Freundschaften

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08.10.2007 14:40
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#1
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( Gast )

Hallo, da hier soviele diskutieren, wollte ich mal hören, ob Eure ADS-Kinder eigentlich feste Freunde haben. Ich mach mir bei meiner 6jährigen Tochter grosse Sorgen, da sie irgendwie gar keine festen Freundschaften schliessen kann. Sie ist total aufgeschlossen, aber meist spielen die anderen nur einen Tag mit ihr und dann ist sie wieder allein. Und schrecklich traurig dabei. Manchmal passiert es sogar, das ohne, das sie irgendetwas tut, sie nach einigen Minuten einfach stehen gelassen wird, ohne Grund! Es steht ihr doch nicht auf der Stirn geschrieben!!!


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08.10.2007 16:27
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#2
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Hallo Zaubermond,

nein, auf der Stirn geschrieben steht es ihr nicht, aber die anderen Kinder merken natürlich auch, dass deine Tochter "irgendwie anders" ist. Wenngleich das bei uns in der Schule auch sehr thematisiert wird, es nützt nichts. Entweder du schwimmst mit der Masse, oder eben nicht. Und genau das muss deine Tochter alleine herausfinden, du kannst für sie da sein, aber die Freundschaften zu anderen nicht erzwingen.

Meine große Tochter ist fast zehn, sie hat viele Bekannte, aber wirkliche Freunde sind keine dabei. Sie hat immer wieder versucht Freundschaften aufzubauen, aber langfristig funktionierte das nie. Im Moment kaut sie da auch wieder sehr dran, aber oftmals ist es wirklich ihre "Schuld", sei es, dass sie andere Kinder zu sehr anektiert, zu sehr bevormundet oder zu aufgedreht ist. Sie muss selber lernen, was das richtige Maß ist, du kannst es ihr zwar erklären, aber umsetzen muss sie es selber.

Irgendwann ist jemand dabei, der dein Kind aber auch genau so akzeptieren kann, wie es ist, dass dauert zwar etwas länger, aber dafür ist es dann auch echt und anhaltend.
Meine Tochter hat nun ein Mädchen gefunden, eigentlich gibts die schon ziemlich lange, aber die war ihr immer nicht "cool" genug. Sie ist eine Klasse unter ihr, nicht besonders beliebt und auch nicht besonders hübsch. Sie hat dieses Mädchen bisher nicht besonders gut behandelt, aber vielleicht hat mein Kind mittlerweile was dazugelernt. Die beiden haben Spaß zusammen, ergänzen sich gut, und sogar die Eltern mögen mein Kind.

Bis dahin kannst du sie immer wieder nur bestärken Kontakt zu suchen, in verschiedenen Vereinen vielleicht oder mit Schul- und Nachbarskindern.

Liebe Grüße Maja


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08.10.2007 16:55
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#3
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Hallo Zaubermond,

na, willkommen im Club. Ist wirklich häufiger so, dass unsere Kurzen mehr Schwierigkeiten haben, "echte" Freunde zu finden. Bei meinem kommt erschwerend hinzu , dass er Zwilling ist und die ersten Jahre sehr gut mit seiner Schwester und den Nachbarskids (leider alles Zicken, pardon ich meine natürlich Mädchen) klar gekommen ist. In der Schule hat er jetzt allerdings den Anschluß an die Jungs verloren, da er der einzige Junge aus seiner Kindergartengruppe war, der eingeschult worden ist.Sein bester Freund wird leider erst nächstes Jahr eingeschult. Wir wohnen in einem kleine Kaff, die Grundschule ist immer nur einzügig und anscheinend spielt hier jeder Junge Fußball. Hat mein Kleiner aber leider keinen Spaß dran, ein bischen Kicken schon, aber nichts vereinsmäßiges.
Wenn dann die Schwestern draussen sind und mit ihren Freundinnen spielen und der Kleine bei uns oben hockt, das bricht einem schon das Herz. Aber es stimmt halt leider, du kannst ihm oder ihr keine Freunde suchen, dass müssen sie aus eigener Kraft schaffen. Aber ich denke da positiv, es dauert halt vielleicht etwas länger, aber durch ihr ganzes liebes Wesen, kommt auf Dauer keiner an ihnen vorbei

Liebe Grüße
Simone


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08.10.2007 19:18
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#4
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( Gast )

hallo zaubermond,
ja, es ist schwer das mit anzusehen, wenn das eigene kind keine freunde findet und immer außenseiter ist. aber leider kann mann da nicht viel machen, außer ihm die gelegenheiten bieten wo er freundschaften schließen kann, aber erzwingen kann mann nichts
ich habe auch so gelitten, weil mein sohn keine freund fand. also habe ich alle möglichen kinder eingeladen, in in den sportverein geschickt,...... - kurz, mich teilweise echt zum affen gemacht. irgendwann war es dann so weit, das ich mit dem schul"freund", den ich für j. eingeladen hatte UNO spielte, während J. beleidigt in seinem zimmer saß! die mutter des jungen kam dann auch noch über eine stunde zu spät zum abholen - mit den einkaufstüten vom einkaufcenter nebenan und das, nachdemn ich ihren jungen schon selbst bei ihr daheim abgeholt habe! von da an war der ofen bei mir aus und ich mußte einsehen, das ich meinem sohn keine freunde beschaffen kann.

grüße rumpelstilzchen


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09.10.2007 10:29
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#5
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Hallo Zaubermond,

es tut so weh, wenn man sieht, dass das eigene Kind immer übrig ist. Mein Kleiner tut sich auch schwer. Er ist auch unheimlich offen und versucht immer wieder mit anderen Kontakt zu knüpfen. Er wurde mal gefragt, ob er einen Freund in der Klasse hat. Er verneinte das mit der Aussage, dass die anderen ihn nicht mögen würden. Ich hätte heulen können.

Aber es gibt auch positives. Er hatte in seinen Freund (wirklichen Freund) mit 3 Jahren kennengelernt. Es war nicht die Liebe auf den ersten Blick, aber die Freundschaft wurde immer intensiever. Dieser Kontakt wurde nicht von mir eingefädelt, sondern er hat es ganz alleine geschafft (Mama stolz ist). Mein Sohn ist heute fast 8 - und die Beiden lieben sich immer noch.

Vielleicht hatte F. auch einfach Glück.

Ich bin überzeugt, dass es auch für deine Tochter irgendjemanden gibt, der sich auf sie einlassen kann und die sie so akzeptiert, wie sie ist. Es müssen nicht viele Freunde sein.

Nicht traurig sein! Ich bin überzeugt: alles wird gut.

Grüße
Sabrina

=> Die Liebe, die wir geben, ist die einzige die wir behalten.

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09.10.2007 13:09
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#6
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Hallo,

leider hat mein Sohn(13) auch keine festern Freunde.
Zwei, mit denen er recht gut klar kommt, einer davon hat so gut wie nie Zeit.
Ich finde es schlimm, dadurch ist er ja auch den ganzen Tag zu Hause
Dabei ist er sehr gern mit Jungs zusammen. Keiner ruft ihn an. Er wird dann manchesmal selber traurig, da er bei seinem Bruder das eben anders erlebt.
Deine Tochter ist ja noch jung und sie verändert sich noch, wird stärker und selbstbewuster.

LG anpe


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09.10.2007 17:12
#7
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Hallo Zaubermond!
Auch bei uns ist es so, dass unser 12-jährige ADSler keine Freunde hat und auch noch nie welche hatte. Manchmal leidet er sehr darunter, und wir natürlich mit ihm.

Ich habe ihn zu verschiedenen Gruppen (Ministranten, Pfadfinder, Sport) geschickt, damit er dort wenigstens ein paar Kontakte bekommt. Freundschaften haben sich daraus leider nicht ergeben, aber so hat er das Gefühl, dass er unter Leuten ist, denn kontaktfreudig ist er ja. Aber ehrlich gesagt, ich kann gut verstehen, dass es keiner länger mit ihm aushält ...

Ich hoffe, er lernt den Umgang mit anderen Menschen durch learning by doing, denn sonst haben wir echt schon alles probiert - Gespräche, Therapie,...
Bei Mädchen kommt er übrigens ein bisschen besser an als bei Jungs - wenigstens etwas!!
Liebe Grüße von
rapunzel


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09.10.2007 18:19
#8
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rübe hatte eigendlich bis er knapp 8 war nur bekannte aber keine freunde.
bis er nach esslingen kam hatte er 2 freunde...seit esslingen sind es stetig mehr geworden

nun ist er in kleingartach...und es ist nur der D. übrig der ihn fleißig anruft..die zwei lieben sich abgöttisch und ich denke die freundschaft bleibt auch erhalten.den die zwei sind sich so ähnlich in allem das sie sich ohne worte verstehen.schade nur das sie nichtmehr täglich zusammen sind.

mein sohn hat übrigens heute in der schule 3 rote karten bekommen.....und musste ne nacharbeit machen......er lebt sich also ein...

JEDER mensch ist schlau...die einen vorher,die anderen nachher

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09.10.2007 22:15
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( gelöscht )

Hallo,

meiner hatte in bisher 2 richtige Freunde. Beim ersten sind wir leider 450km weg gezogen. Beim 2. ist dieser nun gut 300km weg. Im Moment sieht es nicht us, als wenn er einen neuen findet. Wohnen hier auch in einem kleinem Kaff, in dem sich die Kids fast alle seit der Geburt kennen. Die lassen ihn nicht in ihre Gemeinschaft. Vielleicht wird es besser, wenn er endlich Medis bekommt (die Hoffnung stirbt zuletzt)

gruß
Frankenstein

Nur wer das Pech kennt, weiß auch, was Glück ist.

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10.10.2007 00:43
#10
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Hi Zaubermond,

es ist leider so, dass sich unsere Kinder schwer tun, Freundschaften zu schließen, insbesondere, Freundschaften zu halten. Sie sind halt recht anstrengend. Einen Rat kann ich dir nicht geben, denn Kinderfreundschaften können von Eltern nicht erzwungen werden. Wir können sie allenfalls fördern. Doch gib die Hoffnung nicht auf. Manchmal ergibt sich eine solche Freundschaft, und die hält dann wunderbarerweise auch.

Meine Tochter war drei Wochen alt, die Tochter unserer Nachbarn drei Monate, als wir Mamas den ersten gemeinsamen Ausflug unternahmen. Die beiden Mädels brüllten einander an, standen gemeinsam im Laufstall, rissen sich gegenseitig die Haare aus, bewarfen sich mit Sand, backten gemeinsam die ersten Weihnachtsplätzchen (war das eine Sauerei!!!), feierten jeden Geburtstag zusammen und waren im Kindergarten in der gleichen Gruppe. Obwohl die andere Familie wegzog und die Mädels dann in der Grundschule in Parallelklassen kamen, verloren sie sich nicht aus den Augen; auch nicht, als die eine zur Realschule, die andere aufs Gymnasium ging. Sie luden sich nach wie vor gegenseitig zum Geburtstag ein, spielten zusammen Handball, trafen sich sogar im Urlaub an der Nordsee und gingen miteinander in die Disco. Obwohl mitunter monatelang Sendepause war, haben sie sowohl die Tanzstunde als auch den Führerschein gemeinsam gemacht. Jede der beiden fügt sich nahtlos in die Familie der anderen ein und man geht sehr vertraut miteinander um.

Diese Freundschaft hält seit über 18 Jahren, obwohl die beiden Mädels so unterschiedlich sind wie Wasser und Feuer - oder vielleicht gerade deswegen???

Viele Grüße
Susanne


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