Urlaub im Ausland

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12.04.2010 00:44
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#1
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Hallo an alle,

Sohnemann(13) kann im Sommer für 14 Tage nach Kroatien in Urlaub fahren. Was muß ich denn da an Papieren besorgen, weil er doch seine Medis mitnehmen muß und vor allen Dinge wo krieg ich diese Papiere her.Bin für jede Info dankbar.nicht das er an der Grenze festgenommen wird. Bin ja froh wenn er mal ne Weile wegfahren kann, aber ich will ihn doch auf jedenfall wieder haben,auch wenn ich ihn manchmal auf den Mond schießen könnte..

Liebe Grüße Tina


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12.04.2010 12:21
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#2
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Hallo , Du lässt Dir vom Kinderarzt ein Attest ausschreiben das ihm erlaubt die Medikamente mit sich zu führen . Ilonka


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12.04.2010 12:57
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#3
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Hi Tina,

ADHS Medis können auf Auslandsreisen mitgenommen werden wenn die entsprechenden Bescheinigungen
(kein Attest!) vorhanden sind.
Welche Unterlagen nötig sind hängt ganz vom Reiseziel ab.

Hier im Forum wurde schon mal die korrekte Verfahrensweise beschrieben.
topic-threaded.php?board=32563&forum=2&threaded=1&id=540&message=3048014

In dem o.g. Post wird auf die Seite der Fa. Janssen Cilag verwiesen
http://www.mehr-vom-tag.de/bgdisplay.jht..._auslandsreisen

Die aktuellsten Informationen veröffentlicht immer das BfArm
http://www.bfarm.de/cln_043/nn_683960/DE...andsreisen.html

"Hinweise zur Mitnahme von Betäubungsmitteln durch Patienten bei Auslandsreisen
Allgemeines
Nach den Bestimmungen der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) darf ein deutscher Arzt Betäubungsmittel
in angemessener Menge verschreiben. Der Patient darf die aufgrund ärztlicher Verschreibung erworbenen Betäubungsmittel
nach § 4 Abs. 1 Nr. 4 b Betäubungsmittelgesetz (BtMG) in Verbindung mit § 15 Abs. 1 Betäubungsmittel-Außenhandelsverordnung
(BtMAHV) in der für die Dauer der Reise angemessenen Menge als Reisebedarf aus- oder einführen."

Da Kroatien weder zur EU gehört und wohl auch nicht das Schengener Abkommen unterzeichnet hat, wirst Du Dich vermutlich
an die kroatische Botschaft wenden müssen.

Viele Grüße,

Tonks


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14.04.2010 16:19
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#4
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Hallo Tina,
wir waren vor 2 Jahren in Tunesien und die Empfehlung über die Botschaft habe ich auch bekommen. Die Dame von der Apotheke habe ich dann auch noch gefragt und die meinte, dass das wohl richtig sei, aber solange es ein Pauschalurlaub ist, fragt kein Mensch danach. Ich sollte die "abgezählten" Medis in meinen Toilettenbeutel tun, wie vorgeschrieben im Koffer. Sie hätte auch immer Medis dabei, die man nicht mitnehmen dürfte, aber wie gesagt, bei Pauschalreisen schaut da keiner so genau. So war es dann auch. Wir hatten genau die Anzahl dabei, da hat kein Hahn danach gekräht und die haben beim scannen der Koffer doch auch gesehen was alles drin ist. Schlimmstenfalls stellt man sich dann dumm. Frechheit siegt - manchmal.

Samy


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14.04.2010 16:52
avatar  Tonks
#5
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Hi Samy,

das Argument "Schlimmstenfalls stellt man sich dumm" ist wenig hilfreich,
entschuldige bitte, es ist sogar kontraproduktiv.

Bitte gib´ hier im Forum keine Tipps die andere Betroffene, Betroffene die hier um Rat suchen,
in Teufels Küche bringen können.

Ob Pauschalurlaub oder nicht, das spielt keine Rolle.
Was Dir jemand in einer Apotheke bezgl. der gesetzlichen Bestimmungen über die Mitnahme von
BTM Medikamenten ins Ausland erzählt, ist keine verlässliche Auskunft.

Entscheidend sind die gesetzlichen Bestimmungen des Landes, in das man einreisen möchte.

Es geht nicht darum das Urlauber am Flughafen / Grenzübergang kontrolliert werden können,
auch direkt am Urlaubsort kann jeder in die Lage kommen, das er/ sie einen Arzt oder
ein Krankenhaus aufsuchen muss.

Man kann nie so dumm denken wie es kommen kann


Viele Grüße,

Tonks


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14.04.2010 20:31
#6
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Hi Tina,

um dich jetzt komplett zu verwirren, muss ich mich hier mal einklinken .

Mein Nick ist grün, also bin ich Vorstandsmitglied des AdS e.V., der dieses Forum betreibt. Und als solches muss ich - im Gegensatz zu allen anderen (mit schwarzem Nick), die hier Ratschläge erteilen - auch verantworten, was ich hier schreibe.

Fakt ist, dass zu 95 % kein Hahn danach kräht, was man im Pillendöschen so mit sich rumschleift. Aber shit happens: Die 5 % Unsicherheitsfaktor treffen in aller Regel solche wie uns. Wenn ich richtig gelesen habe, reist Sohnemann ohne Eltern. Also halte dich an die Regeln (und Sohnemann bitte auch).

Du hast nicht geschrieben, um welches Medi es sich handelt. Verlässliche Infos bekommst du vom Medi-Hersteller oder vom BfArm (sh. Link von Tonks). Alle anderen Infos sind höchstwahrscheinlich veraltet, betreffen ein anderes Land, sind nicht verantwortungsvoll recherchiert, basieren auf Mutmaßungen oder beruhen auf eigenen Erfahrungen, die im speziellen Fall zufälligerweise gut ausgegangen sind.

Es gibt Regeln (die einem, zugegeben, schon mal die Zehennägel aufrollen), und an die sollte man sich halten; insbesondere dann, wenn Sohnemann alleine reist.

Viele Grüße
Susanne


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15.04.2010 13:30
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#7
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Hallo Tina,

shit happens. Ja, ich geb Susanne Recht. Und shit happens immer dann, wenn mans nicht brauchen kann.

Der Sohn einer Bekannten ist ohne vorgeschriebene Bescheinigung (aber mit Medis) ins Ausland geflogen. Tante besuchen. Toll. Blöd war nur, dass er dort einen kleinen Unfall hatte, der einen Krankenhausaufenthalt hatte und die Polizei eingeschaltet werden musste. Die Tante hat angegeben, dass Kind Medis bekommt. Den Mist musste allerdings die Mutter ausbaden. War nicht witzig, sehr zeitaufwendig und sehr teuer.

Die Bescheinigungen fürs Schengener Abkommen kosten ca 20 Euro. Was die Bescheinigungen für die anderen Staaten kosten weiss ich nicht.

Aber der Preis ist sehr gering im Gegensatz zu den Folgen die kommen können, wenn "shit happens". Und das sollte man sich gut überlegen.

Unser Sohn fährt jedes Jahr zum Skifahren nach Österreich. Ich schimpfe jedes Jahr über die Kosten für die Bescheinigung, aber ich hole sie trotzdem immer. Sohn könnte sich verletzen oder wasweissich. Das Risiko, dass etwas passieren könnte, ist bei unseren Kindern eben doch stark erhöht.

Grüßle
Simone

Nur gemeinsam sind wir stark! - Heute schon die Welt auf den Kopf gestellt?

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15.04.2010 17:17
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#8
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Hey Susanne,
Entschuldigung, war wohl naiv gedacht. Soll nicht wieder vorkommen. Im Nachhinein betrachtet hatten wir wohl einen riesen Dusel. Also nochmals, war keine böse Absicht.

Samy


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20.04.2010 11:07
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#9
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Erstmal entschuldigung, das ich mich solange nicht gemeldet hab um euch zu Antworten.Aber wie das immer so ist,just als ich die Frage hier eingestellt hab, ging der Computer kaputt. Und natürlich war auch kein Ersatz aufzutreiben.

ich hab mich sehr gefreut über eure Antworten,auch wenn ich zugeben muß das ich jetzt doch etwas verwirrt bin und immer noch nicht so recht weiß was ich machen soll.
Fakt ist, Sohnemann(13) bekommt 1 Medikinet 20mg retadiert und 1/2 Medikinet 10mg unretadiert Morgens. Nachmittag kann noch bei Bedarf 1Medikinet 10mg gegeben werden .
Er fährt für 14 Tage vom 6.Juli bis 20 Juli nach Kroatien ( nach Medolin auf die istrische Halbinsel).Die Fahrt wird organisiert über das Jugendzentrum und zum Teil bezahlt vom Jugendamt. Und Sohnemann fährt natürlich allein,und da es das erste mal ist das er so weit weg fährt,will ich nichts falsch machen.

Nun hab ich natürlich bei beiden nachgefragt,worauf ich zur Antwort bekam, sie hätten ja schon oft Kinder mit Medis dabei gehabt und bisher habe es egal wo, noch nie irgendwelche Probleme damit gegeben. Ja, sagte ich mir, und bei meinem Glück, bin ich der erste der Probleme damit kriegt, so ist das doch immer.

Bin auch weiterhin für jede Antwort dankbar.

Liebe Grüße Tina

P.S. Muß ich nen Reisepass beantragen oder reicht da auch sein Personalausweiss.


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20.04.2010 12:04
avatar  Tonks
#10
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Hi Tina,

lies Dir einfach die Seiten von Janssen Cilag http://www.mehr-vom-tag.de/bgdisplay.jht..._auslandsreisen

und des BfArM http://www.bfarm.de/cln_043/nn_683960/DE...andsreisen.html

die Infos sollten alle Unklarheiten beseitigen


Der Wirkstoff Methylphenidat, u.a. auch in Medikinet, fällt unter das Betäubungsmittelgesetz

und für die Mitnahme in das Ausland ist eine Bescheinigung der Gesundheitsbehörde vorgeschrieben.


Viele Grüße,
Tonks


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