Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

ADHS-Selbsthilfe an 365 Tagen im Jahr

Bei akuten Krisen und/oder Suizidgedanken kann das Forum nicht helfen.
Bitte wende dich an die Telefonseelsorge, an Neurologen und Psychiater im Netz oder an Freunde fürs Leben!
 
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 22 Antworten
und wurde 4.105 mal aufgerufen
 Medis - Archiv 2008-2010
Seiten 1 | 2 | 3
gornisch Offline



Beiträge: 430

01.01.2008 16:45
#11 RE: Morgendliches "anschubsen" unter Concerta Antworten

Hi Susanne
So habe ich es jahrelang gemacht : Früher aufgestanden und den Buben Medis gegeben ( allerdings in einer anderen Variante : schnellwirksames MPH,und dann bei Frühstück Concerta ( aber das war unsere Variante und gilt nicht für andere )).
Ergebnis : Seit dem ist bei uns kein Chaos mehr!!!
Wenn die Buben dann geweckt werden ( beim 2.ten Mal ) ist Ruhe und Frieden in der Familie.
Bei dem einen Bub hat es immer gut gewirkt, beim anderen net immer so gut.Denn er ist ein Stehaufmännchen.d.h. wenn ich Pech hatte, dann ist er gleich beim 1.ten Mal mit aufgestanden und ich hatte schon Morgens eine halbe Std. früher als sonst meinen Wirbelsturm um mich rum !!!!!

Aber ich finde auch,dass es ein Versuch wert ist.
Uns hat es ein paar Jahre lang das Leben um einiges leichter gemacht.
Und ob man nun wegen einer schnellwirksammen MPH ne halbe Std. früher aufsteht, oder wegen der Concerta ne 3/4 Std. früher raus muss ist eigendlich egal.( Oft hat es mein Mann gemacht ,der musste sowieso früher aufstehen....so konnte ich noch bis zur normalen Zeit liegen bleiben.......gääääähnn)
Ach ja, meine Buben haben dann trotzdem gefrühstückt.....Hunger war also noch da......
Gruß
gornisch

Melody71 Offline



Beiträge: 606

01.01.2008 23:33
#12 RE: Morgendliches "anschubsen" unter Concerta Antworten

boahhhh, SUSANNE!!!!
ich dachte ja wirklich erst, ich kipp um, als ich las 45 (!!!!) Minuten früher aufstehen....
wie du richtig bemerkt hast Schlaf ist bei mir Mangelware und ich koste jede Minute aus, bis der Wecker klingelt und manchmal hätt ich nicht übel Lust das Teil an die Wand zu schmeißen.

Aber du hast schon Recht mit dem was du schreibst...
wenn der Morgen dafür ruhiger abläuft wärs das EIGENTLICH wert.
Vorausgesetzt ich bekomm den hintern wirklich ausm Bett.

Müßte ich direkt mal meinen Angetrauten fragen, ob der das nicht für mich....
aber der hat dann angst das Sohnemann das so macht wie der eine sohn von gornisch, nämlich gleich aufbleibt.
Puh dann hab ich Familienkrise.

also gut, wir probieren das aus !
Aber erst wenn wieder Schule ist, denn momentan ist bei uns die Schlafkrankheit ausgebrochen
wobei...langsam sollte ich mal wieder anfangen den Normalzustand reinzukriegen... etwas früher ins Bett, etwas früher raus...
sonst ist nächste Woche nur noch schlimm.

Ich werde berichten wie das klappt ! Danke

Gruß Mel

SusanneG Offline



Beiträge: 10.294

02.01.2008 00:04
#13 RE: Morgendliches "anschubsen" unter Concerta Antworten

Hi Mel,

ich kenne deine Befürchtung. Sobald ich aufstehe, müssen die Hunde raus. Ich bin noch nicht aus dem Garten zurück, da steht mein Mann im Bad. Und früher, als meine Tochter noch nicht die Nacht zum Tag gemacht hat (und damit den Vormittag verpennt, sofern sie nicht in die Schule muss), hat auch sie die Chance genutzt - Mamaaa, ich bin wahach ... - und quietschegal, ob ich mich am Wochenende um neun oder um fünf aus den Federn gequält habe, sie standen alle auf der Matte, sofort. Aufstehen, um ein bisschen meine Ruhe zu haben??? Keine Chance. Und deshalb ist der Vorschlag mit dem früher aufstehen auch der letzte, den ich machen würde. Denn freiwillig auf Schlaf verzichten, um dann keine Ruhe zu haben? Wozu???

Doch hier liegt der Fall anders. Dein Zwerg pennt aufm Klo weiter. Glaubst du wirklich, der steht um Viertel nach fünf freiwillig auf, bloß um dich zu ärgern? Sollte er das tatsächlich tun, dann mach das Unerwartete: Du bist auf? Schön, freut mich. Hier sind deine Medis, deine Klamotten, dein Frühstück, dein Pausenbrot. Tschüss, mein Bub, machs gut - ich darf noch bis halb sieben weiterschlafen ...

Um bei Versuch und Irrtum zu bleiben: Das wäre dann der Irrtum, aber den Versuch wäre es wert.

Hier noch ein kleiner Trost. Früher aufstehen musst du vielleicht nur ein paar Wochen. Denn ich bin ziemlich sicher, dass für die Aufmkloweiterpennerei das SSRI verantwortlich ist. Zu "meiner SSRI-Zeit" hab ich nämlich auch aufm Klo gepennt, mehrmals, bin auch zu spät zur Arbeit gekommen deswegen. Aber sag das bloß nicht weiter ...

Viele Grüße
Susanne

Melody71 Offline



Beiträge: 606

02.01.2008 00:40
#14 RE: Morgendliches "anschubsen" unter Concerta Antworten

ok, ich gebs zu.... so wäre das bestimmt noch vor... weiß ich nicht gewesen.
da waren die Augen auf und er quietschfidel.

allerdings kann ich nicht mehr sagen ob das vor dem Fevarin so war oder erst mit Fevarin.
Momentan denke ich eher er schläft dann weiter.

ich schweige wie ein Grab, von mir erfährt niemand was

Gruß Mel

Melody71 Offline



Beiträge: 606

07.01.2008 16:21
#15 RE: Morgendliches "anschubsen" unter Concerta Antworten

Alsoooo....

heute das erste Mal morgens um 5:30Uhr Concerta verabreicht (mein Mann hat das übernommen)
und um 6:10 Uhr geweckt.

Es klappte wie am Schnürchen.
Um 6:30 Uhr saß Sohnemann fix und fertig angezogen und bereits gewaschen am Frühstückstisch
VIEL zu Früh!So lange (45 Minuten!) frühstücken sind wir nicht gewohnt, da kam sogar die Frage auf: "was mach ich jetzt bis der Bus kommt?"

Na also wenn das so anhält, dann werden wir das genau so weiter machen und VIELLEICHT sogar ein paar Minütchen länger schlafen ?! .
(ich trau dem Frieden noch nicht so Recht)
Jedenfalls war der frühe Morgen heute ein TRAUM im Gegensatz zu sonst .

liebe Grüße Mel

SusanneG Offline



Beiträge: 10.294

07.01.2008 20:00
#16 RE: Morgendliches "anschubsen" unter Concerta Antworten

Geht doch!!!

Hi Mel,

das war jetzt das Prinzip - ausfeilen musst du das eben noch selbst.

Viele Grüße
Susanne

doppelherz ( gelöscht )
Beiträge:

07.01.2008 22:52
#17 RE: Morgendliches "anschubsen" unter Concerta Antworten

Super! Ich freue mich riesig über deinen heutigen Erfolg.

(Bis vor 1 1/2 Jahren hatte ich mit meiner Tochter morgens auch solche Probleme, nicht so stark vielleicht, aber es war genug. Es ist eine Wohltat, zu erleben, dass es kaum noch vorkommt.)
Mir tut es gut eure Beiträge zu lesen, denn ich hatte in der Vergangenheit oft das Gefühl von Hilflosigkeit und des schiers Verrücktwerdens.

Ich finde, es auch schön zu lesen, wie ihr alle bemüht seid euch gegenseitig zu stützen.

Viele dankende und anteilnehmende Grüße
doppelherz

Melody71 Offline



Beiträge: 606

24.01.2008 14:11
#18 RE: Morgendliches "anschubsen" unter Concerta Antworten

So, jetzt hab ich nochmal ne Frage an die Mediexperten....

Also seit wir das Concerta um 5:30 uhr geben klappt ja alles Bestens.

Da wir in den nächsten Wochen erneutes Hilfeplangespräch in Schule haben, hab ich mir den Letzten nochmal rausgesucht und nachgelesen.

Da stand Rückmeldung Schule, betrifft alles den frühen Morgen:

Sohnemann lässt sich morgens oft vom Stuhl fallen, sitzen bleiben fällt ihm sehr schwer.
Sohnemann ist SEHR unruhig.
Sohnemann versuche Arbeitsaufträge zu umgehen bzw. versuche durch lautstarke Äußerung seinen Unmut (ist zu schwer, kann ich nicht) zu bekunden.

Sohnemann benötige erst den nötigen Motivationsschub, um zur Arbeit zu finden.
Habe er den Anfang gemacht, dann halte er auch an der Aufgabe fest und versuche sie weitgehend allein zu bewältigen.

So, nun wollte ich natürlich wissen (hatte da ja so einen Verdacht ), ob dahingehend seit Januar, also nach den Ferien, eine Veränderung festzustellen sei.

die Rückmeldungen waren umwerfend. Alles kein Problem mehr, es klappt alles hervorragend, ect.man frage sich auch, was da passiert sei... (hab dann aufgeklärt)

So, nun stellt sich für mich allerdings ne ganz andere Frage....
bevor wir die Zeit der Medikamentengabe umgestellt hatten, bekam er das Concerta etwa 6:00 oder 6:15 Uhr.
Schulbeginn ist um 7:35 Uhr.

EIGENTLICH hätte Concerta da doch LÄNGST wirken müssen?! Oder steh ich da jetzt auf dem Schlauch?
Kann es wirklich sein, das Concerta bei einem Kind SO lange braucht, bis es wirkt? Also VOLL wirkt?

Ganz offensichtlich scheinen ja diese genannten Probleme der Schule mit der wirkung von concerta bzw mit dem Störungsbild zusammen zu hängen, sonst hätte sich das ja nicht so spürbar gebessert, oder?

und warum spüre ich, wenn ICH um 5:30 Uhr das Medie gebe bereits um 6:15 Uhr diese Verbesserung?

Irgendwie kapier ich es nicht...

liebe Grüße Mel,
die leider erst sonntag wieder zum lesen kommt, da sie heut auf große Reise geht, OHNE Family

SusanneG Offline



Beiträge: 10.294

25.01.2008 01:04
#19 RE: Morgendliches "anschubsen" unter Concerta Antworten

Hi Mel,

erst mal Glückwunsch zum familienfreien Wochenende . Ich hoffe, es hat dir gut getan.

Erinnere ich mich da richtig - du hast an der Dosierung rein gar nix geändert, gibtst bloß die Concerta 45 Minuten früher? Korrigiere mich bitte, wenn ich falsch liege (ich bin zu müde zum Suchen), denn das würde die Theorie ins Wanken bringen ... Machen wir mal eine Gegenüberstellung, damit du eine Kosten-/Nutzen-Rechnung machen kannst.

Vor den Ferien:

Mel weckt Sohnemann, gibt ihm Medis. Mel weckt nochmal Sohneman. Und nochmal. Dann schmeißt Mel Sohnemann mit Vehemenz aus dem Bett und jagt ihn ins Bad. Sohnemann hockt sich aufs Klo und pennt weiter. Mel drängelt, erst nachdrücklich, dann lauter (im Unterton schwingt etwas Drohendes mit). Bis Sohnemann zum Frühstück erscheint, ist es schon kurz vor knapp. Unmittelbar bevor der Schulbus um die Kurve fährt, drückt Mel Sohnemann noch das Pausenfrühstuck in die Hand und Sohnemann trabt los.

So, das war jetzt eine Stunde Druck und Dosenbrot. Jetzt sitzt er im Bus und fängt langsam an, das Ganze zu verdauen. Und das meine ich wörtlich. Möglicherweise beginnt sein Magen erst zu arbeiten, wenn er rechtzeitig in der Schule gelandet ist. Und dann dauert es noch, bis das MPH aus der Ummantelung freigesetzt wird. Denn möglicherweise lag ihm die Concerta bloß im Magen, die Ummantelung hat sich nicht aufgelöst und damit hat auch nichts gewirkt.

Nach den Ferien:

Mel weckt Sohnemann, gibt ihm Concerta. Sohnemann darf noch 45 Minuten weiterpennen, Mel relaxt derweil. 45 Minuten später weckt Mel nochmal Sohneman. Die Concerta hat zu Wirken begonnen, Sohnemann geht ins Bad (und pinkelt jetzt im Stehen???), trifft beim Frühstück auf eine (hoffentlich) entspannte Mel, die ihm dann lächelnd nachwinkt, wenn er ohne Hektik zum Bus marschiert.

Theorien zur Kosten-/Nutzen-Rechnung:

Variante 1:

Sohnemanns Magen arbeitet nach dem Aufwachen nicht, weil Sohnemann unter Dauerstress steht und Stress auf den Magen schlägt. Der Magen schafft erst wieder, wenn er in der Schule angekommen ist; und weil das MPH noch eine Weile braucht, bis es wirkt, geht regelmäßig die erste Schulstunde in die Hose. Sohnemann erlebt gesteigerte Anforderungen, doch mehr MPH kommt aus der Kapsel erst raus, wenn die Ummantelung weg ist. Kaum ist das der Fall, kommt so viel MPH raus, wie er braucht, und ab jetzt klappt es dann. Wobei es dann durchaus vorkommen kann, dass die Concerta schon nach neun Stunden "alle" ist.

Variante 2:

Ein StiNo startet morgens, wenn er geweckt wird, bei Null. Wenn du ihm die Medis gibst, ist auch Sohnemann bei Null. Doch er startet nicht, er befindet sich in der allmorgendlichen Abwärtsspirale und ist, wenn er im Bus sitzt, bei Minus Sechs - eine denkbar schlechte Startposition (wenn du mal an Formel eins denkst). Er braucht also geraume Zeit, bis er wieder "rauf auf Null" ist - währenddessen seine Mitschüler sich schon "warmgelaufen" haben und ihm damit einige Einheiten voraus sind auf der nach oben und nach unten offenen Skala, die den Selbstwahrnehmungspegel bei ADS anzeigt.

Variante 3:

Seit Sohnemann morgens aufstehen kann, WEIL die Concerta schon wirkt, ist Druck und Dosenbrot weg und vielleicht ist auch die Mama etwas entspannter. Wenn er jetzt im Bus sitzt, kann er sich in Gedanken auf die Schule vorbereiten und muss nicht mehr im Bus und in den ersten Schulstunden den Morgenfrust abbauen.

Irgendeinen dieser drei Punkte (vielleicht auch einen vierten, den wir nicht ahnen) hast du wohl mit dieser früheren MPH-Gabe geknackt. Frag noch nicht nach, welchen - freu dich einfach, dass es so ist. Was mich jetzt noch brennend interessieren würde, ist, ob die MPH-Wirkung abends genauso lange wie vor den Ferien hält oder ob sie jetzt eine dreiviertel Stunde früher alle ist. Die Antwort ändert nichts an meiner Theorie, das ist pure Neugier. Was mich auch noch interessiert, ist, ob du ihm nur die Concerta früher gibst oder alle Medis. Diese Antwort allerdings hat Einfluss auf die Theorie, denn falls er nur Concerta früher kriegt, käme eine Variante 4 dazu: MPH und "die anderen Medis" sollten nicht zeitgleich eingenommen werden.

Viele Grüße
Susanne

Melody71 Offline



Beiträge: 606

28.01.2008 11:38
#20 RE: Morgendliches "anschubsen" unter Concerta Antworten

Hallo Susanne,

das Familienfreie Wochenende war zwar sehr anstrengend ( mit sooo wenig Schlaf auszukommen, bin ich nimmer gewohnt)aber soooo toll und erfolgreich. und die Nerven sind deutlich gestärkt

Was sohnemann angeht... nunja an was es liegt?!
Richtig die dosierung ist absolut gleich geblieben, da wurde gar nix verändert, nur eben die zeitliche Gabe.
wie du schon richtig sagst irgend ein entscheidender Punkt ist wohl geknackt.
Und das ist sooooo toll

Was die Wirkzeit angeht... die ist jetzt deutlich früher zu ende.
Muß mal genauer auf die Uhr schauen.
Als Erstes merk ich das der Hunger kommt, meißt Heißhunger auf süß.
Und das ist meißt schon gegen 16 Uhr - 16:30Uhr manchmal auch noch früher.
Schlimm wirds, wenn Therapien anstehen und die Hausaufgaben danach erledigt werden müssen.

Was das gemeinsame Geben der Medies angeht.
zu Beginn hab ich NUR Concerta so früh gegeben, dann irgendwie "automatisch" alle Medies gleichzeitig.
Die richte ich immer alle vor und nehm sie dann aus der Pillendose.
Eine Veränderung ist mir nicht wirklich aufgefallen...
Werde aber versuchsweise nochmal früh NUR Concerta geben und später den Rest und dann genauer beobachten.
Denn das interessiert mich schon auch.
Weil ich kann mich erinnern, das ich mal kurzfristig am zweifeln war, ob das alles wieder kippt, denn anfangs hatte es NOCH besser geklappt.
Weiß aber nimmer ob das mit der gemeinsamen Gabe aller Medies zusammenhing oder nicht.

jaaaaa, leider pinkelt Sohnemann jetzt im stehen, obwohl ich seit Jahren predige sich gefälligst zu setzen.
Lernen am Vorbild, oder wie nennt man das?

liebe Grüße Mel

Seiten 1 | 2 | 3
 Sprung  

 

Forum Übersicht | Impressum | Datenschutz | Nutzungsbedingungen | Webseite

Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor
Datenschutz