,
wo die Menschen sich achten,sich respektvoll
betrachten,Generationen zusammenstehen,sich
nicht mehr verachten.

Ich flehe Dich an (Ewiger Gott)
heile mein Land, das Land meiner Väter.

Ich möchte ein Land sehen,durch das ein Strom
des Lebens geht,uns aus dem Koma aufweckt und
ein Wind der Freiheit weht.
Aus trockenem Boden und heißem Sand
wird durch unendliche Liebe geheiltes Land,
wo nicht meht Haß,Angst und Bitterkeit
Verzweiflung tief in unsere Seelen treibt,
sondern Glaube,Respekt und die Sehnsucht nach
Frieden sich in Hoffnung und Freundschaft
widerspiegeln.

Ich flehe Dich an...

C CZF 1999
Text: Eva Wienbeuker,Claudia Lemperle,Wiebke Hartmann

Nicht was ist mit unseren Kindern los, ich meine :WAS IST MIT UNSERER GESELLSCHAFT LOS !!!!!!!!

Wünsche euch von en viel, viel Kraft

Grüßle Biene


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31.03.2009 00:06
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#10
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Danke liebe Biene, für das schöne Lied.
Habe es gleich rauskopiert und an meine 26 jährige Tochter geschickt, die seit fast 3 Jahren nicht mehr mit mir spricht, weil ich ihr zu dominant war in ihrer Kindheit. Sie kümmert sich auch nicht um ihre zwei Schwestern (wobei nur die Jüngste die Diagnose hat). Auch sie hatte in ihrer Schulzeit keinen Freundeskreis und immer große Probleme mit Gleichaltrigen. Auch daran bin ich Schuld. Doch halt, dass ist ein anderes Thema! Sorry! Jetzt jedenfalls hat sie Freundinnen und auch einen Mann. Ich hoffe, dass es ihr gut geht. Und ich denke, ...
ach ich weiß nicht, was ich denke! Es ist einfach nur schrecklich zu lesen, dass sich die Kiddis umbringen wollen!
Bringen wir es nicht fertig unseren Kiddis zu zeigen, dass das Leben lebenswert ist? Sind wir wirklich solche schlechten Eltern?

Es tut mir so leid.
Das Lied sollte Pflicht werden in der Schule!

LG Silka

Ich fühle, das Kleinigkeiten die Summe des Lebens ausmachen!!!

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