Waren heute beim Erstgespräch...

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25.04.2008 22:48
#11
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Hi Conny,

Zottel hat es auf den Punkt gebracht, dem ist nichts hinzuzufügen (danke@zottel). Ich frage mich, wer für deinen Sohn die Kohlen aus dem Feuer klaubt, wenn du nicht mehr bei allem hinterher bist. Der Doc etwa?

Ich hab jetzt auch keine Idee im Ärmel, wie du aus diesem Drei-Wochen-Versuch wieder rauskommen könntest. Vor der Zeit mit dem Doc über Medis zu reden, hat wohl keinen Sinn. Am besten bleibst du nach wie vor Leitplanke und Stoppuhr für deinen Sohn, damit er nicht einbricht, und sagst dem Doc beim nächsten Termin, dass du deinen Sohn nicht ins offene Messer laufen lassen wirst. Hat er ADS??? Wenn ja, bitte 1. Medis, 2. Elterntraining, 3. Verhaltenstherapie. Wenn nicht, was isses dann???

Viele Grüße
Susanne


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25.04.2008 23:15
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#12
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Hallo Susanne,

gerne doch!

Ich bin echt schockiert was sogenannte ADS Spezialisten für Ratschläge erteilen. Würde die Störung ja wohl echt total in Frage stellen. Kannst sagen was Du willst - habe irgendwie kein gutes Bauchgefühl was die Kompetenz des "Spezialisten" angeht.

Für solche Versuche habe ich jedenfalls keinen ADS-Spezialisten gebraucht und nur soviel dazu: der Schuß ging bereits nach 2 Wochen derart nach hinten los, daß mein damals noch 6-jähriger Sohn mit der "Eigenverantwortung" im Bad (rasches Waschen/Zähneputzen weil er nun in die Schule ging) derart überfordert war, daß er morgens nimmer aufstehen wollte und sagte, er wäre am liebsten noch in meinem Bauch. Er verwandelte sich innerhalb weniger Tage von einem fröhlichen Lausbub in ein völlig bedrücktes Kind incl. opp. Verhalten. Klasse Erfolg.

Net witzig das wieder auszubügeln. Aber ICH kannte mich damals mit ADS auch noch nicht aus. Jedenfalls wusste ich spätestens da, daß was nicht stimmt. Ist das dann jetzt der ultimative ADS-Test?

Tja, sag zu einem Lahmen "steh auf und geh" und nimm ihm gleichzeitig noch die Krücke weg. Der Vergleich hinkt zwar ein bischen aber mehr fällt mir da echt nicht dazu ein.

Leute, ich will hier echt keinen verunsichern. Ich möchte Euch nur gerne schlimmeres ersparen.

Liebe Grüße

Zottel


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27.04.2008 10:00
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#13
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Hallo Ihr Lieben,

vielen Dank für Eure Ratschläge. Ich kann nur sagen dass der Donnerstag und Freitag sehr gut verlaufen sind. Er hat alles allein auf die Reihe gekriegt, wobei das nicht so viel an diesen Tagen war. Aber immerhin hat er sich allein für die Schule fertig gemacht incl. Zähneputzen, Schulsachen herrichten etc. Momentan ist er übers WE bei seinem Vater und da wird sich ja dann zeigen wie das so mit den Hausix funktioniert wenn die Zeitspanne so groß ist.

Ich versuchs, mehr kann ich momentan nicht sagen. Klar, wenn ich merk des wird nix, dann brech ich das ab und erwarte sehnlichst den Termin in 3 Wochen. Wie gesagt, 3 Wochen sind nicht die Welt!

LG Conny


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28.04.2008 09:04
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#14
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Hallo Conny,

ich drücke Euch ganz feste die Daumen, daß ihr die 3 Wochen gut miteinander "übersteht"!

Die Einstellung den Versuch sofort abzubrechen wenn "die Schose kippt" ist sicherlich das Beste für Euer Kind!

Herzliche Grüße

Zottel


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29.04.2008 17:58
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#15
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Zitat von Susanne: >>>>>>>selbstverständlich hab ich da "gegluckt", wo die Folgen des Nichtgluckens zeitaufwändiger waren als das Glucken. <<<<< super!!!!

also meine Tochter möchte seit einiger Zeit immer weniger begluckt werden. Nun möchte sie morgens selbständig pünktlich aus dem Haus kommen. Ich lasse sie dabei auch ganz! inruhe. Seit über 2 Jahren, fährt ihr Bus um 7.19 Uhr direkt vor unserem Haus ab. Verpasst sie ihn muss sie sogleich zufuß zum Bahnhof wetzen um den Zug zu bekommen.
Jeden morgen rennt sie auf den letzten Drücker aus dem Haus. Mindestens 2 mal, wetzt sie zum Bahnhof, weil sie den Bus verpasst hat und ca. 3 mal im Monat verpasst sie ihren Zug. Ein gutes Beispiel, dass sie nicht aus ihren Fehlern lernen können!

Liebe Grüße
Momo


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29.04.2008 21:12
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#16
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Hallo Momo!

Kurze Frage zu Deinem Beispiel: Soll das heissen, unsere Kiddis lernen es nie?
Da bin ich doch anderer Meinung.
Gerade weil Du sie es allein machen lässt, übernimmt sie doch Verantwortung für ihr Handeln und irgendwann, wird sie eben überhaupt nicht mehr zu spät kommen. Aber es gibt eben immer mal solche Tage wo es von früh an nicht klappt, oder ist das bei Dir anders?

Ich bin jedenfalls glücklich über die Gleitzeit (endlich) auf Arbeit. Und die Öffnungszeiten des Amtes sind mir dabei egal. Wer etwas dringendes von mir will, kann warten oder wiederkommen.

Wie hat mal eine Kindergärtnerin zu mir gesagt? Bis Töchting in die Schule kommt, hat sie es geschafft nicht mehr einzupullern. Und? Klar, hat sie, seit 1 Jahr nun gar nicht mehr. Ist doch toll, oder?

LG Silka

2008 - es wird kein Stress gemacht!

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30.04.2008 00:18
#17
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Hi Silka,

aus momo spricht jahrelange Erfahrung, die ich nur bestätigen kann. Gewisse Dinge habe ich bis heute nicht auf die Reihe gekriegt. Bei manchen Dingen bin ich stolz darauf, dass meine Töchter sie auf die Reihe gekriegt haben (ich selbst arbeite noch daran). Doch dafür kriegen meine Töchter verschiedene Symptome nicht in den Griff, die ich inzwischen "besiegt" habe.

Es ist durchaus möglich, einzelne Probleme in den Griff zu kriegen - doch andere Probleme bleiben einem erhalten (und verfolgen einen nach fast fünfzig Jahren noch in manchen Träumen). Und man kann es leider weder für sich selbst, noch für seine Kinder auswählen, was künftig klappt und was nicht. Schön wär's ja.

Viele Grüße
Susanne


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30.04.2008 21:22
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#18
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Hallöle Susanne,

macht schon irgendwo traurig, diese Wahrheit,
aber, wie würde jetzt wieder so ein unverbesserlicher Optimist sagen:
Mach Deine Schwächen zu Deinen Stärken!
Und: Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Jaja, ich weiß... ich sehe es ja auch ein, aber ich denke schon, das was wirklich wichtig im Leben, also Umgang mit den anderen Menschen wichtig ist, wird irgend wann gelernt. Manchmal eben auch nur auf schmerzlichen Wegen. Kein Weg geht geradewegs zum Ziel.

Mich plagt am schlimmsten immer mein Ausrasten. Zum Glück habe ich mich wirklich mittlerweile so unter Kontrolle, dass ich niemanden mehr Gewalt antue, aber manchmal renne ich einfach schreiend davon. Ich gebe auch meinem Töchting gegenüber oft zu, dass ich genauso bin wie sie und es nicht aushalten kann. Das versteht sie sehr gut und es bringt uns immer näher zueinander. Ich knuddel und kuschel mit ihr jetzt auch wieder ganz viel, egal wie der Tag war.

Deshalb auch nochmal Danke an Dich, hast mir "alten" Mutter sehr sehr geholfen und bei mir schlafen ist jetzt eine Freude und keine Strafe mehr.
Vielen lieben Dank, Susanne!

LG Silka

2008 - es wird kein Stress gemacht!

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