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Dieses Thema hat 27 Antworten
und wurde 2.633 mal aufgerufen
 Diagnostik, Therapie, Medikation
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Mona Lisa Offline



Beiträge: 451

08.02.2017 09:20
#11 RE: Vorstellung und einige Medi Fragen Antworten

Vieles habe ich jetzt nur überflogen... aber der Hinweis, dass Medikinet Lactose enthält ist für mich interessant, da meine Tochter öfters über Bauchschmerzen klagt... heute morgen erst wieder - nach Einnahme der Kapsel.
Da ich selber Laktoseintolerant bin, habe ich unsere Milchprodukte umgestellt... es könnte also durchaus sein, dass meine Tochter auch Laktoseintolerant ist.
Mist, jetzt hab ich grad eine neue Packung begonnen... wir werden wohl auch umstellen müssen.

edit: Mit dem letzten Absatz habe ich ein neues Thema eröffnet. SusanneG

LG Mona Lisa

Mutterglück ist das was eine Frau empfindet, wenn die Kinder abends im Bett sind.

tk_sternschnuppe Offline



Beiträge: 14

08.02.2017 12:38
#12 RE: Vorstellung und einige Medi Fragen Antworten

Liebe Susanne,

nochmal vielen Dank für die ausführlichen Infos.
Ich hab eben leider noch nicht den vollen Durchblick, was die Medis betrifft.

Die schubweise Freisetzung bei Concerta kannte ich Dank Kartoffelmüsli ja schon im Groben.
Ich befürchte halt nur, dass meiner Tochter die 8mg bei der ersten Ausschüttung grade am Morgen nicht ausreichen werden. Das müsste man halt ausprobieren. Durfte ich damals nicht, weil unsere Äztin keine 36er verschreiben wollte. Bei den 27mg hatten wir ohne die zusätzlichen 5mg gar keine Wirkung.

Bei den kurzwirksamen braucht sie jedenfalls die vollen 10mg. 7,5 haben wir eine zeitlang nachmittags gegeben. Da war die Wirkung nur eine starke Gereiztheit zusätzlich zur üblichen Unruhe.
Hat sie übrigens auch oftmals bei Abklingen der 10mg in der letzen Wirkstunde.

Ich hatte schon damals angenommen, dass meine Tochter bei den Retards einfach ein paar mg mehr braucht. Die Ärztin meinte, das könne nicht sein. Man müsse 1:1 umrechnen.

Ich hoffe die neue Ärztin ist da aufgeschlossener.
Ich werde es auf jeden Fall mal so wie von Dir vorgeschlagen ansprechen.
Weiß nur nicht, ob wir statt Concerta lieber Neurax probieren sollten, weil Concerta eindeutig Lactose enthält.

Ich hoffe wir finden bis zum Schulwechsel ein passendes Retard. Ich wünsch mir so sehr für mein Kind, dass sie in der neuen Schule einen guten Start hat. In der Grundschule (anfangs noch ohne Medi) hatten wir in der ersten Klasse eine Menge Ärger.

Trotzdem noch ein paar Fragen:

Wäre es möglich, dass auch das MPH TAD, das sie jetzt nimmt, zu niedrig dosiert ist oder nicht das richtige kurzwirksame Medi ist, weil es bei meiner Tochter nur 3 Stunden wirkt?
Die Wirkung ist auch nicht sehr gleichmäßig. In der ersten Stunde nach Einnahme ist sie sehr gut konzentriert. In den nächsten beiden Stunden hilft es immer noch gut fürs Verhalten aber nicht mehr optimal für die Konzentration. Und wie schon gesagt hat sie oft zum Ende der Wirkzeit eine erhöhte Gereiztheit, schlechte Laune, manchmal auch depri. Ist das evtl ein Anzeichen, dass die Dosis zu niedrig ist?

Und nur noch für mein besseres Verständnis der Wirkweise.... Falls die Wirkdauer bei Neurax oder Concerta doch nicht ganz ausreicht... Weshalb darf man dann kein kurzwirksames Medi mehr dazu geben?

Ist alles ganz schön verwirrend mit den Medis. Und schlimm, das die Ärzte da nur so wenig weiterhelfen.

Viele Grüße
sternschnuppe

SusanneG Offline



Beiträge: 9.347

08.02.2017 17:52
#13 RE: Vorstellung und einige Medi Fragen Antworten

Zitat von tk_sternschnuppe im Beitrag #12
Ich hab eben leider noch nicht den vollen Durchblick, was die Medis betrifft.

Lass uns daran arbeiten .

Zitat von tk_sternschnuppe im Beitrag #12
Die schubweise Freisetzung bei Concerta

Nee, eben nicht! Bei Concerta wird der Wirkstoff eben NICHT schubweise freigesetzt, sondern gleichmäßig - immer so viel, wie zerfällt.

Zitat von tk_sternschnuppe im Beitrag #12
, dass meiner Tochter die 8mg bei der ersten Ausschüttung grade am Morgen nicht ausreichen werden.

Bitte zuerst ausprobieren! Und wenn es nicht reicht, analysieren. Es gibt - wie eigentlich immer - mehrere Möglichkeiten. Lass uns über dieses Problem reden, wenn du es hast.

Zitat von tk_sternschnuppe im Beitrag #12
Ich hatte schon damals angenommen, dass meine Tochter bei den Retards einfach ein paar mg mehr braucht. Die Ärztin meinte, das könne nicht sein. Man müsse 1:1 umrechnen.

Retard ist nicht gleich Retard! Bei Medis, die 50:50 freisetzen (Medikinet retard und Ritalin LA) kann man 1:1 umrechnen (vorausgesetzt, 1:1 bedeutet, dass man die IR-Menge addiert - sorry, das tun leider nicht alle ). Wenn das Verhältnis des sofort freisetzenden und des verzögert freisetzenden Anteils NICHT 50:50 ist (sondern 30:70 oder 22:78 oder 21:79), muss man die nächsthöhere Dosierung nehmen (also bei 3 x 10 mg TAD z.B. 36 mg Concerta).

Bei einer 50:50 Freisetzung passiert nichts anderes, als wenn man zwei sofort freisetzende MPH-Medis im Abstand von ca. 4 Stunden einnimmt. Man bekommt zwei gleiche Halbwertskurven nacheinander. Anders ausgedrückt: der MPH-Spiegel schnellt am Anfang hoch und nimmt dann in einer Kurve ab (sh. Diagramm in Wikipedia).

Wird der retardierte Wirkstoffanteil nicht auf einmal ausgeschüttet, sondern sukzessive, nach und nach, gleichmäßig, immer so viel wie zerfällt, bleibt der Wirkstoffspiegel auch in dem Zeitraum "oben", wenn bei der 50:50 Freisetzung der Spiegel schon ziemlich abgefallen ist. Höherer Spiegel - mehr Wirkstoff ... hmmm, ist das irgendwie verständlich?

Und wenn hier jemand einen kennt, der einen kennt, der das in einem Diagramm darstellen kann, dann: Au bitte JA ! Genau an dieser Stelle könnte der Erklärbär nämlich konstruktive Hilfe gebrauchen .

Zitat von tk_sternschnuppe im Beitrag #12
Weiß nur nicht, ob wir statt Concerta lieber Neurax probieren sollten, weil Concerta eindeutig Lactose enthält.

Sinnvoll wäre, es erst mal mit Neurax zu probieren ... nicht nur wegen der Laktose, sondern auch, weil die Krankenkassen lieber für Neurax zahlen als für Concerta (und die Apotheken gehalten sind, Neurax statt Concerta auszugeben, wenn auf dem Concerta-Rezept aut idem nicht durchgekreuzt ist).

Zitat von tk_sternschnuppe im Beitrag #12
Wäre es möglich, dass auch das MPH TAD, das sie jetzt nimmt, zu niedrig dosiert ist oder nicht das richtige kurzwirksame Medi ist, weil es bei meiner Tochter nur 3 Stunden wirkt?

Du kannst es mit einem anderen sofort freisetzenden Medi versuchen. Doch im Moment ergibt das wenig Sinn - wir suchen ja nach einem Retard-Präparat, um zehn bis zwölf Stunden abzudecken.

Zitat von tk_sternschnuppe im Beitrag #12
In der ersten Stunde nach Einnahme ist sie sehr gut konzentriert. In den nächsten beiden Stunden hilft es immer noch gut fürs Verhalten aber nicht mehr optimal für die Konzentration. Und wie schon gesagt hat sie oft zum Ende der Wirkzeit eine erhöhte Gereiztheit, schlechte Laune, manchmal auch depri. Ist das evtl ein Anzeichen, dass die Dosis zu niedrig ist?

Oder zu hoch? Woran genau machst du fest, ob das Medi gut wirkt, schwach wirkt, nicht mehr wirkt?

Zitat von tk_sternschnuppe im Beitrag #12
Falls die Wirkdauer bei Neurax oder Concerta doch nicht ganz ausreicht... Weshalb darf man dann kein kurzwirksames Medi mehr dazu geben?

Die Wirkdauer von zwölf Stunden wird ja wohl ausreichen. Wenn nicht, müssen wir grundsätzlich umdenken. Natürlich "darf" man nach Concerta oder Neurax ein IR-Medi nachgeben, es ergibt nur keinen Sinn. Dadurch macht man die ganze komplizierte sukzessive Freisetzung mit sanftem Ausschleichen zum Wirkende hin zunichte.

Kann es sein, dass du die "Wirkstärke" meinst? Wenn die Wirkung in den ersten zwei Stunden nicht ausreicht, ergibt es schon Sinn, gleich morgens eine Mini-Dosis sofort freisetzendes MPH dazu zu geben. Aber eben nur so viel, um die Differenz zwischen initialer Freisetzung und dem Wirkspiegel nach zwei Stunden auszugleichen. Bei einer 36er Concerta wären das 2,5 bis 5 mg. Bei 27 mg sind 5 mg IR zu viel - da kommen sich nach zwei Stunden die unterschiedlichen Freisetzungen ins Gehege.

Zitat von tk_sternschnuppe im Beitrag #12
Ist alles ganz schön verwirrend mit den Medis. Und schlimm, das die Ärzte da nur so wenig weiterhelfen.

Es war ein hartes Stück Arbeit und hat viele Jahre gedauert, so viel über MPH-Medis zu wissen, wie ich heute weiß. Dagegen sind meine Kenntnisse über Atomoxetin und Amphetamine nur rudimentär. Ein Arzt sollte nicht nur über MPH Bescheid wissen, sondern über alle in seinem Fachgebiet relevanten Wirkstoffe und deren Handelsnamen. Das ist ein Haufen Holz. Solange der Arzt sich an die Literatur hält (was deine Ärztin ja tut") und die Fragen, Beobachtungen und Meinungen von Eltern nicht vom Tisch wischt, ist das durchaus zufriedenstellend. Allerdings ... wenn ein Arzt sich als Fachmann explizit für ADHS bezeichnet, dann erwarte ich mehr.

Bitte frage nach, was dir nicht klar ist. Ich weiß, es ist verwirrend. Aber wir dröseln das hier auf ...

Was wir brauchen sind ein paar Verrückte; denn seht nur, wohin uns die Normalen gebracht haben. (George Bernard Shaw)

tk_sternschnuppe Offline



Beiträge: 14

09.02.2017 09:07
#14 RE: Vorstellung und einige Medi Fragen Antworten

Hallo Susanne,

wie machst Du das immer mit den Zitaten? Ich probier das jetzt auch mal aus. Falls mein Beitrag irgendwie wirr aussieht, hab ich damit wohl was falsch gemacht...

Zitat von SusanneG im Beitrag #13
Oder zu hoch? Woran genau machst du fest, ob das Medi gut wirkt, schwach wirkt, nicht mehr wirkt?



Ich versuch mal zu beschreiben, wie ich bei meiner Tochter die Wirkung feststelle.

Am Wochenende (sie bekommt da nur 2X10mg) nimmt sie die Tablette nach dem Frühstück. Nicht gerade günstig für den morgendlichen Familienfrieden, aber mir ist wichtig dass sie vorher ordentlich gegessen hat. Bis das Medi wirkt, haben wir ein wild umherhüpfendes, gern ununterbrochen redendes herumkasperndes Kind, das gesprochenen Worten kaum zugänglich ist. Das Frühstück ist dadurch immer recht anstrengend für alle, aber wir haben es so halbwegs im Griff. Etwa eine halbe Stunde nach dem Frühstück setzt die Wirkung ein. Sie ist dann ruhiger, kann still sitzen und sehr gut zuhören. Wir nutzen immer die erste Stunde nach der Medi-Einnahme für Lernen und Hausaufgaben.

Meine Tochter hat trotz Medi in der Schule Schwierigkeiten und ich muss ganz oft zu hause noch etwas erklären, was in der Schule nicht verstanden wurde. Das klappt in dieser Zeitspanne, also in der ersten Stunde nach Einnahme immer am besten. Dann hört sie mir konzentriert zu und versteht auch. Verpassen wir diese Zeitspanne und fangen erst später an, merke ich deutlich, dass es ihr schon wieder schwerer fällt, konzentriert zuzuhören. Trotzdem ist sie bei weitem nicht so unruhig, wie ohne Medi und auch der unendliche Redefluss und das Herumgekasper ist nicht da. Ist gar nicht so einfach, das richtig zu beschreiben.

In der Schule war (bevor sie das Medi bekam) also in der ersten Klasse und auch schon im Kindergarten das Verhalten gegenüber anderen Kindern das vorrangige Problem. Sie hat andere Kinder ohne erkennbaren Grund geschubst, gekniffen, gehauen oder ähnliches. Trotz einer sehr verständnisvollen Lehrerin haben wir das ohne Medi nicht in den Griff bekommen. Sie hatte dadurch keine Freunde in der Klasse und wurde von den anderen Kindern ausgegrenzt. Darunter hat sie sehr gelitten. Deshalb bin ich auch zu der Erkenntnis gelangt, dass es ohne Medi leider nicht geht. Das Problem mit der Konzentration war natürlich auch gegeben. Sie hat im Unterricht nicht viel mitbekommen. In Mathe kämpfen wir noch heute mit den Folgen, weil sie die Grundlagen fürs Zahlenverständnis einfach verpasst hat.

Mit Beginn der Medikamenteneinnahme, anfangs nur vormittags, verbesserte sich ihr Verhalten von einem Tag auf den anderen deutlich. Ich war darüber damals sehr überrascht und gleichzeitig erleichtert. Inzwischen kommt sie in ihrer Klasse gut zurecht und hat auch Freunde. Die Wirkung auf die Konzentration in der Schule erschien mir von Beginn an immer noch nicht optimal. Es heute noch so, dass ich den Eindruck habe, vieles vom Unterrichtsstoff rauscht an ihr vorbei. Kann ja aber auch andere Ursachen haben...

Aber nochmal zurück zu meinen Beobachtungen die Wirkdauer betreffend... Zu Schulzeiten kann ich vormittag ja wenig sagen. Aus Sicht der Lehrerin klappt es gut. Die Wirklücke am vormittag in der 4. Stunde sei manchmal spürbar aber nicht wirklich ein Problem aus Sicht der Lehrerin. Mittags nimmt sie ihre Tablette um 11.30 Uhr. Wenn ich ab und zu früher zu hause bin und meine Tochter schon 14:00 Uhr aus der Schule abhole, konnte ich beobachten, dass die Wirkung bis ca. 15:00 Uhr anhält. Wenn sie ihre Hausaufgaben vor 15:00 macht, klappt es meistens gut. Die Schrift ist ordentlich und es sind auch nicht so viele Schusselfehler drin. Macht sie die Hausis erst nach 15:00Uhr und vor Wirkeintritt ihrer Nachmittagsdosis, müssen wir meistens nach Wirkeintritt nochmal von vorn beginnen. Und dann klappt es auch.
Also so in etwa meine Beobachtungen...

Ansonsten habe ich Deine Erklärungen recht gut verstanden. (Ich muss mir das alles mal kopieren, damit ich bei Bedarf nachlesen kann.) Mit Concerta oder Neurax soll also ein möglichst konstanter Wirkspiegel erreicht werden. Das wäre natürlich perfekt. Grade die Schwankungen bei den kurzwirsamen Medis, stelle ich mir selber sehr unangenehm vor. Meine Tochter beschwert sich zwar nicht, aber ich denke doch bzw. schlussfolgere es aus ihrem Verhalten, dass sie die Schwankungen spürt. Wenn wir also mit Neurax oder Concerta tatsächlich eine weitestgehend konstante Wirkdauer von 12h hinbekommen, wäre das der Idealfall.

Ich habe aber schon oft gelesen, dass das sehr vom Stoffwechsel abhängt und bei vielen die Wirkdauer deutlich kürzer ist. Aber Du hast natürlich recht, das müssen wir ausprobieren.

Da wir aber die Arzttermine immer nur in recht großen Abständen bekommen (viertel bis halbes Jahr) komme ich im Falle, das es nicht optimal funktioniert, dann nicht an ein anderes Medi. Deshalb meine Sorge und das Vorausdenken, was wäre wenn... Ich möchte wirklich gerne vermeiden, dass mein Kind in der Schule wieder Verhaltensprobleme bekommt. Bei den ersten (gescheiterten) Versuchen mit den Retards war das sofort spürbar. Es hagelte wieder Einträge ins Hausaufgabenheft.

So jetzt schicke ich den langen Text erstmal ab.

Viele Grüße und einen schönen Tag
von der sternschnuppe

tk_sternschnuppe Offline



Beiträge: 14

09.02.2017 09:08
#15 RE: Vorstellung und einige Medi Fragen Antworten

ah, Zitat hat funktioniert...

SusanneG Offline



Beiträge: 9.347

09.02.2017 18:57
#16 RE: Vorstellung und einige Medi Fragen Antworten

Zitat von tk_sternschnuppe im Beitrag #14
Nicht gerade günstig für den morgendlichen Familienfrieden, aber mir ist wichtig dass sie vorher ordentlich gegessen hat.

Warum? Frühstück ist wichtig bei einigen Retard-Medis. Bei den sofort freisetzenden Medis ist es wurscht, ob man sie vor dem Essen, zum Essen oder nach dem Essen einnimmt.

Zitat von tk_sternschnuppe im Beitrag #14
Etwa eine halbe Stunde nach dem Frühstück setzt die Wirkung ein. Sie ist dann ruhiger, kann still sitzen und sehr gut zuhören.

Hmmm ... irgendwas an dieser Beschreibung macht mich stutzig; ich weiß bloß noch nicht, was.

Zitat von tk_sternschnuppe im Beitrag #14
ich muss ganz oft zu hause noch etwas erklären, was in der Schule nicht verstanden wurde.

Müssen wir das nicht alle - mehr oder weniger? Ich gebe diese Frage mal an die Mamas von Schulkindern weiter.

Zitat von tk_sternschnuppe im Beitrag #14
... dass es ihr schon wieder schwerer fällt, konzentriert zuzuhören. Trotzdem ist sie bei weitem nicht so unruhig, wie ohne Medi und auch der unendliche Redefluss und das Herumgekasper ist nicht da.

Siehe oben. Aber ich komme noch drauf ...

Zitat von tk_sternschnuppe im Beitrag #14
Es heute noch so, dass ich den Eindruck habe, vieles vom Unterrichtsstoff rauscht an ihr vorbei.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Schulkind gar alles vom Unterrichtsstoff aufnimmt und behält - ADHS hin oder her. Aber auch hier gebe ich die Frage gerne an die Mamas mit Schulkindern weiter.

Zitat von tk_sternschnuppe im Beitrag #14
Die Wirklücke am vormittag in der 4. Stunde sei manchmal spürbar aber nicht wirklich ein Problem aus Sicht der Lehrerin.

Ich weiß, es gibt hier auch andere Ansichten und die sind bestimmt genauso richtig ... Die Lehrkräfte in die ADHS-Diagnose mit einzubeziehen ist die eine Sache - bei der Medikation sollte man die Lehrkräfte aber nicht mitreden lassen - GAR nicht. Wenn man da unbedingt Rückmeldung braucht, sollte man die Frage so formulieren, dass weder ADHS noch Medikament drin vorkommt. Und selbstverständlich gibt es hier auch Ausnahmen ...

Zitat von tk_sternschnuppe im Beitrag #14
Ich muss mir das alles mal kopieren, damit ich bei Bedarf nachlesen kann.

In dem blauen Menübalken unten auf der Seite ist ein Link "Thema drucken". Damit kannst du eine pdf-Datei erstellen und/oder den Thread ausdrucken.

Zitat von tk_sternschnuppe im Beitrag #14
Ich habe aber schon oft gelesen, dass das sehr vom Stoffwechsel abhängt ...

Wo?

Es gibt da Dichtung und Wahrheit. Ich hab mir gerade 26 Seiten einer Diskussion mit Herrn Dr. Winkler heruntergeladen, da wühle ich mich nachher mal durch.

Zitat von tk_sternschnuppe im Beitrag #14
... und bei vielen die Wirkdauer deutlich kürzer ist.

Siehe oben - muss erst wühlen.

Zitat von tk_sternschnuppe im Beitrag #14
Da wir aber die Arzttermine immer nur in recht großen Abständen bekommen (viertel bis halbes Jahr) komme ich im Falle, das es nicht optimal funktioniert, dann nicht an ein anderes Medi.

Äh, und wie kommst du dann an die Rezepte für die Medis?

LG Susanne (die sich nach dem Abendessen in 26 Seiten Diskussion über rapid metabolizing vertieft)

Was wir brauchen sind ein paar Verrückte; denn seht nur, wohin uns die Normalen gebracht haben. (George Bernard Shaw)

smilla Offline



Beiträge: 1.029

09.02.2017 19:00
#17 RE: Vorstellung und einige Medi Fragen Antworten

Zitat
ich muss ganz oft zu hause noch etwas erklären, was in der Schule nicht verstanden wurde.


Müssen wir das nicht alle - mehr oder weniger? Ich gebe diese Frage mal an die Mamas von Schulkindern weiter.



...also ich wäre schon froh wenn es sich manchmal nur um ETWAS handeln würde

Zottel Offline



Beiträge: 2.604

09.02.2017 20:09
#18 RE: Vorstellung und einige Medi Fragen Antworten

Zitat von smilla im Beitrag #17

Zitat
ich muss ganz oft zu hause noch etwas erklären, was in der Schule nicht verstanden wurde.


Müssen wir das nicht alle - mehr oder weniger? Ich gebe diese Frage mal an die Mamas von Schulkindern weiter.



...also ich wäre schon froh wenn es sich manchmal nur um ETWAS handeln würde



...ich auch Smillachen

Es ist halt so, dass eine ADHS durch MPH-Einnahme nicht plötzlich Geschichte ist

Mein Sohn ist der vorwiegend unaufmerksame Typ. Bei Lärm/ zuviel Trubel ist er völlig überreizt.

tk_sternschnuppe Offline



Beiträge: 14

10.02.2017 07:48
#19 RE: Vorstellung und einige Medi Fragen Antworten

Zitat von SusanneG im Beitrag #16
Warum? Frühstück ist wichtig bei einigen Retard-Medis. Bei den sofort freisetzenden Medis ist es wurscht, ob man sie vor dem Essen, zum Essen oder nach dem Essen einnimmt.


So die Theorie, ich weiß. Bei meiner Tochter ist es so, das die Wirkung des MPH TAD nur dann zuverlässig ca. 30 min nach Einnahme wirkt, wenn die Einnahme in Zusammenhang mit einer Mahlzeit erfolgt. Wir hatten schon oft das Problem, wenn sie nicht in zeitlicher Nähe zur Einnahme etwas gegessen hat, dass die Wirkung erst sehr viel später einsetzte. Manchmal erst nach zwei Stunden. Keine Ahnung, wie das zu erklären ist. Vielleicht löst sich die Tablette nicht richtig auf, wenn sonst kein Essen im Magen ist? Unsere Ärztin hat auch nur gemeint, das könne nicht sein. Jedenfalls seit sie immer vor der Einnahme etwas ißt, hatten wir dieses Problem nicht mehr.

Zitat von tk_sternschnuppe im Beitrag #14
Etwa eine halbe Stunde nach dem Frühstück setzt die Wirkung ein. Sie ist dann ruhiger, kann still sitzen und sehr gut zuhören.

Zitat von SusanneG im Beitrag #16
Hmmm ... irgendwas an dieser Beschreibung macht mich stutzig; ich weiß bloß noch nicht, was.


Bitte lass mich wissen, was Dich da stutzig macht. Meinst Du ruhig deutet schon auf Überdosierung hin?

Ach und Du hattest gefragt, wie wir an die Rezepte kommen... Die schreibt unsere Kinderärztin nach Anweisung vom SPZ. Sie tut sich allerdings recht schwer damit. Hat ein paar Versuche gedauert, bis sie das Rezept richtig ausgestellt hatte. Jetzt klappt es, weil sie eine Vorlage hat.

Hast Du neue Erkenntnisse aus dem Beitrag mit Dr. Winkler gewonnen?

Ich muss mich jetzt erstmal für eine Woche verabschieden. Wenn Töchterchen aus der Schule kommt, starten wir nämlich in unseren Winterurlaub. Vielleicht hab ich ab zu Gelegenheit übers Handy mal hier reinzuschauen. Aber längere Beiträge wird schwierig werden.

Deshalb erstmal Danke an alle und ein schönes Wochenende!
LG
sternschnuppe

SusanneG Offline



Beiträge: 9.347

11.02.2017 00:28
#20 RE: Vorstellung und einige Medi Fragen Antworten

Zitat von tk_sternschnuppe im Beitrag #19
Wenn Töchterchen aus der Schule kommt, starten wir nämlich in unseren Winterurlaub.

Da wünsche ich Euch erst mal einen wunderschönen Urlaub!

Zitat von tk_sternschnuppe im Beitrag #19
Hast Du neue Erkenntnisse aus dem Beitrag mit Dr. Winkler gewonnen?

Noch nicht so wirklich. Von den 26 Seiten sind 24 Seiten Müll. Es ist unglaublich, wie weit man sich vom Thema entfernen kann . Gut, dass ich jetzt noch ne Woche mehr Zeit habe, um mich da durchzuwurschteln .

Zitat von tk_sternschnuppe im Beitrag #19
Bitte lass mich wissen, was Dich da stutzig macht.

Ich weiß jetzt, was mich da stutzig macht. Das lässt sich aber nicht in drei Sätzen schreiben. Wenn dein Urlaub zu Ende ist und hier steht noch nichts dazu, dann erinnere mich bitte daran. Prokrastination ist eines meiner Hobbys .

Zitat von tk_sternschnuppe im Beitrag #19
Die schreibt unsere Kinderärztin nach Anweisung vom SPZ.

Das hab ich vermutet.

Man liest sich ...

Was wir brauchen sind ein paar Verrückte; denn seht nur, wohin uns die Normalen gebracht haben. (George Bernard Shaw)

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