Zappelin bei ADS ???

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23.08.2007 12:01
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#1
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Hallo.
Mein Sohn (12) hat ADS.Er bekam leider von den Medis Tics.Und mußte erst mal mit Tiaprid behandelt werden.Die Tics sind auch so weit fast weg.Jetzt möchten wir gerne wieder was für sein ADS zusätzlich geben.Weil ohne ist er fast nicht zu ertragen.Jetzt möchte ich gerne wissen ob jemand schon Erfahrung mit dem homöopatischen Mittel "Zappelin" gemacht hat.Ich würde mich freuen,wenn sich jemand darauf meldet.
Gruß Gabi


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23.08.2007 12:28
#2
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Hallo!

Also bei unserem Junior hat es nur bedingt bei ADS geholfenn. Allerdings muß man auch sagen, das er nicht hyperaktiv ist.
Ich selbst bin eigentlich allen Alternativen aufgeschlossen. Aber bei Hömeophatischen Mitteln reagiert jeder anders. Und bei uns war die Wirkung nach ca. 3 Wochen gen Null gesunken.

Gruß Annett


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23.08.2007 12:58
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#3
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Hallo Anett!
Unser Sohn ist auch nicht hyperaktiv.Bei ihm äußert sich das ADS durch träumen im Unterricht,also unkonzentriert sein und schnelles Aufbrausen.Er eckt sehr schnell mit anderen Kindern an.Ich werde das Zappelin auf jeden Fall mal ausprobieren.Wie hab ich das jetzt bei dir verstanden? Wie hat es bei Deinem Sohn geholfen?
Gruß Gabi


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23.08.2007 14:15
#4
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Hallo!

Also erst brachte es in dem Sinne was, das er sich besser auf den Unterricht konzentrieren konnte und auch nicht so schnell "hochgegangen" ist. Nach ca. 4 Wochen hatte sich der Körper aber anscheinend an das Mittel gewöhnt (meinte jedenfalls der Aphoteker, der sich da gut mit auskennt). Naja, auf jeden Fall waren dann auch unsere Erfolge in der Schule und beim Schlafengehen Abends ca. 20.00 Uhr (aktuell so 21.30 - 22.00 Uhr)wieder weg. Also ich bin auch immer der Meinung ausprobieren schadet nicht.

Wünsche dir mehr Erfolg als bei uns.

Gruß Annett


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23.08.2007 15:02
avatar  Tonks
#5
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Hi Gabi,

die Wirksamkeit des genannten Mittels läßt sich wissenschaftlich nicht belegen.
Bisherige Studien haben leider keine überzeugenden Hinweise ergeben, dass es einen langfristigen, d.h. auf die Entwicklung des Kindes langfristig förderlichen, Effekt gäbe.

Bei dem genannten Präparat handelt es sich um kein Mittel aus der klassischen Homöopathie,
es ist ein Wirkstoffmix (schreibt man so??)

Tatsächlich ist häufig in den ersten Tagen bis Wochen eine "Veränderung" zu beobachten,
die kann aber sehr viele Ursachen haben .
Die Eltern fühlen sich nicht mehr ganz so hilflos,
sie sind entspannter und es gibt eine Möglichkeit positiv nach vorne zu schauen,
das Kind spürt die Entspannung der Eltern und das ihm geholfen werden soll.
Der Placeboeffekt...

Diese Faktoren sind aber wohl weniger auf das Präparat zurückzuführen, es
ändern sich die Einstellung und damit das Verhalten.
Aber man sollte diese positiven Einflüsse und Veränderungen für sich nutzen!

Die ADHS ist eine Hirnstoffwechselstörung und lässt sich nicht mit Hilfe der Homöopathie
erfolgreich behandeln
, wie z.B. Halsschmerzen, Prellungen u.a.m.

Ich selbst halte viel von der Homöopathie, sie hat ihre Berechtigung, aber auch ihre Grenzen.

Schaden tut das Mittel bestimmt nicht, es hilft aber auch nicht.
Lediglich die Kasse des Herstellers klingelt.
Spar das Geld und gehe mit deinem Sohn ein Eis essen, da habt ihr mehr von!!!!
Gib doch mal unter "Suche" den Begriff Za.... ein und du wirst etliche Beiträge zu diesem Thema
finden.

Grüße
Tonks









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23.08.2007 16:46
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#6
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Hallo Tonks!
Also wenn ich das so lese was du geschrieben hast,über das Zappelin,dann überlege ich wirklich ob ich es ihm geben soll.Das ist dann ja auch ziemliche Zeitverschwendung.Es muß einfach was passieren ,was ihm hilft.Er ist so unausstehlich manchmal und streitsuchend.Was war das schön als er noch keine Tics hatte von den Medis.Da bekam er Medikinet und das half ihm gut.Bis das diese Tics dann auf einmal anfingen.Anschließend probierten wir es noch mit Strattera ganz kurz .Und dann noch mit Amphetaminsaft.Aber die Tics blieben.Zum Glück sind die jetzt fast weg von dem Medikament "Tiaprid".
Gruß Gabi


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23.08.2007 17:06
avatar  Tonks
#7
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Hallo Gabi,
mit Tics und deren Behandlung kenne ich mich nun gar nicht aus!
Aber schreib doch mal an SusanneG, sie hat gewiß eine Idee was du weiter unternehmen kannst.
(Huhu Susanne - das sag ich jetzt ganz einfach)
War hier nicht vor kurzem ein Thread in dem es auch um Tics ging?
Findest du dort evtl. einen Tipp?
viele Grüße,
Tonks


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23.08.2007 19:58
avatar  Simone
#8
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Ich glaub, ich hol mal die Geschichte einer Mami wieder nach oben.

wir lieben unsere Kinder - auch dann, wenn anderes es gerade mal nicht können

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23.08.2007 22:11
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#9
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( gelöscht )

Hallo Gabi,

Wir haben es schon mal mit dem Zappelin probiert. Ich kann nur sagen: wenn dein Kind wirklich ADS hat, kauf ihm ein Eis oder sonst was. Da freut sich das Kind drüber. Da hat es es daher mehr von als von den Zappelin. Uns jedenfalls hat er gar nichts gebracht.

Gruß Frankenstein

Nur wer das Pech kennt, weiß auch, was Glück ist.

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23.08.2007 23:56
#10
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Hi Gabi,

deine anderen Beiträge klangen so gut informiert und vernünftig, dass ich, als ich deinen Wunsch nach Zappelin gelesen habe, zuerst mal vor lauter Schreck auf einen anderen Beitrag geantwortet habe. Das konnte ich auch ganz relaxed tun, denn Tonks hat mit ihrer Antwort ja schon fast alles gesagt, was es zu Z. zu sagen gibt (danke@tonks). Deinem neuesten Beitrag lässt sich nun entnehmen, dass wir dieses Thema wohl abhaken können. Gut so.

Bleibt das Tourette-Problem. Danke für die Blumen, Tonks, doch mit der medikamentösen Behandlung von Tourette kenne ich mich nicht aus. Meine Tics sind von ganz alleine wieder verschwunden und das ist schon "verdamp lang her", damals gab's wahrscheinlich noch gar keine Medis bei Tourette.

Mitunter haben ADS-Kinder auch eine Tic-Störung, die zunächst gar nicht so sehr auffällt. Doch wenn diese Kinder dann mit Methylphenidat (MPH)behandelt werden, tritt manchmal die Tic-Störung in den Vordergrund. Um Missverständnissen vorzubeugen: Diese Tics waren schon vorher da; MPH kann Tics verstärken, aber nicht auslösen. Und sie lassen wieder nach, wenn man das MPH weglässt. Bleibt das behandlungsbedürftige ADS übrig. In solchen Fällen ist es sinnvoll, von MPH, das auf das dopaminerge System Einfluss nimmt, umzusteigen auf ein SNRI-Präparat, das auf das noradrenerge System Einfluss nimmt - zB auf Strattera. Deshalb drängt sich mir hier zunächst die Frage auf, weshalb bei deinem Sohn Strattera wieder abgesetzt wurde.

Strattera muss langsam aufdosiert werden; es wird zwischen sechs und zwölf Wochen dauern, bis man die Wirkung beurteilen kann. Überdenke also nochmal, ob die Entscheidung, Strattera wieder abzusetzen, richtig war. Falls es dafür einen wichtigen Grund gab: Es gibt auch andere SNRI-Präparate, dein Arzt wird sie kennen.

Viele Grüße

Susanne


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