mal was ganz anderes - brauche eure Meinung

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09.10.2009 16:30
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#1
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Hallo,

ich hoffe es ist gestattet auch mal einen Rat zu einem "nichtADS"Thema einzuholen. Ich würde mal gerne eure Meinung hören. Im Moment bin ich seelisch ziemlich angeschlagen (wer von uns ist das nicht) und werde auch eine Kur mit Sohn beantragen. Aber auch mein fam. Umfeld stresst mich zunehmend.Es geht in erster Linie um meine Schwiegermutter. Sie will immer alles beeinflussen und bestimmen. So haben wir in 2 Jahren die Kommunion unserer Tochter (ja ihr lest richtig, es ist erst in 2 Jahren aber die macht heut schon Streß)
Mein Mann hat einen Bruder. Dieser wohnt direkt neben uns. Unsere Mädchen sind gleich alt (10Tage auseinander). Ich möchte die Kommunionn unserer Tochter genauso machen, wie die unseres Sohnes-in unserem Haus. Schwiegermutter meint, wir müssen die Kommunion mit den Nachbarn zusammen in irgendeinem Saal feiern. Jetzt hat sie rausgekriegt, dass wir (mein Mann und ich) das nicht wollen. Sie läuft jetzt Amok. Eben war mein Schwiegervater da und meinte, darüber wäre das letzte Wort noch nicht gesprochen. Ich habe ihm versucht klarzumachen, dass das unsere Entscheidung ist,wie wir die Kommunion feiern, ich finde es nicht schlimm, dass Oma und Opa dann nachmittags oder abends oder zwischendurch mal von einem Haus in das andere gehen müssten (7,5 Meter!) Dazu wäre noch zu sagen, dass ich nicht viele Gäste erwarte (höchstens 15) meine Schwägerin hat etwas mehr Gäste. Ihr ist (wie immer) alles egal, sie würde meiner Schwiegermutter auch Eichhörnchen braten, wenn die das wünscht. Ich versuche ja auch immer Kompromisse zu finden, aber kann ich denn nicht auch mal etwas anders machen, als sie das will. Sie fällt dann immer in Depressionen und erpresst uns damit. Mein Mann hat auch die Nase voll. Jetzt aber mein Problem: ich habe mit Sohn im Moment sehr viele Schwierigkeiten in der neuen Schule (5.Klasse) und bin nervlich nicht belastbar. Diesen Psychoterror kann ich jetzt nicht mehr brauchen. Was denkt ihr? Soll man eher nachgeben, oder muss meine Schwiegermutter auch mal akzeptieren, dass ihr 43jähriger Sohn sich anders entscheidet, als sie will. Ich bin schon wieder so weit dass ich nachgeben will, einfach um meine Ruhe zu haben. Ich bin halt tagsüber da und bekomme alles ab. Mein Mann kommt erst 20.00h heim und kriegt fast nichts mit, ausser wenn er zu ihr fährt (50Meter Luftlinie!) Ich halts hier bald echt nicht mehr aus.....sorry, ich weiß das es kein ADS Thema ist,aber ich wollte micht zum ausheulen nicht in einem anderen Forum anmelden wo hier doch so nette Leute unterwegs sind, die mich auch schon ein paar mal super aufgebaut haben


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09.10.2009 17:24
#2
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Hallo Schnuepfli,

Eichhörnchen braten?

Wie kommst Du denn darauf, dass Dein Thema nix mit ADHS zu tun hat?!
Klar hat es!

Ich könnte dazu auch eine laaange Geschichte erzählen, hab nur leider keine Zeit. Seit einer großen Verwandtschaftskrise gehe ich jedenfalls völlig cool (nach außen hin) und knallhart egoistisch vor, so schwer mir das auch fällt. Es war erstaunlich, welche Dynamik dieses Verhalten hatte, und wie sich das Verhalten der anderen z.T. auch verändert hat dadurch. Auf einmal war ich nicht mehr die Kleine, auf der man rumhacken konnte...
Aber einen Tip: gib mal bei "Suche" den Begriff "Verwandte und ADS" ein. Mit dem Lesen kannst Du dann die Zeit überbrücken, bis Dir hier schätzungsweise noch ziiiiemliche Beiträge geschrieben werden

Grüßle
mama4kids


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09.10.2009 18:17
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#3
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Hallo schnuepfli,

laß Dich nicht verrückt machen, in 2 Jahren fließt noch viel Wasser den Rhein hinab.

Außerdem haben Deine Schwiegereltern ja lange Zeit sich mit dem Gedanken anzufreunden.

Viele Grüße
Samira


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09.10.2009 18:47
#4
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Hallo schnuepfli,

Mama4Kids hat es wunderbar zusammengefasst.

Die Gesamtsituation bei uns ist komplett anders, aber der Kern ist ähnlich - es gibt Verwandte, die mich echt an den Rand gebracht haben. Irgendwann ging nix mehr, ich habe psychologische Hilfe gesucht und wurde in 2-3 Gesprächen "flottgemacht".

Klipp und klar gesagt: Wir haben mit unseren Kindern genug Sorgen an der Backe, da sollten wir unsere Kräfte einteilen und die Zeit nicht verschwenden mit Menschen, die uns nicht guttun. Auch wenn es Verwandte sind. Aus. Basta. Ist so.

Formal ist es ja sowieso ganz einfach: Die ELTERN des Kindes bestimmen, wie die Feier ablaufen soll. Sonst keiner.

Es hört sich so an, als würden deine Schwiegereltern sowieso sehr viel mitreden. Und da dir das nicht so guttut, wird es jetzt Zeit, Klartext zu sprechen. Mindestens mit der Kommunion, vielleicht aber auch in mehr Punkten. Dein Mann sollte allerdings auch mitziehen und seinen Eltern Grenzen ziehen.

Ist schwer, ich weiß, aber es befreit auch.

Alles Gute !


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09.10.2009 19:33
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#5
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Hallo Schnuepfli,

meine Schwiegereltern wohnen bei uns im Haus, kenne solche Dinge nur zu gut...

Wahrscheinlich ist es wirklich das Beste einmal Butter bei die Fische zu geben, und das Thema klipp und klar zu stellen. Das ist bestimmt nicht leicht, da sie scheinbar keinen Widerspruch dulden. Aber du würdest 2 Jahre lang sehr unzufrieden sein, immer wieder darüber nachgrübeln. Schon im Vorfeld müsstest du wahrscheinlich ja auch noch bei 100 kleinen Entscheidungen immer auch deine Schwägerin fragen, Deko, Kuchen ect....

Da kannst du dir vielleicht ein für alle Mal den Ärger vom Hals schaffen, wenn du jetzt hart bleibst....

Ich wünsche dir, dass du dich durchsetzen kannst, ich weiß aber, dass das schwer wird.

Meine Arbeitskolligin sagt immer: Daumen hoch!!!, wenn was nicht so toll läuft, das bringt uns zumindest immer zum Schmunzeln....

Also DAUMEN HOCH!!!

Liebe Grüße

Claudia


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09.10.2009 19:55
#6
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Hi schnuepfli,

endlich mal wieder so ein richtiges ADS-Thema - mitten aus dem Leben!!! Genau DAS, schnuepfli, DAS ist ADS! Damit muss man fertig werden können, wenn man die Schule hinter sich hat und das richtige Leben anfängt. Und das ist gar nicht so einfach.

Ok, du brauchst keine weitere Bestätigung, dass das ADS ist, du brauchst eine Lösung. Ich melde mich nochmal, versprochen. Doch zuerst muss ich noch mein eigenes familiäres ADS-Problemchen in den Griff kriegen - ich hab nämlich auch nur "solche" daheim.

Bis nachher, viele Grüße
Susanne


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10.10.2009 02:15
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#7
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Hallo schnuepfli,

auweia da wohnt ihr ja alle ganz nah beieinander ,also fast nich möglich sich aus dem Weg zu gehen .

Umso wichtiger ist es das dein Mann und du euch abgrenzt , gegen die ach so wohlwollende (ihren Willen wollende) Verwandtschaft.Jo, gar nicht so einfach sich von der Familie sich nicht vereinnahmen und bestimmen zu lassen .

Laß dich /euch nicht kleinkriegen eure Bedürfnisse bzw das von Sohn ist da wichtiger als das von der Familie , es ist ja sein /euer Fest das ihr gestalten könnt wie es für euch gut ist.Das stimmt das nicht das letzte Wort gesprochen ist nämlich eueres.

Boah und Erpressung find ich sowas von daneben ,laß dich nicht beeindrucken von ihrem "Schauspiel",wie du schreibst sie euch mit ihren Depressionen ihn Schach halten will grrrrrr, böse werd.

Jo, bei und hat das sich abgrenzen zur Mutter leider zu gar keinem Kontakt ausgeweitet,anfangs hat es mich sehr belastet , inzwischen fühl ich mich richtig befreit.
Sie besteht darauf das "ihre" Spielregeln eingehalten werden , wer da nicht mitmacht fliegt raus, jo so bin ich rausgeflogen .

Nun, das wünsche ich dir nicht.... jo, einfach ist es nich sich gegen eingefahrenen Gewohnheiten zu wehren .
Wünsch dir , das ihr das Fest so feiern könnt wie es für euch schön ist ...

übrigens find ich klasse , das du das Thema gebracht hast, Danke

Grüßle Biene


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10.10.2009 09:13
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#8
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jmc

hi schnuepfli,
willkommen in der welt der befreiten!!!
das hört sich jetzt vielleicht blöd an, aber es ist so, du kämpfst an allen fronten und irgendeinen kriegsschauplatz muß zu schließen.
den schulstress mußt du offenlassen, den innerhalb deiner kleinfamilie auch, aber den mit verwanten und schwiegerelten den kannst du schließen. behandle sie wie deine kinder: sei klar in der aussage, kündige klar und freundlich deine taten an, sei konsequent in der durchführung, und laß dich von psychospielen nicht beeinflussen ( hast du früher bei deinen kindern in der trotzphase ja auch nicht gemacht ).
du mußt nur einmal richtig konsequent sein, das klappt schon, wenn du dann 2 oder 3 verwante weniger hast ist das um die nicht schlimm, die haben dann eh nie zu euch gehalten.
nur innerhalb deiner kleinfamielie müßt ihr euch klar sein und an einem strang ziehen.
lieb kraftschickende jmc
p.s. wir leben mit 3 kindern, schwiegereltern und einem onkel in einem haus


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12.10.2009 00:06
#9
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Hi schnuepfli,

in ADS-Familien sollten keine Familienfeste gefeiert werden müssen. Wir sind halt einfach nicht dafür gemacht. Ist wohl so. Wenn ich nur dran denke, dass in sechs Wochen oder so der erste Advent ist ...

Das Fest an sich wär vielleicht ja gar nicht so schlimm; doch die Zeit davor, in der jeder seine Vorstellungen äußert und durchsetzen will, die schafft uns Mamas, raubt uns jegliche Vorfreude und macht uns mitunter hochexplosiv. Und dazu noch der ganz normale, alltägliche Wahnsinn ...

Wie auch immer, du hast ZWEI Probleme. Das eine ist das Fest selbst; das solltest du genau so gestalten, wie du, dein Mann und deine Tochter es sich vorstellen. Die Großeltern sind geladene Gäste. Das andere Problem ist die zermürbende Diskussion, die in der Großfamilie offensichtlich immer neu entfacht und mit Sicherheit in den nächsten anderthalb Jahren die familiäre Atmosphäre vergiften wird. Dies abzustellen wird bestimmt nicht einfach sein. Und es kann nur gelingen, wenn alle vier (du, dein Mann, dein Schwager und deine Schwägerin) an einem Strang ziehen.

Insofern kann ich dir nur genau das raten, was alle anderen (großfamiliengeplagten ADS-)Mamas dir auch schon geraten haben: Lass dich nicht von den Großeltern bevormunden.

Ich frage mich allerdings, weshalb bereits zwei Jahre vor einer Kommunion den Eltern der Kommunionskinder derart massiv die Ausgestaltung des Festes nach Großmutterwunsch aufs Auge gedrückt wird. Da hat wohl Schwiegermutter im Vorfeld schon mal ihren Willen nicht durchsetzen können ...?

Mit den gängigen Argumenten (dein Sohn und ich haben das so beschlossen und basta) wirst du beim gegenwärtigen Stand nicht weiterkommen. Vielleicht machst du mal eine Checkliste - für eine getrennte Feier, jeder für sich daheim, spricht: ... / für eine gemeinsame Feier irgendwoanders spricht: ...

Wenn einem so massiv und vor allem so lange dreingeschwätzt wird, sollte man sich eine andere Strategie zulegen. Mitunter ist man erfolgreich, wenn man das Unerwartete tut. Einen Rat kann ich dir hier nicht geben, nur ein Beispiel. Und dieses Beispiel sollst du auch nicht in die Tat umsetzen, sondern nur als Anregung nehmen, deine eigene "unerwartete Vorgehensweise" zu planen.

Beispiel: "Wer zahlt, schafft an. Schwiegermutter, wenn du die Kommunionsfeiern deiner Enkeltöchter lieber selbst ausrichten willst, dann nehmen wir deine Einladung gerne an. Wir werden 15 Gäste haben, die anderen 20. Plus Großeltern und zweimal Eltern sind wir dann bei über 40 Personen, die Kinder nicht mitgerechnet. Mittagessen, Kaffee und Kuchen, vielleicht noch ein Imbiss am Abend - ein Tausender wird nicht reichen. Überleg es dir lieber nochmal und sag mir dann Bescheid."

Denk mal drüber nach, wo bei Schwiegermutter die Schmerzgrenze ist - und genau da musst du sie erwischen!

Viele Grüße
Susanne


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12.10.2009 09:00
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#10
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Hallo schnuepfli

sorry , hab da was durcheindander gebracht , du hast ja ne Tochter und von deinem Mann als Sohn gesprochen, irgendwie ist da Sohn hängen geblieben

wir sind halt nicht für Familienfeste gemacht.... ganz genau , seufz , stöhn (waaaaaaaaaaaaaah Susanne, wie konntest du nur an die Adventszeit erinnern)

Grüßle Biene


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