Erhöhtes Schlafbedürfnis und Erschöpfung am Tag

18.12.2019 00:48
#1
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Einen schönen guten Abend

Ich versuche mich kurz zu halten und den Text übersichtlich zu gestalten.

Schon in meiner Kindheit fiel es mir schwer morgens aufzustehen und schnell wach zu werden. Auch heute merke ich es noch bis zum Zubettgehen, wenn ich zu wenig geschlafen habe. Zu wenig Schlaf bedeutet für mich folgendes:

a) unter 12 Stunden bin ich quasi nicht alltagstauglich
b) mir ist nach dem aufstehen, den Tag über und auch vor dem Zubettgehen übel
c) das Wachwerden dauert dann quasi den ganzen Tag ODER anders ausgedrückt werde ich nicht richtig wach den ganzen Tag
d) bin den ganzen Tag noch mehr neben der Spur, vergesslicher, gefühlsintensiver. Erlebe dann die gesamte Bandbreite der (ich nenns mal) ADHS-Merkmale noch stärker und intensiver
e) vom Aufstehen bis ich ins Bett gehe bin ich sehr häufig so erschöpft, dass ich aufpassen muss, dass ich nicht wie ähnlich bei einer Ohnmacht einfach umkippe und einschlafe

Nun ein paar Fragen noch an euch. Vielleicht fällt euch ja noch Weiteres zum Thema Schlaf ein
1. Wie viel Schlaf benötigt ihr (nachts)?
2. Wie beeinflusst euer Schlafbedarf euren Alltag? bzw. Hat euer Alltag Einfluss auf euren Schlafbedarf?


Freue mich auf eure Antworten
Eure Tindra


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18.12.2019 08:13
avatar  _E_V_A_
#2
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Hallo Tindra

Mir fällt dazu als allererstes eines ein, warst du mal im Schlaflabor und schläfst du also normal?
(Evtl auch Schlaf EEG)

Wenn nicht, dann könnte es doch sein, dass du evtl. gewisse Schlafphasen, die wichtig für die Erholung sind, einfach aus ungeklärten Gründen nicht erreichst...
Bekommst du vernünftig Luft? Polypen? Schnarchen? Apnoe?

Liegst du gut? Matratze? Kissen?
Oder hast du das Gefühl erstmal Gliedmaßen und Knochen sortieren zu müssen, wenn du erwachst?

Schlafhygiene passt? Kein TV, Handy weg? Frische Luft im Schlafzimmer? Kein zu spätes zu schweres Abendessen?
Ich sehe das du diesen Beitrag sehr spät in der Nacht erstellt hast, wie ist es mit dem Einschlafen? Gedankenkarussel?

Wie sieht es aus mit der Schilddrüse? Ist die mal kontrolliert worden? Hormonstatus?


Die Erschöpfung am Tag kenne ich gut, vor allem bei dauerhaftem Schlafmangel wird das immer schlimmer.
Das wären allerdings bei mir wochenlang unter 6h und/oder mit häufigen Unterbrechungen (Kinder kommen zu mir ins Bett - oder haben Bauchweh, schlecht geträumt - der Hund muss mitten in der Nacht raus und steht jammernd vor der Schlafzimmertür - jemand ist krank... oder alles gemischt) 12h habe ich nicht mehr geschlafen seit meiner Teeniezeit und die ist schon was her...

Hast du mal deinen Arzt dazu befragt? Schlafstörungen sind ja gar nicht so selten.

Das ist jetzt alles nicht unbedingt ADHS typisch, da sind auch sicher hier einige andere die Experten, aber evtl. kannst du auch mit meiner Antwort etwas anfangen...

Grüße
Eva

...wenn selbst ein Kind nicht mehr lacht wie ein Kind...

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18.12.2019 20:55
#3
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Zitat von _E_V_A_ im Beitrag #2
Das ist jetzt alles nicht unbedingt ADHS typisch, ...

Oh doch! ADHS und Schlafprobleme liegen sehr eng beieinander.

Zitat von _E_V_A_ im Beitrag #2
... evtl. kannst du auch mit meiner Antwort etwas anfangen...

Deine Antwort ist super, Eva . So viel wäre mir auf die Schnelle nicht eingefallen.

Lesen gefährdet die Dummheit


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18.12.2019 22:38
avatar  AndreaA
#4
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Ich kann auch nur zu einem Schlaflabor raten. Lass das mal untersuchen. Ich habe eine Schlafabnoe und kann das nachvollziehen was du meinst. Ich habe mindestens 3 Jahre keine Tiefschlafphase gehabt, bin beim Autofahren in einen Sekundenschlaf gefallen (es ist außer Kratzer an der kompletten Beifahrerseite meines Autos und Kratzer an der Leitplanke nichts passiert). Ich konnte kaum die Augen offen halten.

Lass es abklären! Das ist wirklich wichtig. Es kann so vieles sein. Eva hat ja schon einiges genannt.

Liebe Grüße
Andrea


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20.12.2019 21:57
#5
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Hallo ihr Lieben,
Ich danke euch für eure Antworten.
Ja, an die REM-Phasen hatte ich auch schon mal gedacht. Da man in diesen Phasen (Glaube ich???) am intensivsten träumt, scheint mein Schlaf "gefühlt" nur aus REM-Phasen zu bestehen. Seit weit über einem Jahrzehnt leide ich JEDE Nacht unter ziemlich schlimmen Alpträumen. Werde nie wirklich wach daraus und mich begleiten die Träume noch lange bis in den Tag hinein. Mittlerweile hab ich Angst vorm einschlafen. Ich meine damit die Angst vor den Träumen und die Angst vor den doch sehr realen Gefühlen die die Träume auslösen.

Das mit dem Schlaflabor ist eine gute Idee. Werde ich beim nächsten Termin bei meiner Ärztin auf jeden Fall ansprechen


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20.12.2019 22:02
#6
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Jetzt fällt mir wieder ein, was ich eigentlich mit meinem Beitrag sagen wollte

Meine "Theorie" warum ich so viel Schlaf brauche ist die folgende: durch diese intensiven Alpträume erhole ich mich nachts nicht. Eigentlich soll der Schlaf ja dazu dienen die Energiereserven wieder aufzufüllen usw. Ich hab aber eher das Gefühl von Energie-Raub.


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31.03.2020 22:07
avatar  ( gelöscht )
#7
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( gelöscht )

Hallo Tindra.
Hab grad deinen Beitrag gelesen. Mir geht es ähnlich. Diagnostiziertes ADS - eher unaufmerksamer Subtyp mit komorbider Depression. ADS wurde leider erst mit 35 erkannt. Bin mittlerweile auf Ritalin La 10mg oder Concerta 18mg. Zur Antriebsteigerung und gegen die Müdigkeit nehme ich noch Duloxetin 30 mg. Hab dutzende Antidepressiva probiert. Einzig das Duloxetin wirkt ganz gut, aber leider habe ich trotzdem noch nicht ganz ein normales Leben. Ritalin wirkt sehr gut bei mir, aber bei längerer Einnahme oder höherer Dosis rutsche ich in eine Depression.
Wirklich gut gegen Müdigkeit wirkte bei, mir Wellbutrin, aber leider, mit starken Nebenwirkungen. Ein Segen war Anfangs auch Stratterra, aber leider hat es mich nach 6 Monaten in eine tiefe Depression verfrachtet.
Die von dir beschriebene Müdigkeit kenn ich nur zu gut. Ist beim unaufmerksamen ADS Subtyp auch bekannt. Welche Diagnose hast du genau?

Hat dein Schlaflabor was ergeben?
LG


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