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ADHS-Selbsthilfe an 365 Tagen im Jahr

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  • Liebes Smillachen, Zitat Ich könnte ja noch soviel erzählen,..... Au ja, bitte!!! Zitat ...würde Euch aber sicher irgendwann langweilen. Niemals! Ich schwör Dir! Ich könnte jetzt sooooo viel zitieren - lange Rede kurzer Sinn: Ich liebe Dich! ... vier Teenagerachseln.... Muhahaha!!!
    von Zottel in Vier Tage Urlaub + 2 ADHS-Teen...
  • Einfach herrlich Smilla ! Du hast so ein Talent, die Dinge zu beschreiben! Man kann es sich richtig bildlich vorstellen, erst recht, wenn man selber sein Teenager Exemplar zuhause hat LG Laura
    von Laura S in Vier Tage Urlaub + 2 ADHS-Teen...
  • Aber natürlich haben wir ihn gefragt. Die zwei kennen sich gut und machen einiges zusammen. Aber anscheinend ganz andere Sachen als campen😊😊
    von smilla in Vier Tage Urlaub + 2 ADHS-Teen...
  • Smillachen , wieder mal hast du viel gelernt ! Ich vermute mal, dir geht es jetzt so wie meinen Töchtern. Immer mal wieder bekomme ich ein "Ach Mama, hätt ich doch auf dich gehört!" zu hören . Du erinnerst dich sicher, mein Vorschlag war "Papa, Mama, Labrador". Lassen wir das - hinterher ist man immer klüger ... Sag mal, Sohni ... hast du ihn nicht gefragt, ob er Uwe mitnehmen will? Kennt er...
    von SusanneG in Vier Tage Urlaub + 2 ADHS-Teen...
  • You made my day! Obwohl ich mich köstlich amüsiert habe, hat mich beim Lesen das leise Gefühl beschlichen, du hast von meinen letzten 4 Jahren geschrieben. Ich habe mich noch nicht vorgestellt (kommt sicher noch in den nächsten Tagen, wenn ich etwas Zeit habe) und ich musste sehr an meine Söhne (16 Jahre mit Autismus und ADHS und 17 Jahre mit ADS) denken. Ich hoffe, du erholst dich jetzt gut vo...
    von Sheherazade in Vier Tage Urlaub + 2 ADHS-Teen...

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Frohe Weihnachten!
von SusanneG In der Kategorie User-Blogs am 25.12.2014 um 02:57 Uhr

Frühstück an Heiligabend; Göga, Kleinetochter und ich verteilen die Aufgaben. Ich lag eigentlich ganz gut in der Zeit – dachte ich. Kartoffelsalat machen, noch ein paar Geschenke einwickeln, duschen, Kaffeegeschirr einpacken … irgendwas war da noch, was war das bloß? Hmmm, ach, wenn es mir bis zum Abflug um halb drei nicht wieder einfällt, war es nicht wichtig.

Kleinetochter schnappt sich den Einkaufszettel (Kartoffeln, Schnittlauch, Brot, Einwickelpapier und eine Kuchenform für ihre Freundin) und den Autoschlüssel. So, jetzt aber los! Wenigstens ihre Geschenke sollte ich noch einpacken, bevor sie vom Einkaufen zurück ist. Das Telefon klingelt. „Mama, was mach ich denn, damit ich einen Gang reinkriege? Audi und ich stehen an der Kreuzung, hinter mir hupt es und ich kriege keinen Gang rein.“ „Warnblinkanlage einschalten, dem hupenden Hintermann ein hilfloses Lächeln schenken, Audi oben am Armaturenbrett rechts vom Lenkrad streicheln und ihn motivieren, dann tiiief Luft holen und den zweiten Gang einlegen – so hab ich das vorgestern gemacht.“ Ich hörte Geräusche, die mir gar nicht gefielen. „Mama, es geht nicht. Doch, jetzt hat es geklappt! Jetzt ist der zweite Gang drin und geht nicht mehr raus. Sch…! Ich fahr jetzt im zweiten Gang heim, so lange sich Audi überhaupt noch vom Fleck rührt.“ „Wo bist du?“ „Noch hundert Meter ...“

Kleinetochter stellte den Motor ab. Audi roch ein bisschen streng nach Metall verarbeitende Industrie. Jetzt, im Stehen und bei ausgeschaltetem Motor ließen sich die Gänge zwar schalten, aber die Geräusche dabei gruben tiefe Furchen in mein Herz – vor allem aber in meine Trommelfelle und schon mal rein vorsorglich in meinen Geldbeutel. Nichts, aber auch gar nichts sprach gegen einen Getriebeschaden. Hab ich schon erwähnt, dass heute Heiligabend ist?

Kleinetochter bekommt das Auto von ihrem Freund, aber erst in einer Stunde. Ok, dann ändern wir eben den Zeitplan. Erst den Christbaum schmücken, danach einkaufen. Göga und Kleinetochter versuchen, den ziemlich großen Baum in den Christbaumständer reinzufummeln. „Mama, der Stamm ist zu dick für den Ständer!“ Und das, obwohl der Stamm vom Verkäufer mit der Kettensäge bearbeitet wurde. Hmpf. Göga will mir das Schinkenmesser abnehmen. Er ist Marcumar-Patient und sollte sich möglichst nicht in den Finger schneiden. Ich schnappe mir das Schinkenmesser und schnitze den Stamm zurecht. Jetzt passt es.

Kleinetochter holt Christbaumschmuck aus dem Keller und fängt an, den Baum zu schmücken. „Mama, wo ist denn die Lichterkette? Und die Christbaumspitze? Und wo sind die bunten Kugeln?“ „Im Keller?“ „Da hab ich schon nachgesehen, da ist nix mehr.“ Stimmt. In dem Schrank mit dem Weihnachtszeugs ist keine Lichterkette, auch keine Christbaumspitze und keine bunten Kugeln. Wo dann? Ah, da oben im Regal, was ist denn in dem Karton? Treffer. Puh! Alles da!

Der Christbaum ist geschmückt, Freund und sein Auto sind da, Kleinetochter geht einkaufen. Jetzt aber dalli! Ich muss noch … siehe oben: Kartoffelsalat, Geschenke, duschen, Kaffeegeschirr. Ich frage Göga, wann er duschen geht. „Ich brauche noch eine halbe Stunde, dann möchte ich duschen. Wenn Kleinetochter zurück ist, will sie duschen. Es wäre am besten, du gehst jetzt gleich, sonst wird es nachher zeitlich eng.“ „Ok“, meint Göga, „ich geh in einer halben Stunde duschen.“ Gngngnnnn! Halt die Klappe, Susanne. Wenn der Kartoffelsalat fertig ist, gehst du ins Bad – egal, wieviel Uhr es ist.

Natürlich war der Kartoffelsalat genau dann fertig, als Göga ins Bad ging. Hmpf! Geschenke einwickeln, obwohl kaum noch Geschenkpapier im Haus ist? Ok, ich packe erst mal das Kaffeegeschirr zusammen …

Großetochter ist in eine kleinere Wohnung gezogen, ein Teil ihres Hausrats ist bei uns untergebracht. Sie hat zu Kaffee und Plätzchen eingeladen und braucht natürlich ihr Geschirr. So, fertig. Und das Bad ist auch frei. Smartie piepst. Großetochter erinnert mich daran, Kaffeegeschirr und vier Stühle mitzubringen. Stühle! Das war es, was ich erfolgreich verdrängt hatte. Wie kriege ich jetzt vier Stühle in den kleinen BMW von Kleinetochters Freund? Mist! Für solche Zwecke hab ich Audi. Und jetzt, wo ich ihn brauche, lässt er mich wieder mal im Stich.

Viertel nach zwei. Die Geschenke sind eingepackt, Kleinetochter kommt aus dem Bad und ich habe es geschafft, vier Stühle im BMW unterzubringen – so, dass noch drei Leute Platz haben. Wir sitzen tatsächlich kurz nach halb drei im Auto und fahren mit Kaffeegeschirr und Stühlen zu Großetochter.

So, jetzt kann das Christkind kommen.

Ich wünsche Euch allen ein frohes Weihnachtsfest und geruhsame Feiertage.


1 Kommentare

Für Zottel oder: Unterwegs mit dem Mega-Master!!
von smilla In der Kategorie User-Blogs am 21.12.2014 um 00:18 Uhr(zuletzt bearbeitet: 31.12.2014 15:59)

Hört Ihr was?
..................................
Nein? Ich auch nicht.
Die einzigen Geräusche, die mein wohliges Gefühl umspielen, sind der Wind ums Haus,das Geschnarche des Hundes und das Knistern des Ofens.
Sohni? Schläft! Göga? Liest, schläft aber gleich auch! Und auch ich sitze mit schlafmüden Backen und brennenden Augen hier, wollte Euch aber noch von unserem tollen Tag erzählen:

Wir haben einen Ausflug gemacht! Der Göga, der Sohn, der Hund und ich! Zusammen sind wir gegen Mittag in ein kleines, niedersächsisches Gebirge aufgebrochen, um dort mit einer kleinen Seilbahn einen kleinen Berg hinaufzufahren, um uns oben angekommen der Kraft der Natur zu stellen und sagenhafte sechs Kilometer hinunterzulaufen!!( Kleiner Scherz, wir machen das öfter! Aber wie Recht ich hier hatte von wegen Kraft der Natur, das wußte ich vorher nicht!!)

Schon die Autofahrt war irgendwie ruhiger als sonst, hatte Göga doch die tolle Idee, Sohni einen tragbaren CD-Player von der Schwiegermutter fit zu machen, mit der Begründung, über das normale Autoradio könne er schlecht hören, das sei kaputt! Das ist es tatsächlich, aber daß Sohni das Angebot so gut aufnehmen würde, hätte ich nicht gedacht. Göga und ich konnten uns mal total super unterhalten, während Sohni hinten in aller Seelen Ruhe eine Folge der PLAYMOS (Angriff der Mega-Master!) hörte und sich dabei fast ein ganzes Netzt Clementinen, ein Liter Wasser und eine Packung Weihnachtsschokokugeln reinkloppte!

Da hatte Mutti gut vorgesorgt, Ihr wisst ja: Ferien ohne Medis, da wird gefuttert was das Zeug hält!

Oben angekommen brach dann schon die erste glückliche Hysterie bei uns allen aus, denn es schneite!! Richtig dolle, richtig viel und dicht! Anstatt wie bei uns laue 10°C, empfing uns dort winterliche Atmosphäre. Wie schön!!

Dick eingemummelt (erste Gedanken blitzten auf, ob ich bei meiner Organisation womöglich den Punkt "Ersatzklamotten" sträflich vernachlässigt haben könnte?) ging es also zur Seilbahn.

Kurzes Intermezzo: Ich: Wo ist denn Sohnis Mütze?
Sohni und Göga: ???? Die hast du doch eingepackt!!
Ich: Habt ihr die nicht mit ins Auto genommen?
Beide: Nö!!

Also wir noch schnell in ein sündhaft teuren Outdoorbekleidungsladen und ein sündhaft teures Stirnband gekauft, mußte reichen, Mützen waren zu teuer! Und dann ab zur Bahn!
Kein Mensch da, nur wir vier und eine ganze Gondel für uns!
Schon alleine die Rauffahrt auf den Berg bot mit Schnee, Nebel, Windstärken vom Feinsten und ruckeliger Gondel für eine ADHS-Familie nebst dickem Labrador, der mit Ach und Krach in die Gondel "gefüttert" werden konnte
Reizüberflutungen, die mindestens für eine Woche reichen würden!
Aber oben angekommen erwartete uns dann richtiger Winter! Es schneite dicht und war so windig, wir konnten kaum gerade stehen! Und Sohni? Der war seelig! Sofort stampfte er los und begann noch vor dem eigentlichen
Abstieg, uns die Folge der Playmos 1:1 nachzuspielen. Und so flogen uns (am meisten dem armen Hund!!) auf etwa der Hälfte der Strecke Blengranaten um die Ohren, wir mussten uns vor Megarobotern in Acht nehmen und mit unseren "Snowbottern" die Welt retten. Leider hatte alles ein ziehmlich abruptes (schreibt man das so?) Ende, da aller Schnee eben auf Hälfte der Strecke plötzlich verschwunden war! Einfach weg! Da war die Laune plötzlich ziehmlich betrübt, bei uns allen. Vorbei die weiße Pracht!

Das war auch der Moment wo mir bewusst wurde, einen riesigen Fehler bei der Organisation in puncto "Ersatzklamotten" gemacht zu haben! Wir hatten nämlich keine mit! Nur die fehlende Mütze fand sich im Rucksack während einer Versorgungspause wieder!! Das Stirnband hätte ich mir also sparen können...

Mittlerweile schwappte mir das Wasser in den Schuhen, Sohnis Schneeanzug war bei den Megamasterbegegnungen arg in Mitleidenschaft gezogen worden und auch er hatte nasse Füße! Einzig mein Göga hatte schöne, trockene Füße in seinen Arbeitsstiefeln!! Also was tun?
Unser toller Ausflug durfte einfach nicht so ein Ende haben! Eigentlich war nämlich noch die Weiterfahrt nach Goslar geplant, wo wir uns auf dem Weihnachtsmarkt die Wampen vollschlagen wollten!

Am Auto angekommen kurzes Breefing!! Nach Goslar? Jaaaaaaaaa! In den Schuhen? Neeeeeeee! Rettung in Sicht?
Aber klar! Es fanden sich tatsächlich noch im Kofferraum ein paar alte Gummistiefel von mir! Und auch mein Göga hatte wirklich nachgedacht: Er hatte sich ein paar "Gute Schuhe" mit ins Auto gestellt, nachdem ich beim letzten Ausflug geschimpft hatte dass er mit seinen ollen, abgelatschten Arbeitsstiefeln nach Goslar geschlendert ist!

"Wie sieht das denn aus?" soll ich doch tatsächlich gesagt haben, könnt Ihr Euch das vorstellen?

Okay, Schuhproblem war ja geklärt, nach ein wenig "Schuhchen wechsel dich" hatten wir eine Lösung!
Da aber immer noch die Socken schmatzten, mussten wir noch ein zweites Mal in diesen Outdoorladen! Dort wurden dann für soviel Geld zwei Paar Socken gekauft, daß ich fast weinen musste! Mein Göga sagte ich hätte nicht richtig hingehört, bei dem Preis könne man die Socken bestimmt einfach ohne Schuhe tragen und Wasserfestheit wäre garantiert!

Egal, wir wollten halt nach Goslar, unbedingt! Und da zogen wir dann auch ein, in diese schöne Stadt:

Sohni mit meinen Gummistiefeln, drei Nummern zu groß!
Ich mit den "Guten Schuhen" meines Mannes, drei Nummern zu groß!
Göga mit seinen abgelatschten Schuhen, passend und extrem schick seit dem heutigen Tag!!

Eine von Euch nennt Goslar ihre Heimatstadt. Ich bin mir sicher, liebe X! Wärst Du heute zufällig in Goslar gewesen und hättest Du uns in unseren viel zu großen Schuhen um die Ecke schlurfen sehen, ich bin sicher, Dir wäre ein "Mensch, DAS kann nur smilla + Familie sein" rausgerutscht!
Aber was soll ich sagen? Zwischen all den durchgestylten Besuchern sind wir am Ende doch ziehmlich vollgegessen und fröhlich wieder zum Auto gegangen.

Dummerweise hat Göga mit seinen ollen Schuhen noch auf dem Seilbahnparkplatz einen Hundehaufen übersehen. Dieser notdürftig gereinigte Stiefel, gepaart mit den vier nassen Socken und Schuhen von Sohni und mir, dem pitschnassen Schneeanzug vom Megamasterangriff und einem dicken Labrador, der im Auto gewartet hat, brachte auf der Rückfahrt die Gebläse- und Heizungsanlage meines alten Autos dann noch an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit! Es war ungefähr so heiss wie ein Reaktorstab vor der Kernschmelze, gesehen haen wir von draußen wenig wegen der beschlagenen Scheiben und von dem Geruch will ich eigentlich nichts erzählen!!

Trotzdem war es ein toller Tag! Wir hatten soviel Spass! Siehst Du, meine liebe Zottel? Manchmal kommt der schneller als erhofft!

Und jetzt werde ich mich noch für einen Moment der Stille hingeben, die in unserem Haus herrscht! Mal vom Geschnarche vom Hund und vom Göga, der jetzt auch tief schläft abgesehen...

Ich bin müde, zufrieden und: Weihnachten kann kommen!!

Eure smilla


4 Kommentare

Ansichtssache
von lupa In der Kategorie User-Blogs am 14.12.2014 um 01:20 Uhr



Was Ihr da oben seht, ist ein kleines, nur wenige Zentimeter großes Fensterbild. Dieses Bildchen fand Sohn vor Jahren mal in seinem Adventskalender.
Es zeigt, wie man aus dem Blickwinkel eines Erwachsenen eindeutig erkennen kann, die heiligen drei Könige.
Nun ist das ja mit der Wahrnehmung so eine Sache und jeder von uns hat bekanntlich seine ganz eigene Sicht auf die Dinge.

Ich möchte euch jetzt an einer Situation teilhaben lassen, über die wir noch heute schmunzeln müssen:

Vorweihnachtszeit, einer der Adventssonntage, 5.00 Uhr in der Früh.
Sohn ist noch im Kindergartenalter. Zu dieser Zeit sowieso ein ewiger Frühaufsteher (was gäbe ich heute dafür, wenn Sohn morgens mal etwas früher aus dem Bett käme!), meldet er sich vor lauter Aufregung über den Inhalt des Adventskalenders in der Vorweihnachtszeit täglich nochmal eine Stunde eher als sonst.

Mama hört Kind im Halbschlaf aus dem Zimmer schleichen und im Flur am Adventskalender knischpeln.
Plötzlich fliegt die Schlafzimmertür auf, Sohn stürmt freudig - erregt ins Zimmer und verkündet lautstark: "Mama!!! Die Engelchen haben mir wieder ein Fensterbild gebracht!"
Mama, die den Adventskalender ja selber erst vor wenigen Stunden mit dem Bildchen bestückt hatte und natürlich wußte, was darauf zu sehen ist, fragt, in Anbetracht der Uhrzeit mit der Situation noch etwas überfordert, völlig schlaftrunken nach: "Und was ist drauf, auf Deinem Bild?"
Ratloses schweigen ... Nun ist es Sohn, der offensichtlich mit der Situation überfordert ist (Stichwort: "flüchtiger Wahrnehmungsstil" ... aber das vertiefen wir hier jetzt nicht weiter ... ). Mit einem im Loslaufen herausgerufenen "Warte mal ...!" rennt er höchst motiviert wieder aus dem Zimmer zurück in den Flur. Licht an! Sohn studiert interessiert das Bildchen, denkt kurz nach und kommt dann ganz stolz zurück ins Schlafzimmer. "Mama, ich weiß jetzt was auf dem Bild drauf ist!" "Ach ja!? Und was????" Mama ist gespannt, ob Kind die Figuren und damit den Sinn des Bildes erkannt hat.
Antwort Sohn: "Mama, da sind drauf: ein König, ein Clown und der Herr Bischof!".

By the way ... Erwähnte ich eigentlich schon, dass unsere Familie evangelisch ist, Sohn aber einen katholischen Kindergarten besuchte!?

Eine gesegnete Adventszeit wünscht Euch

lupa


2 Kommentare

Sag es mit Deinem Projekt!
von lupa In der Kategorie User-Blogs am 13.12.2014 um 00:15 Uhr(zuletzt bearbeitet: 14.12.2014 01:39)

Heute wende ich mich mal ganz gezielt an die mitlesenden Männer hier ... aaaaber ihr Mamas dürft natürlich auch ruhig weiterlesen. Und keine Sorge, Männer! Es geht diesmal nicht um pädagogisch - therapeutische Maßnahmen. Hier sind eure handwerklichen Fähigkeiten gefragt.

Aber langsam ... jetzt mal von vorn:

Wir alle wissen ja: keines unserer ADHS - Kinder will uns vorsätzlich und absichtlich ärgern oder in den Wahnsinn treiben. Leider vergessen wir das im täglichen Chaos nur allzu oft. Und dann liegen uns Kritik, Gemecker und Tadel oft schneller auf der Zunge, als Lob und Anerkennung für Gelungenes. Was also tun???

Für dieses Problem habe ich nun die ultimative Lösung gefunden!
Frei nach dem Motto einer großen deutschen Baumarktkette: "Sag es mit Deinem Projekt!"

Liebe Männer, Väter, Heimwerker, Bastler, Selberbauer,
schaut Euch das hier bitte mal an (Hier noch mal in ganz groß, damit´s auch sicher jeder lesen kann!)! Und dann fangt schon mal an, in Gedanken den Gartenumbau für nächstes Jahr zu planen. Eure Kinder und auch wir Mütter werden Euch sehr dankbar sein! Ihr dürft dann natürlich auch mal dort Platz nehmen! Wem würde das nicht gut tun!
Und bis zur Fertigstellung des Projekts, können sich die Mamas hier das Bild vielleicht erst mal ausdrucken und als "Gedankenanker" in der Wohnung verteilen: am Kühlschrank, an der Kinderzimmertür oder auf der Hausaufgabenmappe von Kind. So werden wir immer wieder an das erinnert, was für unsere Kinder wirklich wichtig ist: Heute schon gelobt!?

Gehe jetzt mal die Kinder suchen ... hab´ ihnen was zu sagen ...

lupa

P.S.:
Die "Lobemauer" (und viele andere kreative Ideen) findet man übrigens im Familienpark Sottrum in Holle (Nähe Hildesheim / Niedersachsen). Der Park ist ein echtes Highlight! Kein Vergleich zu all den anderen "höher - schneller - weiter - schriller" - Freizeitparks, die man sonst so kennt. Im Familienpark Sottrum verzichtet man ganz bewußt auf Fahrgeschäfte aller Art. Statt dessen lädt dort alles zum selbermachen, ausprobieren und be-greifen ein. Nur durch eigenes in - Aktion - Kommen lassen sich die Attraktionen dieses Parks entdecken. Das regt die Sinne an und fördert die Wahrnehmung.

Und um möglichen Spekulationen vorzubeugen:
Nein, ich bin mit den Betreibern dieses Parks nicht verwandt oder verschwägert ... und ich bekomme auch kein Geld für diesen Beitrag.
Ich war nach einem Besuch mit meinen Kindern dort einfach nur begeistert, dass es so etwas "schlicht - schön - Entschleunigtes" überhaupt noch für unsere Kinder gibt. Und gleichzeitig war es mir eine große Freude zu sehen, wieviel Spaß die Kinder daran hatten ... ganz ohne nerviges Geblinke, Gepiepse und elektronische Passiv - Bespaßung. Und keiner hat irgendetwas vermisst! Geht doch!

Familienpark Sottrum - ein Ort, wie gemacht für unsere Kinder und ein großer Freizeitspaß für die ganze Familie!
Prädikat: Besonders wertvoll!


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Auweia...der Weihnachtswahnsinn kommt aber früh in diesem Jahr oder das "AD+H- Syndrom"
von smilla In der Kategorie User-Blogs am 01.12.2014 um 00:30 Uhr(zuletzt bearbeitet: 01.12.2014 23:23)

Ich frage mich warum ich die Tür nicht aufkriege? Weil Weihnachten davor steht!! Aber dass der Weihnachtswahn jetzt schon am ersten Dezember einsetzt, finde ich eigentlich ein bissl früh!!
Und bei mir hat er etwas neues erfunden: das "AD+H-Syndrom"

Aber der Reihe nach:

Heute habe ich mir irgendwie einen Wirbel verdreht. Ausserdem waren Sohni, Ehemann und ich am Abend auf dem Weihnachtsmarkt, bei -2°C. Das beides, so dachte ich, waren ausgezeichnete Indikatoren um schon den ersten Vorsatz für die kommende Weihnachtszeit in die Tat umzusetzen:

Mal genießen und was für mich tun!! Und was wäre da schöner am Abend, als ein ausgedehntes Schaumbad gegen die Rückenschmerzen und das Frieren?!

Vorher habe ich aber noch mal -schwuppdiwupp- einen Adventskalender für meine liebe Schwiegermutter gebastelt. Punkt zwei nämlich auf meiner Liste:

Auch denen in der Weihnachtszeit was Gutes tun, die mir manchmal den Nerv rauben!!


Jetzt muss man wissen das Schwiegermutter nix Süßes mag, eigentlich isst sie überhaupt sehr wenig!
Dafür hat sie einen Spleen und trinkt jeden Abend einen Kräuterschnaps, wegen Magen aufräumen uns so... (versteht das bitte nicht falsch! Auch wenn sie kaum isst, nimmt sie nicht alles in gegetrunkener Form auf!! Kein Alkoholproblem also!).
Aus diesem Grunde habe ich also 24 so kleine Kräuterschnapsflaschen an ein langes Band getütert!
Aber da ja schon heute der 1. ist und sie den Kalender erst morgen kriegt und ich etwas genervt war wegen diesem Rumgepfriemel mit dem Kräuselband habe ich blitzschnell geschlussfolgert:

"Kräuterschnaps, der könnte beruhigen und dich auf das Schaumbad einstimmen!!"

Gesagt, getan! Schon floss der kräuterige, mit 44% Alkohol versetzte Inhalt dieser kleinen, braunen Flasche meine Kehle herab und Kinder, was soll ich sagen? Mir wurde ganz warm im Bauch...

Nun war ich bereit für`s Badezimmer, Sohni und Ehemann saßen vor dem Fernseher und das Wasser lief schon ein.

Aber wo war das Schaumbad?

Nicht und nirgends zu sehen. Gut, dachte ich, dann nimmst du eben Duschgel, geht genausogut. Punktiert in den Wasserstrahl dosiert kommt auch so Schaum auf!! Also die Flasche aufgemacht und rein damit!!
Ehemann betritt den Raum und guckt mich verwundert an, denn ich steh verwundert am Badewannenrand und frage mich: warum schäumt das denn nicht?

Ehemann: Darling (Kosennamen wurden von der Redaktion geändert!)! Warum machst du denn Bodylotion da
rein? Die kommt doch erst danach?!
ich: mmmppffff!!!!!

Egal, Mutti will ihren Plan durchziehen also rein ins heisse Wasser! Und da liege ich so, meine negativen Gedanken werden mehr, denn alles guckt aus dem Wasser, was sonst so herrlich unter den Schaumkronen verschwunden ist! Gegensteuern ist mein Gedanke! Piratenduschgel von Sohnemann geschnappt und wieder rein damit!
Sohnemann ist inzwischen eingetroffen, das Motiv ist Zähneputzen! Wahrscheinlich nur vorgeschoben, denn in Wirklichkeit will er sich an meiner absoluten Dusseligkeit ergötzen, denn noch während ich die Tube Piratenduschgel ins Wasser drücke, mich währenddessen schon wieder frage warum die Schaumproduktion erneut versagt, sagt

Sohnemann: Mama, was machst du denn da? Das ist doch Haargel!!???
ich: ...

Da liege ich also, in meinem leichenblassgrauen Wasser, leicht umspielt von den Plocken der Bodylotion und des Haargels und denke, das dieser Plan gescheitert ist, der mit dem Wohlfühlen.
Und damit mein Mann nicht noch weiterfragt ob er noch den Ofenanzünder dazugeben darf, weise ich ihn an, mir ein Schluck Sekt einzuschenken und ich werde wieder fröhlicher gestimmt als ich bemerke dass dieser NICHT mit Essigwasser vertauscht wurde!

Und das Gute an der Situation waren dann :
a) ich war nach dem Aussteigen aus der Wanne komplett fertig weil

1. ich musste mich ja nicht mehr eincremen
2. meine Frisur war tiptop in Lage, mein lieber Scholli... und

b) nach ein paar wenigen cl 44%-igen Kräuterschnaps und einem halben Glas Sekt habe ich es zwar noch
geschafft durch meine aufkommende Ungeschicktheit den Stiel vom Glas zu trennen, aber mir war sehr, sehr
kuschelig warm! Und so sehr lachen musste ich, dass mein Mann,als ich fragte wo er denn jetzt hin
geht, als er das Bad verließ, sagte: Ich fahr zum Discounter und bastel dir dann auch noch so einen
Kalender...


Und bevor ich Euch in den schönen Abend des ersten Dezembertages entlasse muss ich wohl noch einen Satz loswerden um mich zu entlasten: Auch ich habe kein Alkoholproblem sondern nur ein neues,eintägiges Syndrom

AD+H-Syndrom= Anti-Schaum + Haargel-Syndrom!! Alles andere schweige ich heute mal tot!!

in diesem Sinne, die smilla


7 Kommentare

Geradebügeln...im wahrsten Sinne des Wortes oder wie ich es schaffte, mich voll in die Nesseln zu setzen!!
von smilla In der Kategorie User-Blogs am 24.11.2014 um 00:37 Uhr(zuletzt bearbeitet: 24.11.2014 23:40)

Oje...etwas Schreckliches ist passiert!! Ich wollte etwas geradebügeln und habe genau das Gegenteil erreicht!!
smilla, sechs...setzen

Aber der Reihe nach:

Heute kam Sohni nach Hause, mit seinem Deutscharbeitsheft, in dem die Klassenarbeiten geschrieben werden: Übungsdiktat! Sehr viele Fehler! Aber irgendwie war das Heft so merkwürdig verknautscht, als hätte es jemand wütend in den Ranzen gestopft!! Das hatte mich mehr stutzig gemacht als die Vielzahl an Fehlern, die waren nämlich schon angesagt!! Auf Nachfrage bestätigte sich mein Verdacht, danke, ich kenne doch meine Pappenheimer!!

Stolz zeigte Sohnemann mir allerding auch die, auf eine weitere Seite im Heft geschriebene Berichtigung, quasi das ganze Diktat nochmal! Und sowas von ordentlich und toll geschrieben dass man denken konnte, er habe die Schönschreibqueen der Klasse vielleicht mit den Haferkeksen bestochen...?!

"Nein, das habe ich geschrieben"- sein Kommentar
"Das Heft bügel ich heute Abend gerade"- mein Gedanke

Und genau das wollte oder besser habe ich getan! Eben...vor fünf Minuten...ungefähr!

Und jetzt? Jetzt, 10000 "Entschuldigungs" danach, bewege ich mich zwischen hysterischem Gekicher und einem Tränenausbruch vor Scham, denn die Mutter hat es verrissen!! Aber gewaltig

Denn sie ist weg, wenigstens zur Hälfte! Die Berichtigung, die ordentliche! Das Heft ist glatt, aber ich habe nicht angenommen, dass die Wärme des Bügeleisens die Tinte auflösen würde!! Ist nämlich mit einem wieder wegzuradierenden Tintenroller geschrieben!! Und nun sieht das Geschriebene aus wie nach einer Chemotherapie und ich weiss überhaupt nicht, wie ich DAS wieder geradebügeln kann!!

Die sechs des Abend geht daher eindeutig an mich Aber bügeln von Blättern werde ich wohl in Zukunft besser lassen!!


5 Kommentare

Angriff in die eigenen Reihen!!
von smilla In der Kategorie User-Blogs am 17.11.2014 um 00:59 Uhr(zuletzt bearbeitet: 17.11.2014 19:23)

Vorhin hatten wir eine lustige Situation:

Wir haben Klammotten aussortiert! Das kennt Ihr bestimmt, so gucken was in diesem Winter noch tragbar ist vom letzten, passen die Skihosen noch? und sowas halt! Sohnemann und ich also bis zum Anschlag tief in unseren Flurschrank verschwunden und stoßen auf einen Karton voller Schuhe...

...Ein tolles Paar wird rausgeklaubt!
ich: UUUUUiiiiiii, die sind aber toll, guck mal!Probier mal an!
er: Ja Mama, die passen auch toll. Von wem sind die eigentlich?
ich: von deinem Cousin!

Nun muss ich etwas aushohlen damit Ihr
a) die Pointe verstehen könnt und
b) mich nicht in der Luft zerreissen werdet denn nur so könnt Ihr die Pointe verstehen, denn ich böses
Mädchen starte damit einen Angriff auf die eigenen Reihen!

Besagter Cousin, nennen wir ihn Kurt, war immer der Vorzeigeenkel, der Vernünftige, der Besonnene. Meine Schwägerin hat nie auch nur zwei Minuten länger gebraucht, um bei einem Familientreffen anzufangen, an meiner Hyperaktiv-Rakete herumzumäkeln. Und ihre zwei Töchter auch nicht! Und ihr Sohn stand immer daneben und war? Genau, mustergültig!!

Mein Mann und ich haben dann die wohl typische Charaktereigenschaft entwickelt und Fehler gesucht (schäm dich, smilla!!)! Einfach so, auch um mit unsere Verletzheit dass dauernd an unserem Kind rumgekrittelt wird, fertig zu werden! Schnell stand für uns fest, dieses Kind ist ja die absolute Schlaftablette!

Irgendwann haben wir aber mitbekommen dass dieser Junge viele Probleme hat und ich habe flugs vermutet: ADS im Endstadium!!

Ich habe meiner Schwägerin allerdings nie davon erzählt, sie findet ADHS= schlechte Erziehung!! Also schweige ich, haben ja auch genug Probleme hier, gelle?

Zurück also zum Schrank und zur Pointe:

ich: sind die denn noch gut? Drehe die Schuhe um und schaue auf die Sohlen!

Da sagt Sohni (der von unserer Vermutung übrigens keine Ahnung hat und immer unter den Attacken leiden musste und den Cousin trotzdem abgöttisch liebt, deshalb kann er sich diesen Ausrutscher jetzt mal leisten!!)

Die sind wie neu! Mama, so langsam, wie Kurt sich bewegt, wie sollen sich da die Sohlen abnutzen?

Ich weiss, das is`total unkollegial gegenüber allen ADS-lern und ich hoffe Ihr verzeiht mir diesen geschriebenen Ausrutscher!!

Trotzdem bin ich vor Lachen fast in den Schrank gefallen...


In diesem Sinne, smilla


1 Kommentare

Zeitungsartikel
von FaVe In der Kategorie ADHS in den Medien am 16.11.2014 um 00:11 Uhr(zuletzt bearbeitet: 17.11.2014 19:25)

Wenn mir innerhalb von wenigen Tagen zwei Freundinnen einen Artikel aus der Süddeutschen geben, wo mal wieder behauptet wird, Ritalin mache süchtig und die Mami vom betroffenen Kid die Medis selbst probiert ...... dann geht mir mal wieder der Hut hoch: auch wenn der Rest gut geschrieben ist. Eigentlich geht es um Neurofeedback, aber auch darum, wie man von dem bösen Ritalin wegkommt ......
Vielleicht hat die Frage demnächst mal im Forum bei Therapien und Medikamente Platz, welche Erfahrungen es damit inzwischen gibt.


So, mal sehen, wie das hier so weitergeht und wie es gleich aussieht.

FaVe


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Die Brille von Erich Honecker!
von smilla In der Kategorie User-Blogs am 13.11.2014 um 21:25 Uhr

Etwas Lustiges ist mir passiert!

Seit einigen Wochen blinzelt mein Sohn wie nach 5 Wochen Gefangenschaft in einem Verließ und anschließendem, spontanen Aufenhalt unter der Sonne Kaliforniens!

Was also tun? Richtig, ab zum Augenarzt. Glück gehabt, nur zwei Wochen Wartezeit, denn ursprünglich müssen einem in diesem Land ja die Augäpfel schon aus den Höhlen baumeln, damit es schneller geht!! (Susanne, hier passt das Wartezimmerbild wie die Faust aufs Auge!!)

Nach Test after Test das Ergebnis: Sohnemann braucht eine Brille!! Ihm kamen fast die Tränen, aber vor Freude!!

Wer uns kennt weiss, dass wir vor etlichen Jahren bei einem großen Internetauktionshaus ein Gestell ohne Gläser ersteigert haben, welches Sohnemann dann auch sehr konsequent getragen hat, mit der sturen Behauptung, er könne damit eben viel besser sehen!! So gerne wollte er schon damals ein Nasenrad!

Diesmal war es also echt! Ab zum Optiker! Eine sehr junge Dame, mitten in der Ausbildung empfängt uns noch an der Tür! Kurzes Geplänkel, Info warum und wieso und los ging es!!

Sohnemann schnappt sich gleich die erste grüne Brille an der er vorbeikommt: Nehme ich, weil die ist grün!!
Geht nicht, weil die ist für Erwachsene!! Kommt von der sehr jungen Dame!

Sie geleitet uns einmal durch das Geschäft in die Kinderecke! Mutti, also ich, hat sich sehr fest vorgenommen mal die Kontrolle abzugeben und deshalb kuschle ich mich gemütlich in eine Lederecke und beschließe, den Dingen seinen Lauf zu lassen! Schließlich sage ich mir, die Brille muss ja nicht mir gefallen!! Kaffee? - Danke, ja!!

Die Junge Dame ist jetzt also vollkommen allein der Beratungssituation ausgesetzt und schlägt sich auch eigentlich wacker! Ich schaffe es immerhin sieben Brillengestelle und drei Kaffelängen, nicht meinen Senf dazuzugeben. Leider haben die zwei an diesem Punkt die sportlich-schicke Abteilung hinter sich gelassen und nehmen Kurs auf die "Nerd"- Gestelle!! Ich werde nervös und beginne meinen Körper schon mal in aufrechte Haltung zu bringen, mein Einschreiten vorbereitend!!

Und bei der nächsten Brille ist es auch soweit: Mama, diiiiiiiiiieeeeeee ist toll, die will ich!!
Ein sehr großes, hornbrilliges, schwarzes Ungetüm mit einer Spur grün am Rand verdeckt das hübsche Gesicht meines Buben!!

Guck nochmal in den Spiegel - kommt es, schon wild gestikulierend in Richtung sehr junger Dame, von mir!!
Kaum hat sich Sohnemann dem Spiegel zugewandt flüstere ich sehr leise, aber extrem scharf der jungen Dame zu, um der Dringlichkeit meiner Worte wenigstens mit Ausdruck Gewicht zu verleihen:

Bitte, reden sie ihm diese Brille aus!! Mein Gott, der schaut ja aus wie Erich Honecker!!

Tja und hier kommt dann auch die Auflösung warum ich mich immer wieder mit der jungen Dame wiederholt habe, denn eben diese schaut mich an und sagt: ???????? Erich...ähh!!

OK, sie ist eben noch sehr jung, denke ich mit einem wehmütigen Anflug des ICH WERDE ALT- Gefühls...

Dann bitte unbedingt trotzdem ausreden, Honecker hin oder her!!

Das wußte sie dann gut, wie man das macht und seit heute ist Sohnemann Besitzer und stolzer Träger eines pfiffigen und modischen Nasenrades...inklusive Gläser!


5 Kommentare

Standortbestimmung
von lupa In der Kategorie User-Blogs am 13.11.2014 um 00:24 Uhr(zuletzt bearbeitet: 13.12.2014 23:48)

Hallo,

ich bin lupa, die Wölfin ...

... und hier im "Wolfsgeheul" möchte ich ganz sicher nicht "mit den Wölfen heulen"!
Jedenfalls nicht im Sinne des redensartlichen Sprachgebrauchs:

"Wolfsgeheul: sich der Mehrheit anschließen; sich anpassen, opportunistisch sein" (aus: redensarten-index.de)

Hey, wir sind hier in einem ADHS - Forum! Da versteht es sich doch von selbst, dass man nicht mehrheitsfähig ist, dass man auffällt, anders ist. Alles andere wäre ja stinomäßig laaaangweilig! (Und da kommt uns dann ganz schnell wieder unser Frontalhirn in die Quere und funkt SOS: "Hey, hier ist nix los ... mach was!!!" ).

Da halte ich mich dann doch lieber an die wildlebenden Wölfe. Wikipedia weiß dazu:

"Wolfsgeheul
Mit dem nächtlichen gemeinsamen Heulen festigen die Wölfe ihre Zugehörigkeit zum Rudel, die Bereitschaft zur Jagd und markieren ihr Territorium. Das Geheul ist bis zu 15 km weit vernehmbar und dient der tierischen Kommunikation über große Distanzen. Es wird von evtl. in der Nähe befindlichen Artgenossen erwidert. [...] Einzelne Tiere heulen, um die Suche nach einem Partner zu signalisieren." (aus: wikipedia.org/wiki/Heulen)

Na, das passt doch schon viel besser! Mal genauer hinschauen ...

Zitat
Mit dem nächtlichen gemeinsamen Heulen


Hier im Forum wird regelmäßig zu nächtlicher Stunde gemeinsam geheult (Winkegrüße an Susanne! )

Zitat
festigen die Wölfe ihre Zugehörigkeit zum Rudel,


Das Rudel, das sind "die Foris", wir alle hier. Und allen anderen streunenden Wölfen da draußen rufen wir zu: "ADHSler der Republik, vereinigt euch bei uns im ADHS Dtld. und am besten auch hier im Forum!" Es lohnt sich!

Zitat
die Bereitschaft zur Jagd und markieren ihr Territorium.


Hier soll sich mal einer einschleichen, der nicht "zu uns" gehört und uns ins Revier pieseln will ... der wird aber ganz bestimmt gejagt!

Zitat
Das Geheul ist bis zu 15 km weit vernehmbar


Ich glaube in Zeiten der Verschmelzung und des www. auch noch 'ne Ecke weiter ...

Zitat
und dient der tierischen Kommunikation über große Distanzen.


In unserem Fall nicht nur der tierischen ... und das mit den großen Distanzen funktioniert prima!

Zitat
Es wird von evtl. in der Nähe befindlichen Artgenossen erwidert.


Aber sicher doch! Und das immer wieder gern! Dafür gibt es doch dieses Forum.

Zitat
Einzelne Tiere heulen, um die Suche nach einem Partner zu signalisieren.


Jepp! Hab hier schon ganz viele "Heul - Partner" gefunden. Und es ist immer wieder neu und spannend, sich kennenzulernen!

In diesem Sinne:
schön, dass es Euch alle hier gibt und weiterhin frohes, nächtliches, gemeinsames Heulen

wünscht sich und Euch

Eure lupa


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Zu viele niedergelassene Ärzte?
von SusanneG In der Kategorie User-Blogs am 12.11.2014 um 00:58 Uhr(zuletzt bearbeitet: 12.11.2014 23:08)

Zum Frühstück habe ich heute Zeitung gelesen. Angeblich gibt es eine Überversorgung mit niedergelassenen Ärzten. Dem soll nun entgegengewirkt werden, indem "die Wiederbesetzung einer frei werdenden Praxis in einem überversorgten Gebiet abzulehnen" ist. Wenn auf einen Versorgungsgrad von 110 % reduziert werden müsste, würden nach und nach in BW 2877 Arzt- und Psychotherapeutensitze wegfallen. Die KVBW schätzt, dass sich dann etwa eine Million Patienten einen neuen Arzt suchen müssen.

Na toll! Vor ein paar Wochen hat der ortsansässige Hautarzt seine Praxis aufgegeben - ohne Nachfolger! Eine Stadt mit 44.000 Einwohnern hat nun keinen Dermatologen mehr . Bei meiner Augenärztin musste ich drei Monate lang auf einen Termin warten. Blöd nur, dass ich in der Zwischenzeit einen Abstecher in die Augenklinik machen musste. Die Augenärztin hätte das rechtzeitig erkennen können - wenn ich "nur" zwei Monate auf einen Termin hätte warten müssen. Mein Psychiater - der einzige in weitem Umkreis - hatte einen Unfall. Immer wieder ist die Praxis mehrere Tage lang zu. Seine Patienten verteilen sich auf die beiden Psychiater in der Kreisstadt, die regelmäßig die Urlaubsvertretung machen. Das Dumme ist, dass beide Psychiater keine BTM-Rezepte ausstellen.

Gut, dass wir mit Ärzten so übertrieben gut versorgt sind! Da braucht man ja bloß umfallen und in die nächste Praxis gehen, sind ja angeblich genug da.

Ach, hab ich schon erwähnt, dass ich heute bei meinem Allgemeinarzt war? Ich musste noch kurz auf mein Rezept warten. Im Wartezimmer war kein Stuhl mehr frei. Also setzte ich mich auf den Stuhl in der Anmeldung. Und dort entdeckte ich das:

Wartezimmer


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Darf ich vorstellen, mein Blog!!
von smilla In der Kategorie User-Blogs am 12.11.2014 um 00:24 Uhr(zuletzt bearbeitet: 12.11.2014 19:59)

Als ADHS- Mama erlebt man viel... Zugegeben auch viel Blödes!!

Von A wie Ausgrenzung bis Z wie Zubettgehprobleme ist wohl dass volle Problem ABC vertreten mit dem ich nie im Leben gerechnet habe, ausser vielleicht Q und Y...
Aber vom ganzen Stress bei S wie Schule, M wie Mobbing oder H wie Heulattacken sind ein Glück viele Buchstaben auch doppelt belegt, positiv nämlich!!

Denke ich an L wie Liebesbriefchen auf meinem Kopfkissen ich sei die Beste der Besten, F wie Freundlichkeit auch für die olle Nachbarin von gegenüber, B wie Bescheidenheit wenn ein Mähdrescher in Originalgröße dass einzigste (wirklich!!) Weihnachtsgeschenk sein darf... Mädels, mir wird warm ums Herz!!

Und hier will ich es warm und kuschelig! Lustig und humorvoll! Wie ein kleiner Raum wo den ganzen Tag tolle Musik spielt, Räucherstäbchen brennen und Schmetterlinge fliegen!! Harmonie pur eben!!
Und dass wir DAS IRRE in uns nicht verlieren, weil es manchmal das einzige ist, was einen weitermachen lässt!!

Ich freue mich wenn Ihr mitmacht!!

die smilla


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Also, es gibt Kommentare ...
von SusanneG In der Kategorie ADHS in den Medien am 12.11.2014 um 00:13 Uhr(zuletzt bearbeitet: 12.11.2014 19:45)

ADHS rückt in den Fokus titelt der Schwarzwälder Bote vom 10.11.2014 und weist auf ein Arzt-Patienten-Forum hin, das von der KVBW und der VHS veranstaltet wird. Man sollte daran teilnehmen, das ist bestimmt eine zielführende Veranstaltung. Oh, das hat ja schon jemand kommentiert:

Zitat
Zitate: Doch die Modediagnose AHDS ist vor allem eines: Ein riesen Geschäft für die Pharma-industrie. Laut Spiegel seien die Verschreibungen von Ritalin von 34 Kilogramm im Jahre 1993, auf Jahr 1760 Kilogramm im Jahr 2011 angestiegen. Deutsche Apothekerzeitung: Methylphenidat gegen ADHS – Ein „Goldesel“ für die Pharmaindustrie Spiegel online: ADHS, Burnout, Depression: Forscher warnen vor Millionen Scheinpatienten usw. Laßt Kinder doch mal wieder so schreien, wie wir Erwachsene es doch gern täten ( und tun, z.B. Fußball). Schreien, Toben, Lärmen, Dreck machen, nicht: Wenn du nicht ruhig bist, nehme ich dir das (technisches Gerät eintragen) weg. Allerdings in der Schule, aufmüpfiges Kind - Ritalin, macht es einfacher für Lehrende (neublöd für Lehrer und Lehrerinnen). Noch’n Zitat: Zusätzlich bestehen sozial unverträgliche (dissoziale) Verhaltensweisen wie Aufsässigkeit, Aggressivität, Wutausbrüche, Destruktivität, Stehlen oder Schuleschwänzen über mindestens sechs Monate und in einem Ausmaß, das die Diagnose "Störung des Sozialverhaltens" rechtfertigt. Ist aus dem DSM-5, wo altersschwache Fachidioten neue Krankheiten erfinden, die ihren Berufsstand rechtfertigen. Leider gibt es genug, die diesen Mist glauben. Obwohl es sich um normale Verhaltensweisen handelt, die man mit Verständnis und ein wenig Überredungskunst wohl hinbekommen könnte.



Alllso ... ich sach da etz ma nix zu, ne? Doch wieder einmal hat jemand meinen Glauben an das Gute im Menschen tief erschüttert.

Inzwischen kann ich Schwachfug in den Medien ganz gut ignorieren und will darauf gar nicht mehr reagieren. Ich will lieber agieren. Soll ich den Kommentar trotzdem kommentieren? Eigentlich ist mir das zu doof, doch uneigentlich habe ich mich rein vorsorglich mal registriert ... man weiß ja nie, wie man in zehn Minuten darüber denkt. Und ja, ich habe auch die Gebrauchsanweisung für Kommentare gelesen. Dieser ist u.a. zu entnehmen, dass Kommentare dann nicht veröffentlicht werden, wenn sie "... Diskriminierungen und Beleidigungen enthalten ..." Oh! Weshalb durfte dann dieser Kommentar veröffentlicht werden?

Provokante Medienberichterstattung - nicht nur aufgrund mangelnder Recherche - sind wir inzwischen ja leider gewohnt. Doch was mich immer noch auf die Palme klettern und mit Kokosnüssen schmeißen lässt, das sind Kommentare von Menschen, die offensichtlich keine Ahnung haben und nur irgendetwas nachbabbeln, was sie irgendwo aufgeschnappt haben. Sind die einfach nur doof oder wollen sie uns ganz bewusst schaden?

Sorry, ich konnte das einfach nicht so stehenlassen.

Zitat
Vielen Dank, Herr M..., für Ihre prägnante Zusammenfassung all dieses provokanten Schwachsinns, der gerne in den Medien verzapft wird. Leider gibt es genug, die diesen Schwachsinn glauben. Hier tun sich für mich Fragen auf, um deren Beantwortung ich Sie bitte: 1. Welches Interesse treibt Sie zu solchen Kommentaren? 2. Welchen Vorteil ziehen Sie aus derartigen Kommentaren? 3. Bekommen Sie Geld dafür? Vielen Dank für Ihre Antwort. Susanne Gröpel ADHS Deutschland e.V. Selbsthilfe für Menschen mit ADHS



Immer wieder frage ich mich, wer von der negativen Berichterstattung profitiert. Sie scheint zu Auflagensteigerung und besseren Einschaltquoten zu führen; vielleicht auch dazu, dass sich Bücher, die viel Blech enthalten, besser verkaufen. Sei's drum. Irgendjemand wird schon Kohle damit machen. Doch was Menschen zu derartigen Kommentaren treibt, werde ich wohl nie verstehen. Es kann doch wohl nicht jene Pseudo-Kirche hinter all dem Geschwätz stecken .

Inzwischen bin ich wieder von der Palme heruntergeklettert. Den Kommentar des Herrn M. habe ich noch gut ein Dutzend mal durchgelesen. Was ich bei all den Zitaten vermisse, ist, wo ein Zitat zu Ende ist. Denn falls es sich durchweg um eine Ansammlung von Zitaten handelt, die nicht zwingend die Meinung des Kommentators widerspiegeln, hat Herr M. das Gleiche gemacht wie wir auch: Er hat angeprangert, was in den Medien für ein Schwachsinn publiziert wird. Dann hätte ich Herrn M. mit meinem Kommentar Unrecht getan.

Falls dies zutrifft, Herr M., und Sie ausschließlich Schwachsinn zusammengefasst, diesen aber nicht (bzw. nicht so, wie es bei mir ankam) kommentiert haben, dann haben wir beide damit ein beeindruckendes Beispiel selektiver Wahrnehmung geliefert. Dann gibt es uns also doch, uns Menschen mit ADHS ...

... schlussfolgert Susanne


2 Kommentare

Ein Pfund Sicherheit bitte
von SusanneG In der Kategorie User-Blogs am 08.11.2014 um 00:17 Uhr(zuletzt bearbeitet: 12.11.2014 21:31)

Früher sagte man zu Jugendlichen: Lies Zeitung, dann lernst du deutsche Rechtschreibung und Interpunktion. Doch schon vor über zwanzig Jahren revidierte meine Mum diese Aussage. Das war, als PCs Rechtschreibung lernten und selbst Silben trennen konnten. Unbeschreiblich, was für ein Mist bei automatischer Silbentrennung rauskommen kann - auch heute noch! Bei der Beo-bachtung kann man entweder weinen oder lachen - je nachdem, ob man diesen Mist nacharbeiten muss oder nicht.

Wieso komme ich da jetzt drauf? Nun, ich habe gerade Zeitung gelesen - online. Und nein, es war nicht in Facebook. Dort habe ich ich mich schon dran gewöhnt, dass die Mehrheit kein Rückrad hat. Es ging um Sicherheitspersonal auf dem Flughafen und dass eben nicht immer alles so klappt, wie es soll. "... Die Öffentlichkeit werde so in falscher Sicherheit gewogen" steht da.

Wie bitte? Wer oder was wird da gewogen? Die Öffentlichkeit? Wie viel wiegt die Öffentlichkeit? Oder wird vielmehr die Sicherheit gewogen? Und wiegt falsche Sicherheit nun mehr oder weniger als richtige Sicherheit?

Vielleicht soll ja auch ganz etwas anderes ausgedrückt werden - etwas, das gar nichts mit Gewicht zu tun hat? Ja, aber was denn? Was habe ich denn mit meinen Kindern gemacht, damals, als sie noch ganz klein waren, wenn sie Sicherheit brauchten? Nun, ich habe sie in meinen Armen gewiegt. Aha!

Falsch konjugiert also, das war es! Kann es denn sein, dass so die Öffentlichkeit in falscher Sicherheit gewiegt wird? Manchmal muss man sich eben fragen, was das bedeutet, was man da schreibt ...

... wünscht sich
Susanne


2 Kommentare

Wertschätzung
von SusanneG In der Kategorie User-Blogs am 04.11.2014 um 00:30 Uhr(zuletzt bearbeitet: 12.11.2014 21:31)

Rockbands - in den Endsechzigern und in den Siebzigern zerlegten sie so manche Hotel-Suite und auch den einen oder anderen Konzertsaal und sie waren alles andere als ein Beispiel für Achtung und Wertschätzung. Die Bandmitglieder sind inzwischen älter und etwas ruhiger geworden - jadoch, es wird anders, aber es verwächst sich nicht! Auch das Publikum ist älter geworden. Und in jenem Beethovensaal, den dereinst die Fans von John Mayall in seine Bestandteile zerlegten, durfte ich kürzlich ein Konzert von Foreigner genießen.

Lang, lang ist's her ... zur Bandgeschichte musste ich mich erst mal bei Wikipedia aufschlauen. Im Telegrammstil: Von der Urbesetzung ist nur noch Mick Jones an Bord, alle anderen kamen erst später dazu. Mick Jones wird demnächst siebzig, Kelly Hansen, der Sänger, ist seit elf Jahren dabei und hat auch bereits die Fünfzig überschritten.

Irgendwann im Laufe des Konzerts stellte Kelly Hansen die Bandmitglieder vor. Über Mick Jones sagte er in etwa, dass er Mick als Songwriter und Musiker gleichermaßen verehre und bewundere; dass er glücklich sei, als Sänger zu seiner Band zu gehören, und dankbar für Micks Freundschaft.

Hatte ich bisher nur mit halbem Ohr zugehört, so war ich plötzlich sehr aufmerksam. Was sagte er da? Das ist ja gar nicht das übliche Blahblah! Das ist Achtung vor einem großartigen Musiker - in von mir völlig unerwartete Worte gefasst. Ist es nicht schön, wenn jemand so über seinen Chef sprechen kann?

Nun war es an Mick Jones, seinen Sänger vorzustellen. Er sagte, er sei dankbar, dass sie sich zum richtigen Zeitpunkt begegnet seien, denn Kelly singe vor allem die alten Songs mit ... (ich erwartete Gefühl, Freude, Inbrunst, irgendwas in der Richtung - und was sagt Mick Jones?) ... so großem Respekt und lege auch in jeden Song das richtige Gefühl. Und wenn jemand seine Freundschaft verdiene, dann sei dies Kelly.

Mit so großem Respekt ... Ich war beeindruckt. DAS ist Wertschätzung! Das ist genau die Wertschätzung, die wir uns immer mal wieder wünschen, wenn andere nicht besonders zimperlich mit uns umgehen. Vielleicht sollten wir bei uns selbst damit beginnen, unseren Mitmenschen mehr Wertschätzung entgegenzubringen. Nur so können wir auch Wertschätzung von anderen erfahren ...

... meint Susanne


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