Hausaufgabenzeiten?

  • Seite 1 von 3
04.11.2009 15:55
#1
avatar

Hallo ihr,

ich such mir die Finger wund ohne auf einen grünen Zweig zu kommen.
Deshlab frag ich hier mal, vielleicht wisst ihr ja mehr?!
wisst ihr ob es in BW eine Empfehlung/Richtlinie/ Regelung in Bezug auf Umfang (zeitlich) von Hausaufgaben (Grundschule) gibt?

der § 10 im Schulgesetz ist ja derart allgemein gehalten, das er überhaupt nichts aussagt.

Ich finde nahezu aus jedem Bundesland konkreteres, aber nicht zu BW.
Die hiesigen Lehrer lassen leider nur etwas gelten wenn man mit sowas kommt
Traurig aber war ohne Pragraphen scheint nichts mehr möglich zu sein im Bildungsressort

LG Mel


 Antworten

 Beitrag melden
04.11.2009 17:44
avatar  Zottel
#2
avatar

Hallo Mel,

in Klasse 1 + 2 haben die Lehrer meines Kindes immer davon gesprochen, daß die Hausis nicht länger als 20-30 Minuten am Tag dauern sollten.

War aber letztendlich bei uns weit ab von der Realität . Auch als mein Sohn dann Medis bekam. Grund: die blöde Freiarbeit in der Schule . Was in der "Freiarbeit" nicht fertig wurde war eben zu Hause zu erledigen + Hausaufgabe. In der Schule bekam der Bub so gut wie nix fertig - es war ihm einfach zu laut. Er sagte oft, es würde ihn da alles ablenken. Und dann auch noch die blöden Gruppentische...

Rate mal wer letztendlich Sohni das lesen, schreiben und rechnen beigabracht hat. Zu Hause. Und das hat sicher nicht nur 20 Minuten am Tag gedauert. Letztendlich wäre es für meinen Sohn und auch für mich einfacher gewesen, wenn ich ihn damals komplett selbst zu Hause unterrichtet hätte. Vormittags. Das wäre dann wenigstens effektiv fürs Kind gewesen und Bubi hätte jeden Mittag Freizeit gehabt.

Eigentlich hatte ich schon den totalen Horror vor Klasse 3. Aber oh Wunder. Die neue Lehrkraft hält überhaupt nix von Gruppentischen und sorgt für Ruhe im Klassenzimmer. Seitdem klappts um einiges besser. Hausaufgabe = ca. 20 - 30 Minuten am Tag. Wir haben so noch genügend Zeit mittags den Stoff "zu festigen/ zu automatisieren".

Das 1. Mal in seinem Leben geht Sohni gern zur Schule. Momentan. Wäre schön, wenn das noch ein Weilchen anhalten würde .

Jetzt konnte ich Dir im Grunde keine befriedigende Antwort geben aber ich weiß, daß selbst "Normalo-Kinder" in Sohnis Klasse in den ersten beiden Schuljahren des öfteren Stundenlang an den Hausaufgaben gesessen haben... War auch nix mit 20 Minuten am Tag...


Liebe Grüße

Zottel


 Antworten

 Beitrag melden
04.11.2009 19:36
#3
avatar

Hi Mel,

wenn das Schulgesetz nix hergibt, dann frag einfach mal beim Amt für Schule und Bildung nach. Der zuständige Schulrat sollte eigentlich wissen, ob es hierzu Regelungen gibt und falls ja, wo man diese findet.

Wenn du so nicht weiterkommst, kannst du bloß noch jeden einzelnen Fachlehrer fragen, wie lange "man" seiner Ansicht nach durchschnittlich an den Hausaufgaben in seinem Fach sitzen sollte.

Sorry, dass ich dir da jetzt auch nicht wirklich weiterhelfen kann. Vielleicht meldet sich ferrano noch, die könnte sowas wissen.

Grüßle
Susanne



 Antworten

 Beitrag melden
05.11.2009 10:37
#4
avatar

Hallo ihr,

Zottel schön das es bei euch so toll klappt, bei uns absolut gar nicht
allerdings nicht nur bei sohnemann (3.Klasse) sondern bei 2/3 der Klasse
Das geht schon so weit, das die Hälfte ihre Kinder in Privatschulen schicken möchte oder sie runterstufen zurück in die 2.Klasse.
Notenabstürze von 2-3 Noten sind die Regel.
Gestern war "Notstands-Elternversammlung" und der Elternbeirat geht jetzt weiter...
Das wird noch richtig hübsch hier

Ich halte NOCH meine Füße gaaanz still ( notenmäßig können wir uns das noch leisten... aber auf der psychischen ebene nicht mehr...), wappne mich jedoch langsam aber sicher.
Nächste Woche haben wir Auswertungsgespräch (Diagnostik) und Schlachtplanentwicklung mit der Therapeutin und dann gehts rund.

Bezüglich Hausaufgaben habe ich eine Anfrage beim Kultus laufen, bisher ohne Aussage.
eigene Recherchen sagten mir:

In Antwort auf:
In den meisten Ländern weltweit, in denen eine geregelte Schulform existiert, werden zur Einhaltung der Hausaufgaben Gesetze aufgestellt, die den Nutzen der Hausaufgaben beschreiben oder sogar erzwingen.So sollen die Hausaufgaben
- den Unterricht ergänzen.
- mittels Aufgaben (Mathematik), Lektüren (Sprachfächer) der Verarbeitung, Vertiefung und Anwendung des Unterrichtsstoffes dienen.
- möglichst ohne außerschulische Hilfe in angemessener Zeit bewältigt werden können.
Falls dies nicht möglich ist, soll der Schüler am Folgetag den Lehrer um Hilfe bitten.
- in den Unterricht einbezogen und zumindest stichprobenweise regelmäßig überprüft werden.
Bei einigen Schulen werden Hausaufgaben bei der Leistungsbeurteilung angemessen berücksichtigt.
In einigen Ländern begrenzt man die Hausaufgaben mit Gesetzen.



Und genau diese Begernzung gibt es wohl in BW nicht.
Da heißt es lapidar im §10:

In Antwort auf:
(1) Hausaufgaben sind zur Festigung der im Unterricht vermittelten Kenntnisse, zur Übung, Vertiefung und Anwendung der vom Schüler erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie zur Förderung des selbstständigen und eigenverantwortlichen Arbeitens erforderlich.
(2) Die Hausaufgaben müssen in innerem Zusammenhang mit dem Unterricht stehen und sind so zu stellen, dass sie der Schüler ohne fremde Hilfe in angemessener Zeit erledigen kann.
(3) Die näheren Einzelheiten hat die Gesamtlehrerkonferenz mit Zustimmung der Schulkonferenz zu regeln, insbesondere den zeitlichen Umfang sowie die Anfertigung von Hausaufgaben übers Wochenende und über Feiertage.
(4) Der Klassenlehrer bzw. Tutor hat für eine zeitliche Abstimmung der Hausaufgaben der einzelnen Fachlehrer zu sorgen und auf die Einhaltung der bestehenden Regelungen zu achten.



Ein Anwalt für Schulrecht hat dies dann so interpretiert:

In Antwort auf:
Die Hausaufgaben müssen demnach:

•Im Zusammenhang mit dem stehen, was zuvor im Unterricht getan wurde und
•dürfen nicht über die Maßen zeitlich belasten.
Näheres ist schulindividuell und über die Beschlußsammlung der Schule zu erfahren.



suuuuper....

Ich hab dann einfach mal die Bestimmungen der einzelnen Bundesländer zusammengetragen um das "Maß" herauszufinden und kommen zu dem Schnitt:

1. und 2.Klasse 30 Minuten
3. und 4.Klasse max. 60 Minuten.

Mir ist klar, das es sich dabei um konzentrierte Arbeitszeit handelt... aber mit 2 Stunden pro Tag sind wir GUT dabei, oft noch länger.
nicht mitgerechnet sind die Übungsworte für die Diktate die täglich geschrieben werden sollen und auch nicht die 1x1 Übungen die auch täglich vollzogen werden sollen.
Das kanns ja dann nicht sein.

LG Mel


 Antworten

 Beitrag melden
05.11.2009 12:10
avatar  ferrano
#5
avatar

Hallo liebe Melody!

Das klingt mir auch nach einem "tieferliegenden" Problem. Tatsächlich gibt es für die Hausis die von dir genannten groben Zeiten. Die im Einzelfall stark variieren, da eben manche Kides einfach keine Energie mehr haben für sooo viele Aufgaben, auch ohne ADS.
Ihr habt schon mit dem Schulleiter gesprochen? Der ist weisungsbefugt der Kollegin gegenüber.
Es kann nicht sein, dass Eltern täglich Diktate üben müssen plus Einmaleins Taining plus Hausaufgaben - Hallo - was machen die denn in der Schule?

Offenbar hat die Lehrerin keine Ahnung von Kindern und oder hat Panik, weil sie offenbar nicht mit ihrem Stoff durchkommt ... . Das kann nicht auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werden.

Das Lied der Hausis kenne ich auch sehr gut, es hat mich auch schon oft in den Wahnsinn getrieben.
Im moment ist mein Sohn in Kl.4 und alle drehen durch, falls das Kind nicht ins Gymi kommt. Haben eigentlich alle ihr Gehirn zu Hause in der Schublade ?!

Will sagen, ich habe irgendwann (mit der Lehrerin)besprochen, dass J. in Kl.1 und 2 30-40 Minuten Hausaufgaben macht und wir dann beenden. Dazu am Abend 10 Min. lesen und 10 Min. Kopfrechnen. Das haben wir diszipliniert duchgezogen (stöhn). Er konnte so befriedigend den Stoff der dieser Klassenstufen erlernen. Es gab und gibt weiterhin leere Stellen, da steht er sich selber total im Weg, meine Strategie: loslassen und nochmals loslassen - das ist schwer! Bei uns hat es funktioniert. Du und dein Sohn legt das Pensum fest was ihr schaffen könnt und wollt, das macht ihr regelmäßig und zuverlässig.

Die alte Lehrerstrategie bei Lernproblemen mehr zu üben geht nicht generell auf. Übung ist das eine Hirnreifung ist das andere. Kinder mit ADHS haben ja nun mal verzögerte Reifungsprozesse - Stinos durchaus auch- das heißt nicht das man nichts machen soll, sondern die Menge herausfindet die man schaffen kann und das gescheit macht, statt alles "krampfig".
Die "krampfige" emotionale Gestimmtheit beim Lernen überträgt sich auch auf den Lerninhalt und der kann dann nicht gut gemerkt/automatisiert werden.

Die Lehrerin ist unprofessionell, da stimmt was nicht. Höre auf deine innere Stimme, auf deinen gesunden Menschenverstand! Mach deinem Kind nicht die "Freude" am Lernen total kaputt, nur weil Idioten unterrichten. Oh, Gott ich kann es nicht fassen - in welchem Jahr leben wir doch gleich?

In unserer Grundschule hat es sich immerhin herumgesprochen, dass Kinder sich verschieden entwickeln und das sie Erfolge brauchen um motiviert zu sein (wer braucht das nicht?).

Mir scheint das hier die fachlichen Probleme der Lehrerin auf dem Rücken der Kinder und eltern ausgetragen werden. Man muss sich zusammen setzen und MITEINANDER reden.
Die Paragrafenkeule würde ich erst im Notfall ziehen. Ein konstruktives Gespräch ohne Schuldzuweisungen wirkt besser als 100 Paragrafen. Die Lehrerin sollte motiviert werden, ihr Verhalten zu ändern. Schildert eurer Leben als Eltern mit diesen Hausis, ohne Anklagen. Und fragt die Lehrrin was man da verbessern könnte damit alle wieder gerne in die Schule gehen.
Selbstverständlich sind Eltern bereit bei Hausis zu helfen, auch mal über das übliche Maß (Einmaleinstraining und Lesen lernen, für Arbeiten üben). Aber es kann nicht sein das 50% der Klasse länger als eine Stunde Hausis täglich machen.

Klar muss mein Sohn seine "Wochenaufgaben" am Wochenende machen. In der Woche schafft er es nicht (Therapie, Sport, Musikinstrument, spielen)- da machen wir am Samstag und Sonntag in Ruhe den Kram fertig. klappt inzwischen problemlos (es bleibt bestimmt nicht immer so). Trotzdem zickt er immer mal rum.

Sucht das Gespräch mit der Lehrerin, schlagt vor Beratung aus dem Schulamt anzufordern, nicht um Druck zu machen, sondern um ins Gespräch zu kommen. Das schulamt kann und muss beraten - auch Lehrer, die haben auch ein Recht auf Hilfe. Sagt der Lehrerin wie sehr euch an einer guten Lösung gelegen ist, ihr wollt keinen Ärger machen, aber so geht es auch nicht weiter. Stellt die Beratung als Hilfe für alle dar. normalerweise müssten Leute im Amt sein die sowas können, es ist nämlich ihr Job.
Keine Angst vor den Amtsleuten, die sollen für die Kinder da sein bzw. für alle die eben mit der Schule zu tun haben.
Man sollte besonnen und doch bestimmt auftreten, mach dem Motto: Wir möchten eine gute Lösung für alle finden, es soll keinen Buh - Mann geben, aber wir wollen eine Lösung.

Vielleicht hat die Lehrerin wirklich ein Problem, vielleicht knicken viele Eltern auch ein, wenn es um ihre Beteiligung an der Sache geht - keine Ahnung. Wichtig erscheint mir das Problem genau zu benennen (Problemstellung)und dann Lösungsvorschläge von der Lehrerin abzuwarten. Wenn die nicht kommen, dann die nächste Instanz einschalten (Schulleiter, Berater vom Schulamt). Die Elternsprecher können sich auch vorab mit jemandem vom amt unterhalten und fragen, was sie machen können, wie man so ein Problem lösen kann?
Ohne "neutrale" Instanz von außen kaum vorstellbar, da Lehrerin und eltern eventuell schon in einer Phase sind in der man nicht mehr miteinander reden kann ...?

Drücke Dir die Daumen
LG Uli


 Antworten

 Beitrag melden
05.11.2009 13:43
#6
avatar

Hallo liebe Uli,

vielen Dank für deine Ausführungen.

Mit den Regelungen Regelschule tu ich mich halt immernoch schwer.
Mein Erfahrungsgebiet liegt mehr in E-Schulen. Bisher jedenfalls und das merk ich jetzt ist so ganz und gar nicht vergleichbar.

wie du selbst sagt das sind wirklich tifergehende Probleme.
Und das Wort KRAMPFIG beschreibt es haargenau und zwar alles,
komplett von A-Z.

Wenn man sich überlegt das es hier um 8/9 jährige Kinder geht und dann dort mal ins Klassenzimmer schaut sich anhört wie Unterricht stattfindet.
Man kommt sich vor wie in der Oberstufe.
Nichts kindliches mehr, nichts lernen durchs erleben, nichts erfahrbar machen.

Alles nur noch stumpfe, öde Theorie.
Furchtbar. Es wundert mich kein Stück das die Kinder derart abbauen.
Keine Strukur im Vorgehen der Unterrichtsinhalte, kein vertiefen, kein am Thema bleiben, sondern abhandeln, punkt. Nächstes Gebiet.

Das mit den Paragraphen ist gerade hier schwierig uli.
Denn nur wenn man mit Schulamt, Kultusministerium und § ankommt wird überhaupt zugehört.
Ansonsten wird alles belächelt und klein geredet.

Problematisch wirds eben dann die Leistung stimmt (wie immer Sohnemann das auch macht) Kind aber psychisch mehr und mehr abbaut und immer öfter einknickt, in der _Schule aber Strahlemann und "Cool-Boy" spielt.
Da wird man dann nämlich nicht mehr nur belächelt sondern konkret ausgelacht.

Von daher bin ich jetzt ehrlich froh, das es eben nicht nur mein Sohn ist und endlich auch mal Rückmeldung der Eltern kommt.
Denn bisher war ja alles Bestens.... angeblich.

LG Mel


 Antworten

 Beitrag melden
05.11.2009 16:03
#7
avatar

Zitat von Melody71
Wenn man sich überlegt das es hier um 8/9 jährige Kinder geht und dann dort mal ins Klassenzimmer schaut sich anhört wie Unterricht stattfindet.
Man kommt sich vor wie in der Oberstufe.
Nichts kindliches mehr, nichts lernen durchs erleben, nichts erfahrbar machen.
Alles nur noch stumpfe, öde Theorie.
Furchtbar. Es wundert mich kein Stück das die Kinder derart abbauen.
Keine Strukur im Vorgehen der Unterrichtsinhalte, kein vertiefen, kein am Thema bleiben, sondern abhandeln, punkt. Nächstes Gebiet.



Liebe Mel,

du beschreibst fast haargenau die Situation an Juniors Schule . Der "Witz" dabei ist, dass die Lehrerin (ein älteres Modell) ernsthaft behauptet, es habe sich nichts geändert, sie seien eben schon immer eine anspruchsvolle Grundschule gewesen. Haha ! Meine älteren Töchter waren vor PISA in der Grundschule (nicht Juniors Schule) und haben sich tödlich gelangweilt, weil sie unendlich viele Mandalas malen mußten und es sooo langsam (aus ihrer Sicht) voranging. Wenn die Mädchen jetzt sehen, was bei Junior von Anfang an für ein Tempo hingelegt wird, dann staunen sie echt Bauklötze ! Zunächst dachte ich ja, ich würde mich vielleicht täuschen, aber nein - komischerweise erzählen mir andere Mütter mit mehreren Kindern, also Vergleichsmöglichkeit "damals-heute", an anderen Grundschulen absolut dasselbe.

Hier an der Dorfgrundschule wagt niemand auch nur den geringsten Widerspruch. Das sind lauter Eingeborene , die hatten oft selbst diese KL als Lehrerin, das wirkt nach . Und da hier "die Welt noch in Ordnung" ist (haha), ziehen alle Eltern brav mit, sprich, es wird akzeptiert, dass man ganz offiziell daheim mit dem Kind üben muss. Wenn das Einmaleins nicht sitzt -> Elternsache. Rechtschreibung -> Elternsache. Es gibt sogar ausdrücklich mündliche Übungsaufgaben, die wir Eltern daheim mit dem Kind durcharbeiten müssen.

Und das, was Uli da kopiert hat, ließ mich laut lachen - demnach ist das G8 (achtjähriges Gymnasium) hier regelrecht illegal - das ist von Anfang an darauf ausgelegt, dass Stoff ganz alleine erarbeitet wird. Steht auch so im Mathebuch drin, da gibt es Kapitel zum Sichselberbeibringen. Da ist nix mit Hausaufgaben zur Vertiefung, das ist ganz oft Selbststudium.

Ich reg mich nicht auf, ich reg mich nicht auf .....

Ich wünsche euch ganz doll, dass ihr diese Leerkraft in den Griff bekommt, ganz besonders, dass die Eltern zusammenhalten, denn meiner Erfahrung nach fragen die Schulamtsmenschen erst mal, was der Elternbeirat denn schon gemacht hat *nerv*. (Als es bei uns "gebrannt" hat, hatten wir eine Elternbeirätin, die war strohdoof, DAS war vielleicht hilfreich ). Macht euch von Anfang an Notizen, was wurde wann mit wem besprochen. Geht niemals alleine zu Gesprächen. Setzt dem Schulleiter oder der Lehrerin freundlich, aber bestimmt einen Termin, bis wann sich etwas gebessert haben sollte (so hintenrum Marke "Wann können wir besprechen, wie es sich entwickelt hat ?").

Daumendrückende Grüße,
Mandelkern


 Antworten

 Beitrag melden
05.11.2009 16:39
avatar  ( gelöscht )
#8
avatar
( gelöscht )

Hallo Ihr Lieben,
das Thema Hausaufgaben brennt bei uns gerade ganz furchtbar, 9. Klasse Gymi.....
Hausaufgaben? Nö geben wir nicht auf, ist uns zu anstrengend nachzusehen, ob sie alle gemacht haben....
Wir vertreten hier EVA (eigenverantworliches Arbeiten)...
Bitte welches Kind mit 14 Jahren macht etwas freiwillig????
Und das in bayern, die doch so toll sind...

Sohni in der fünten Klasse sitzt deutlich länger an seinen HA als der große Bruder...
Wo soll das denn nun hinführen?

Versteht die Welt nicht mehr... Alexandermaus


 Antworten

 Beitrag melden
05.11.2009 17:37
avatar  Zottel
#9
avatar

Hallo Mel,

na bravo, und solche Lehrkräfte werden auf unsere Kinder losgelassen!!! Wenn 2/3 der Kinder schon Probleme und solche "Notenabstürze" haben liegt es wohl EINDEUTIG an der Lehrkraft.

Ich denke ein Grund für die Berge von Hausaufgaben sind zum Teil auch die VERA-Vergleichsarbeiten, die im April/ Mai in der 3. Klasse geschrieben werden. Ich denke, daß viele Lehrer echt Angst davor haben, daß ihre Klasse "schlecht" abschneiden könnte...

Problem: entweder nutzen die Lehrer die Stunden um die Schüler auf diese (schwachsinnigen) Vergleichsarbeiten vorzubereiten oder die Lehrer nutzen die Schulstunden um den Kindern vernünftig den Stoff zu vermitteln. Beides optimal zu schaffen gibt ganz einfach der "Zeitrahmen" nicht her.

Wie Ferrano schon geschrieben hat, würde ich unbedingt mit Junior weiterhin die "Grundfertigkeiten" trainieren. Schließlich musst Du ja Dein Kind "da abholen, wo es steht". Also: täglich 10 Minuten lesen üben und 10 Minuten Kopfrechnen. Eventuell hilft es auch, wenn Junior die Matheaufgaben laut vorrechnet und DU füllst die Mathezettel aus. Textaufgaben: Kind diktiert - Du schreibst. So lerne ich auch immer mit Sohni auf die Mathe-Tests.

Bei uns klappt es viel besser, wenn sich Sohni nur aufs Rechnen und nicht auch noch aufs Schreiben konzentrieren muss.

Ich drücke Dich ganz fest!

Zottel


 Antworten

 Beitrag melden
06.11.2009 08:40
#10
avatar

in bw gild die ungeschriebene richtlinie:
1+2 klasse 30-40 min.
3+4 klasse 60 min.

allerdings hängt dies stark von den lehrkräften ab.
ich hab bei der arbeit alle stufen und verschiedene lehrer.
es fält extrem auf das manche kinder mit "pillepalle" hausis kommen und nach 10 min. fertig sind. die nächsten kommen mit hausis wo man ins grübeln kommt wie sie das in 60 min.schaffen sollen...denn dazu kommen ja noch vorbereitungen für mathearbeiten und diktate.
wenn ich dann noch kinder mit ads und anderen auffälligkeiten habe....huiiiiiiii...das sprengt jeden rahmen



ich hab nichts schlimmes,ich hab.....ey,guck mal ein eichhörnchen!


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!